Jetzt wird’s bunt………..

So langsam verfärben sich die Blätter. Von gelbgrün, über gelb bis teils rot, um dann braun aus dem Blätterdach zu fallen. Kein Zweifel……..der Herbst ist ins Land eingezogen. Das bekräftigen auch die windigen, kalten und teils regnerischen Tage. Das das Ende der Schonzeit naht brauche ich in diesem Zusammenhang wohl nicht zu erwähnen.
Anfang Oktober habe ich mit meinem Facebook – Buddy und Fischerkollegen Gerd Creutz noch einmal die Domaine Sommedieue im französischen Departement Meuse (Maas) besucht. Auf dem Weg dorthin ließ uns Dauerregen das schlimmste befürchten. Doch wir hatten dann doch ein wenig Glück und das Wetter hielt einigermaßen. Ein wenig Nieselregen am Morgen bzw. Vormittag konnte uns die Stimmung nicht verhageln. Störender War dann schon eher der Wind, der uns zeitweise um die Ohren pfiff. Auf dem Weg zur malerischen Anlage konnte man sehr schön beobachten, das die Natur dort im Osten Frankreichs schon ein wenig weiter war. Die Verfärbung der Blätter war weitaus fortgeschrttener, wie es sich hier am Niederrhein darstellt. Ein Schreck durchfuhr meine Glieder direkt nach Ankunft. Wir hatten uns früh morgens um 04:30 Uhr auf einem stockdunklen Pendlerparkplatz getroffen, wo ich in Gerds Auto umstieg, um dann gemeinsam mit ihm und seiner Frau die Weiterreise anzutreten. Ob es das Kennenlernen war, die Müdigkeit oder ein Anflug von Altersdemenz: Ich Trottel vergass meine Watweste im eigenen PKW!
Nun stand ich da. Kein Vorfach, kein Nagelclip,, Keine Lösezange, kein Watkescher, etliche Fliegendosen nicht dabei – Ach Du Sch..e!!!!
Dann fiel mir siedendheiß ein, das sich in den Untiefen meiner Angeltasche, die ich wegen dem Fotoapparat immer mithabe, ein selbstgebasteltes Lanyard mit den wichtigsten Utensilien befindet. Genug Fliegen hatte ich eh dabei, denn da befindet sich ebenfalls eine umfangreiche Auswahl in besagter Tasche. Das Thema Vorfachmaterial erledigte sich dann auch schnell, denn dieses war gottlob vor Ort käuflich zu erwerben. Einem unbeschwerten Angeltag stand dann doch nicht im Wege.
Leider zeigte sich das Flossenwild an diesem Tag ein wenig unkooperativ. Die wenigen Fische, die wir fingen waren hart erarbeitet. Auch durch Fliegenwechsel konnte das Problem nicht wirklich gelöst werden. Aber solche Tage gibt es halt. Sei es dem Luftdruck geschuldet oder anderer äußeren Einflüsse, vielleicht auch dem fehlenden Glück – man selber ist dann relativ machtlos. Am Ende standen 6 Regenbogenforellen bei mir auf der Habenseite und Gerd fuhr mit der Bilanz von einem Bachsaibling und einer Regenbogenforelle heimwärts. Aber der Hecht lief wohl, denn der Koch des dazugehörigen Restaurants konnte einen schönen Hecht von 85 Zentimetern und gut 5 Kilogramm Gewicht fangen. Ich lernte auch Eric kennen, den Gerd schon von vorausgegangenen Besuchen kannte. Eric ist Deutscher und Stammgast in der Domaine Sommedieue. Da er die Anlage seit 1993 kennt, konnte er uns mit einigen Tipps versorgen. Der stolze Tageskartenpreis von fast 100.- € beinhaltet bekanntlich ein umfangreiches Viergangmenü. Auch an diesem Tag hatte uns der Koch auf leckere Art und Weise verwöhnt. Das hat schon etwas: Mittags wird die Glocke geläutet, was heißt: Es ist angerichtet!!!
Aber zurück zum anglerischen Aspekt! Wie schon erwähnt waren die Salmoniden in der Domaine Sommedieue an diesem Oktobertag beißfaul. Eine Iron Blue Dun in Größe 14 brachte dann doch hin und wieder einen Biss und auch 5 Regenbogenforellen. Die letzte fing ich auf eine Ritz D – Nymphe bei Dämmerungsbeginn. Von den zahlreichen Saiblingen und den Bachforellen entzogen sich alle meinen Nachstellungen. Endlich konnte ich auch einmal Teich 4 begutachten, der mir bislang aufgrund der knappen Zeit beim ersten Besuch verborgen geblieben war. Auch dieser ist traumhaft schön. Glasklares Wasser und ein dichter Teppich aus Wasserpflanzen am Grund des kleinen Quellsees. Überall sind dort die umherziehenden Fische ohne jegliche Beeinträchtigung auszumachen.
Insgesammt war es (trotz zickiger Forellen) aber ein schöner Tag, der nach Wiederholung schreit. Eines ist sicherlich kaum anzuzweifeln: Die Domaine Sommedieue gehört zu den schönsten Teichanlagen für den Fliegenfischer in Europa und ist mit Sicherheit die stilvollste! Nach folgend ein paar Impressionen vom Tag im Departement Meuse:


Auch Gerd hat noch einige schöne Fotos an dem Tag gemacht. Hier seine Bilder (Foto & ©: Gerd Creutz):

An der Rur lief es in der letzten Zeit auch ein wenig unrund. Es war ein stetiges auf und ab. Mal fing ich sehr gut, um dann wieder mit einer bescheidenen Bilanz wieder nach Hause zu fahren. Die Äschen machen sich weiterhin äußerst rar und es steht zu befürchten das der Kormoran im vergangenen Winter wieder ganze Arbeit geleistet hat. Dabei war doch im vergangenen Jahr eine so tolle positive Tendenz zu beobachten! Sollte es sich wieder geändert haben und der Äschenbestand vernichtet sein? Ich hoffe nein!!! Immerhin konnte ich inzwischen den ersten Junglachs in der Rur verhaften.
Nun hoffe ich rechtzeitig vor Saisonende noch ein paar Äschen fangen zu können. Nicht weil ich damit mein Fangbuch aufpolieren möchte, sondern eher um die Gewissheit zu bekommen das diese noch da sind! Nachfolgend noch ein paar Impressionen von der Rur aus den letzten Wochen:

Inzwischen ist auch die Ausgabe 6/2017 vom Printmagazin „Fliegenfischen“ erschienen. Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist die „Lady of the steams“ – sprich Äsche. Hier ein Blick auf den Titel:

Inhaltlich gibt es folgende Themen:

Notizbuch – Aktuelles aus der Szene
Die Äsche und der Herbst – Harald Bayler über die Herbstfischerei aufÄschen
Über die Äsche – Bernd Kuleisa gibt sein Wissen preis
Neues zur Cinammon Sedge – Walter Reisinger mit einem kurzen Nachtrag zum letzten Heft
Der Code der großen Flüsse – Roman Moser knackt ihn für Sie
Pflegefälle für Fliegenfischer – Bernd Kuleisa empfiehlt Produkte von Collonil
Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt – Ein Auszug aus dem empfehlenswerten Buch von Tankred Rinder
Mika und die Meerforellen – Andreas Jendrichowski mit einem „heißen“ Fliegentipp
Das Geheimnis der Schatzinsel – Nick Reygaert hat sie befischt
Sind wir nicht alle ein bißchen Jamie – Irgendwo hat Fliegenbinden ein wenig von „Kochen“ meint Ingo Karwath
Back to black – Thomas Wölfle über seine schwarzen Geheimnisse in der Fliegenbox
Wie aus Silber Gold wurde – Günter Kast besuchte Arni Baldursson
Leserbriefe – Briefe an die Redaktion
Momente – Was könnte wichtiger sein, wie ein letzter Wurf
Gewässer-Guide – Deutschland: Bocholter Aa und die Pfreimd; Schottland: In den Highlands und auf wilde Bachforellen

und natürlich die Vorschau auf die Reiseausgabe 07/2017!!!

Eine Neuigkeit gibt es auch von den „Tackle-Dealern“ in Deutschland. Das renomierte Fachgeschäft für Fliegenfischerbedarf „Flyfishing-Europe“ vom Möhnesee hat sich dazu entschlossen künftig auch die Firma Orvis in das Produktportfolio aufzunehmen. Eine schöne Sache für alle Fans des amerikanischen Traditionsunternehmens!

Wie auch in den Jahren zuvor, möchte ich auch im Jahr 2017 die Benefizaktion „Fliegenfischer mit Herz…..für krebskranke Kinder“ zu Gunsten vom Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V. durchführen. Die Besucher meines Blogs sind herzlich dazu eingeladen sich tatkräftig zu beteiligen. Ich denke das das eine schöne und gute Sache ist. Wer also ein paar selbstgebundene Fliegen, Gerät, Literatur usw. übrig hat, oder Tageskarten von seinem Pachtgewässer stiften möchte……..nur zu! Ich freue mich über jeden Beitrag. Wie immer, wird dann alles höchstbietend bei EBAY versteigert und der Reinerlös wird direkt dem guten Zweck zur Verfügung gestellt.

Advertisements

The days after………………..

Zugegeben, die Ansprüche nach solch einer „Ausnahme – Angeltour“, wie dem Urlaub im Chiemgau – mit 7 Stück Ü-60 Regenbognern an zwei Tagen liegen hoch…..sehr hoch! Das dieser Anspruch daheim nicht gehalten werden kann, liegt auf der Hand.
Eigentlich wollte ich während meines Jahresurlaubs noch ausgiebig gefischt haben…….auch daheim.
Aber es kam anders. Erst fehlte mir ein wenig die Motivation und dann meinte es Petrus nicht wirklich gut mit mir. Immer wieder regnete es und wenn sich kein Wasser vom Himmel ergoss, dann pflegte ein ordentlicher Wind zu wehen.
Nicht wirklich gute Voraussetzungen für die Fliegenfischerei. Wer mag schon gegen den Wind anwerfen? Was habe ich von einer dichten Wathose, wenn der Körper oberhalb der Wasserlinie geduscht wird?
So dauerte es eine Weile, bis das ich den Weg zum Wasser fand. Erst als ich wieder fleißig arbeitete, gönnte ich mir den ersten Ausflug an mein Vereinsgewässer.
Aber dieser gestaltete sich dann zu einem furiosen Auftakt in die herbstliche Saison. Am Parkplatz des ersten Hotspots angelangt, traf ich auf einen älteren Fliegenfischer aus Köln, der gerade einpackte. Dieser meinte das er recht gut gefangen habe, denn es hätte vor kurzem Besatz stattgefunden. Er empfahl mir mit der Trockenfliege zu fischen.
Nachdem wir uns getrennt hatten und ich am Wasser angekommen war, versuchte ich mich dennoch zunächst mit der Nassfliege. Was soll ich sagen? Fruchtlose Bemühungen!
Ich erinnerte mich an den Rat des Kollegens und wechselte auf eine Klinkhammer. Da platzte dann der Knoten! Ich konnte Biss auf Biss verzeichnen und am Ende waren es derer 6 Regenbogner, die ich an einer einzigen Stelle zum einem kurzen Landgang überreden konnte. Ich wollte aber noch einen anderen Hotspot antesten. Da die Fische an dieser Stelle nun „verbrannt“ waren und den Braten rochen, wechselte ich an einen Spot flussab.
Es dauerte eine Weile, aber auch dort fand ich letztendlich zum Erfolg. Am Ende mussten sich zwei weitere Regenbogner „ergeben“ und wurden unfreiwillig „Fotomodell“.
Finale furioso!!!!!

Dann wurde das Wetter wieder schlechter und ich wartete einen schönen Tag ab. Am darauf folgenden Sonntag machte ich mich abermals auf den Weg zur Rur. Dieses Mal aber in „Killer – Mission“, denn ich hatte von meiner besseren Hälfterb den Auftrag bekommen Fisch mit nach Hause zu nehmen. Es kam, wie es kommen musste…….nun gestaltete sich die Fischerei deutlich zäher. Mit allem Einsatz konnte ich dann doch zwei Begleiter für die Heimreise überreden – eine Regenbogenforelle von 29 cm und eine von 33 cm. Aber das ist ja immer so: Du fängst saugut, wenn Du gar nicht daran denkst einen Fisch mit heim zu nehmen udn wenn Du darauf aus bist, dann kannst Du von Glück sagen, wenn Du kein „Schneider“ bleibst! Aber Shit happens……wie Murphy’s Gesetz zu belegen weiß! Nette Beobachtung am Rande…..eine Wasseramsel, die unter anderem mit „Federpflege“ beschäftigt war. Übrigens war der „Topköder“ an beiden „Rurtagen“ eine selbstgebundene Klinkhammer!

Derzeit bedrückt mich allerdings etwas anderes: Eigentlich habe ich Anfang September wieder Urlaub, weil ein Trip an den Lech bei Arlberg / Österreich geplant war. Doch das scheint sich zu zerschlagen, weil meinem Reisebegleiter das Knie einen Strich durch die Rechnung macht und er somit abgesagt hat. Jetzt stehe ich vor der Frage den Urlaub komplett ad Acta zu legen, oder ein Alternativ – Programm zu fahren. In diesem Jahr ist es aber auch wie verhext. Fast alle Touren, die mit Fliegenfischerfreunden bzw. -kollegen geplant bzw. angedacht waren, fallen sprichwörtlich ins Wasser – ich könnte regelrecht heulen!!!!

Alles Jammern hilft nix…..ich habe den Besuchern des Blogs bislang den Inhalt der „Fisch & Fliege“ in der Ausgabe 51 vorenthalten. Das möchte ich nun tunlichst nachholen! Zunächst der Blick auf den Einband:

Natürlich soll auch der Inhalt nicht unerwähnt bleiben:

PRAXIS
Leinen los! –  Hendrik Dierks kennt auch andere Wasserfahrzeuge, wie das Belly Boat – Das Kajak
Wate ich? Wenn ja – wie viel? – Peter Corzilius über seine „Watphilosophie“
Trendsetter Hecht – Rasmus Ovesengibt Tipps zum Hechtfischen
Zander finden und fangen –  Steffen Schulz weiss wie!
Ja, wie schwimmen sie denn? – Christian Kuchelmeister referiert über das Schwimmverhalten gebundener Nymphen
Spezieller Service – Der italienische TLT -Stil im Detail von Peer Doering-Arjes und Vincenzo Penteriani
Am Rande bemerkt – Hotspots am Bach von Hans Eiber
Der Äsche auf der Spur – Jan Aben weiß wie man trocken richtig serviert

REISE
Mit Rammstein Richtung Monsterforellen – Jurassic Lake– Günter Kast war dort
Wild und wählerisch – Die Forellen des River Suir – Holger Bente über seine Erlebnisse an diesem Fluss in Irland
Gracias Gallegos – Das Silber Patagoniens – Mirjana Pavlic hat sich unsterblich verliebt – nicht nur in Land und Leute
Spanish Bonefish – Hans van Klinken über die Barbenpirsch in iberischem Flachwasser
Beschauliche Schwechat – Michael Salzer kennt die Perle Österreichs

FLIEGENBINDEN
Flatwing Stinger – Barry Orde Clarke stellt das Häppchen für Meerforelle vor
Was kreucht und fleucht – Igor und Nadica Stancev imitieren in dieser Folge mit der „Black Cricket“ Heimchen

REPORT
Start einer Leidenschaft – Fischen lernen in Österreich – Paulo Hoffmann führt Lisa Lewandowski ins Fliegenfischen ein

GERÄT
Im Langzeittest – Die GR70 Streamflex von Orvis
Produkte – Neues am Markt

NEWS
News – Aktuelles aus der Szene
Kurz gefragt – 6 Fragen an an……Walter Kummerow

und natürlich die Vorschau auf die Jubiläumsausgabe Nummer 52

In einem weiteren Blogeintrag, der in kürze erfolgen wird, werde ich mich dann wieder auf die Erlebnisse im Chiemgau konzentrieren………..Stay tuned!!!!!

Sieben auf einen Streich…………fast zumindest

Nun liegt sie schon wieder hinter mir – die schönste Zeit des Jahres, der Sommerurlaub! Wie auch in den letzten Jahren war der Chiemgau Ziel meiner Urlaubsreise und selbstverständlich wurde während unseres Aufenthaltes auch ausgiebig gefischt.
Viel habe ich in dieser Zeit erlebt…..auch Begebenheiten bzw. Momente, die ich mir im Traum nicht hätte vorstellen können. Komprimiert auf lediglich eine Woche habe vieles erlebt und viele Erkenntnisse sammeln können.
In der Nacht vom 22. auf den 23.07. ging es los. Nachts sollte gefahren werden, um dem zu erwartenden Ferienverkehr antizyklisch entgegen zu wirken. Im Prinzip eine gute Sache und eine erfolgreiche Taktik, wenn…….
Ja wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär!
Zunächst sah alles gut aus. Wir hatten die meisten Utensilien schon abends vorher gepackt und im Auto verstaut. Kurz vor Abfahrt folgte dann der Rest. Auf einer fast leeren Autobahn zerschnitten die Lichter der Scheinwerfer die Dunkelheit, während die Kilometer gefressen wurden. Hinter dem Hunsrück in Höhe der Pfalz fuhren wir in den Sonnenaufgang hinein Richtung Speyer. Dann wurde Karlsruhe passiert und erst in Höhe von Stuttgart wurde es etwas „verkehrsreicher“. Ohne besonderen Vorkomnisse passierten wir München, obgleich mich das Navi aus irgendeinem Grunde mitten durch die Stadt gelotst hatte. Nur eine kurze Pause bei Pforzheim zwecks Kaffee und Zigarette hatten wir uns gegönnt. Hinter München wurde es Richtung Inntal – Dreieck etwas langatmiger – zähfließender Verkehr! Auch dieser wurde bewältigt und das Ziel, unserer Ferienwohnung, war schnell nahe.
Etwa zwei Kilometer vor dem „Forellenhof“ war dann aber Schluss mit lustig. Eine Zivilstreife mit Blaulicht überholte uns und der Stau voraus verhieß nichts Gutes. Kurzentschlossen wählte ich eine Ausweichroute – ich kannte mich ja in der Gegend aus.
Was ich nicht wusste: Der Unfall (Grund für den Stau) hatte sich auf der Landstrasse unmittelbar in Höhe des Hotels ereignet. Somit war das Gebiet von der Feuerwehr weitreichend abgesperrt worden. Wir fragten an einer der Sperren, was denn passiert sei und wie wir zum Hotel kommen könnten bzw. wann die Sperrung aufgehoben werden würde. Ein Unfall mit mehreren PKW’s wäre ursächlich und die Sperrung würde noch einige Zeit dauern war die Antwort. Immerhin sollte man über den Berg von der anderen Seite aus Richtung Maria Eck ans Hotel kommen können. Also kehrt gemacht und über den Berg! Aber auch hier wurden wir auf eine Geduldsprobe gestellt, denn der Verkehr wurde in Wellen aus unterschiedlichen Richtungen durchgelassen. Nach gut einer halben Stunde Wartezeit ließ man uns dann passieren. Erleichtert fuhren wir ins Tal runter und bogen auf das Gelände vom Forellenhof ab.
Ich überließ meiner frau das Entladen des Wagens (immerhin hatte ich die 750 Kilometer weite und fast neunstündige Fahrt im Alleingang gemeistert) und gönnte mir erstmal ein kühles Weissbier.

Ein erster Blick auf die Traun zerschlugen Befürchtungen, die ich vor der Abreise gehegt hatte. Aufgrund von gewittrigen Niederschlägen war der Fluss angeschwollen gewesen. Zum Zeitpunkt unserer Ankunft war aber davon nichts mehr zu bemerken.
Somit ließ ich mir direkt eine Angelkarte für die Hausstrecke ausstellen. Am Nachmittag sollte es also direkt ans Wasser gehen!
Zzunächst versuchte ich mich an einem Zug, der mittig zwischen der Straßenbrücke und der Holzbrücke vor dem Hotel befindet. Auf der gegenüberliegenden Uferseite befinden sich einige Steinpackungen, wo immer große Forellen stehen, um Schutz und Nahrung zu suchen. Jedoch waren diese recht lethargisch und ich vermochte sie weder mit der Nassfliege, noch mit der Nymphe oder der Trockenfliege aus der Reserve locken zu können. Spät am Nachmittag steckte ich auf und entschied mich dazu einen Zug unterhalb der Strassenbrücke am Bahnhof zu befischen. Zumindest im letzten Jahr hatte sich der Hotspot, wo ein Kanal in die Traun mündet, als vielversprechend und erfolgreich erwiesen.
Ich kletterte die Böschung am Bahndamm hinunter, querte die Traun und wurde abermal belehrt, das ein Fluss wie ein großer Organismus ist. Er unterliegt durch Hochwasserereignissen einem steten Wandel und verändert sich. In der Mitte der Traun hatte sich an der entsprechenden Stelle eine Sand- / Kiesbank gebildet. Dort, wo man im letzten Jahr beileibe niemals hätte stehen können, war es jetzt gerade noch knietief und am Rand konnte man nicht mehr stehen. Dort hatte der Fluss eine Rinne gebildet. So blieb mir nichts anderes übrig als von der Bahnseite her zu fischen. Ich querte also abermals und warf die Schatten im Wasser an. Erst nach etlichen Versuchen erzielte ich mit einer Daddy Long Leg erste Erfolge. Ein paar schöne Forellen der 30er bis 40er – Klasse blieben dann doch hängen und befreiten mich aus dem Albtraum als Schneider zurückkehren zu müssen. Doch die „dicken Koffer“ aus dem Vorjahr konnte ich leider nicht mehr ausmachen, geschweige denn ans Band bekommen.
Negativ fiel auch auf das trotz der warmen Bedingungen kaum Insektenaktivität vorherrschte. Der Sommer ist nun mal nicht die beste Zeit für das Fliegenfischen nahe der Alpen!! Aber was will man machen, wenn man durch die Familie auf die Sommerferien angewiesen ist? Erstens kennen zu dieser Zeit die Fische jede Fliege mit Name und Katalognummer, denn sie haben durch hunderte Fischer jede schon mehrfach an den Kopf gekriegt und zum zweiten ist die ergiebige „Steinfliegenzeit“ längst vorbei. Lediglich ein paar versprengte kleine Eintagsfliegen und vereinzelte „Yellow Sallys“ locken zu dieser Zeit einmal sporadisch einen Fisch nach oben. Interessant wird es im Juli erst bei Einsetzen der Dunkelheit. Doch so lange mochte ich am ersten Tag nicht fischen. Zum einen war ich noch ziemlich fertig angesichts der anstrengenden Anreise und zum zweiten wollte ja auch noch etwas gegessen werden.
Immerhin…..der Anfang war gemacht!…………….

FORTSETZUNG FOLGT!!!!!

Ich komme zunächst zurück zum Tagesgeschäft! Vor kurzem erschien die neue Ausgabe von „FLIEGENFISCHEN“ mit der Ausgabe 5/2017. Auch bei dieser Ausgabe war ich als Autor tätig. Mein Beitrag handelt von blauen Steinen, schuppigem Gold und schwarzen Vögeln. Doch wie gewohnt, erst einmal ein Blick auf den Titel der Ausgabe:

Ebenfalls, wie üblich, eine Übersicht über die Themen des Heftes:

Notizbuch – Aktuelles aus der Szene
Der Tag der Äschen – Thomas Wölfle fischt auf spätsommerliche Äschen
Das tapfere Schneiderlein – Daniel Jertz hat mit einem Begleiter einen Schneidertag erlebt…..und bereut es nicht
Köcherfliege: Jetzt beginnt die heiße Phase – Harald Bayler stellt Muster für jede Lebenslage vor und gibt heiße Tipps
Die Wahrheit über die Cinnamon Sedge – Kaum ein Fisch frißt diese populäre Fliege – Walter Reisinger mit unglaublichen Fakten
Forellen unterm Teppich – Roman Moser referiert über „Weißwasser“ der besonderen Art
Schwarzfischer –  Steffen Schulz ist einer……Sie auch? Natürlich völlig legal!
Tenkara – Axel Wessolowski über die fernöstliche Art des Fliegenfischens – ohne Rolle und beschränkt auf das Wesentliche
Leserbriefe – Briefe an die Redaktion
Momente – Watschuh von Salamander
Gewässer-Guide – Deutschland: Ahr….alle öffentlichen Strecken und die Wolf; Dänemark  – Die Karup Au; Portugal – die Agarve; Italien – Trentino; Österreich –  Die Mürz

und natürlich die Vorschau auf die Ausgabe 06/2017!!!

Weiterhin hat mich in letzter Zeit ein weiteres Druckwerk in Atem gehalten. Nun ist der Knoten geplatzt! Tankred Rinder hat all seinen Mut zusammen genommen, kein finanzielles Risiko gescheut und glattweg ein Meisterwerk abgeliefert. In Zusammenarbeit mit Alexander „Flybei“ Keus und Sven Ostermann hat er sein erstes Buch als verantwortlicher Autor und Verleger auf den Markt gebracht. Der Titel „Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt“ ist ein echtes Sahnestückchen geworden. Aufgrund des gewaltigen Umfangs von 374 Seiten hat es auch etwas gedauert, bis das ich komplett durch war. Natürlich stelle ich das empfehlenswerte Werk auf Fliegenfischen-Deutschland.de ausführlich vor. Hier der Link zur Rezension!
Doch werfen wir zunächst einen Blick auf den Einband:

Hier gibt es eine Leseprobe und wer auf den Geschmack gekommen ist, der kann den sehr gut gelungenen Titel hier direkt beim Verlag bestellen. Mein Credo: Es lohnt sich!!!

Eine kurze Halbzeitbilanz………..

Nun liegt schon die Hälfte des Junis hinter uns. Eine Gelegenheit eine kleine Halbzeitbilanz für die Saison 2017 zu ziehen.
In der ersten Hälfte der Saison habe ich häufig und gern mein Vereinsgewässer besucht. Leider waren die Ausflüge an andere Strecken sehr dünn gesäät. Dreimal habe ich die Ahr besucht, einmal war ich zu Besuch auf der Anlage „Domaine Sommedieue“ in Frankreich und einige Male habe ich Jan Kürtens „De Ronde Bleek“, kurz DRB nahe Eindhoven in den Niederlanden aufgesucht. Das War es leider schon!
Zum einen liegt das daran, das ich derzeit beruflich sehr eingespannt bin und zum anderen hat die Frequenz bezüglich der Fischerei in letzter Zeit stark abgenommen. Es ist fragwürdig, ob man angesichts der hohen Temperaturen und der niedrigen Wasserstände den Fischen zusätzlichen Stress zumuten sollte. Daher bin ich während so mancher freien (arbeitsfreien) Stunde dann doch lieber daheim geblieben.
Ein weiteres Vorhaben ließ sich leider auch nicht realisieren, obgleich die Temperaturen diesbezüglich eher untergeordnet zu sehen sind. Eigentlich hatte ich vor im Mai, nach Beendigung der Schonzeit, endlich mal einen vernünftigen Hecht auf die Schuppen zu legen. Aber auch dieses „Projekt“ zerschlug sich – ich hatte es fast befürchtet bzw. schon fast damit gerechnet.
Aber ich bin nicht unzufrieden mit der ersten Saisonhälfte. Den Grand Slam habe ich locker geschafft. Ich konnte sowohl einen Bachsaibling und Bachforellen auf der Habenseite verzeichnen, wie auch Regenbogenforellen, Äschen, kapitale Barben und Döbel. Der ein oder andere Schneider wurde ebenfalls releast und somit habe ich das allgemeine Artenspektrum unserer Mittelgebirgsflüsse, welches für den Fliegenfischer relevant ist, nahezu durch. Anbei einige Impressionen:

Daneben gab es auch am Rande des Tellers so einiges zu sehen / mitzunehmen. Wer mit offenen Augen am Wasser unterwegs ist, der kann so manche interessante Beobachtung machen. Auch diesbezüglich habe ich eine kleine Galerie zusammen gestellt:

Natürlich gabe es auch so manch ein „entomologisches Highlight“ am Fischwasser. Gerade diesbezügliuch habe ich die Kamera stets im Anschlag uind wenn gerade nichts beißen will, dann bin ich dankbar über jede Eintags- , Köcher- und Steinfliege, die dazu bereit ist Modell zu stehen. Auch hier habe ich einen kleinen Bilderbogen zusammen gestellt:

Schuldig bin ich bislang auch die Vorstellung der aktuellen Ausgabe des Magazins „Fliegenfischen“. Und das, obwohl ein direkter Bezug zum Inhalt besteht. Wieso? Nun, Radomir Mirkovic stekllt die Hausstrecke vom „Forellenhof“ in Eisenärzt vor……..und genau da soll es für mich und meine Familie (zumindest für den Großteil, denn der Sohn hütet Haus und Katze) in knapp vier Wochen auch wieder hin gehen. Ich hoffe Wetter und Wasserstand spielen mit!
Werfen wir zunächst einen Blick auf das Titelbild der Ausgabe:

Eine schöne, sommerliche Motivwahl, die Lust auf mehr macht! Nun der Blick auf das Inhaltsverzeichnis:

Notizbuch – Aktuelles aus der Szene
Ein Hoch auf den alten Haudegen – Thomas Wölfle beweist das der Bachflohkrebs immer noch zeitgemäß ist
Schätze aus der Fliegendose – Harald Bayler stellt die „Slowenennymphe“ vor – mit Bindeanleitung
Big C – Vitamin C für Lachs- und Meerforellenfischer! Bernd Kuleisa stellt die Cascade vor
Der perfekte Schuss – Johannes Radtke fereriert übder die richtige „Bewaffnung“ bei „Schussköpfen“
Der beste Knoten aller Zeiten – Michael Werner kennt ihn und stellt ihn vor – der Albright – Knoten
Feinheiten für die Fischchen – Fliegen – Roman Moser gibt Tipps
Guiding – Ein Selbstversuch – Ralf Kanstorf über die Arbeit als Guide
Leserbriefe – Briefe an die Redaktion
Momente – Der Axt-Mörder vom Lachsfluss
Gewässer-Guide – Österreich: Der Traun – Stau bei Gmunden; Deutschland – die Donau bei Ulm, die Weisse Traun bei Eisenärzt und die Agger bei Köln

und natürlich die Vorschau auf die Ausgabe 05/2017!!!

Ich möchte auch auf einen anderen literarischen „Leckerbissen“ hinweisen:
Lange wurde es geheim gehalten und wie eine Bombe schlug die Nachricht ein. Der Blogbetreiber von Forelle & Äsche (Tankred Rinder) hat mit einigen namhaften Co – Autoren ein Buch heraus gebracht und war nebenbei auch selbst als Verleger tätig. Der Titel läßt einiges erwarten: „Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt“!
Mit Sven Ostermann und Alexander „Flybei“ Keus hat Tankred namhafte und sehr fähige Co – Autoren gefunden. Veit Dresmann hat für die entsprechende Gestaltung und die Illustration gesorgt. Selbst namhafte Größen der Szene, wie Oliver Edwards, Roman Moser, Paul Procter, Michael Wenzel und andere kommen zu Wort oder tragen ihren Teil an Tipps und Tricks bei.
Folgende Links möchte ich diesbezüglich empfehlen:
Das Buch: Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt
Nymphenfischen: Geheimnisse entlarvt – Ritterschlag erhalten
Soll es richtig werden, mach es selbst: Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt
Sobald ich mir selber einen Eindruck machen konnte, werde ich das Buch natürlich ausführlich vorstellen und es in diesem Zug auf Herz und Nieren prüfen. Ich denke aber, das nur wenig Anlass zur Kritik besteht. Dafür kenne ich Tankred, Sven und Alex nur zu gut – die machen keine halben Sachen!
Übrigens……HIER kann man das Buch direkt bestellen – sicherlich der schnellste Weg, um gegebenenfalls wichtige Erkenntnisse mit in den verdienten Sommerurlaub mitnehmen zu können.
Werde ich 2017 doch noch meinen Hecht fangen? Was bringt der Sommerurlaub? Kann ich die dürftige Bilanz an gefangenen Äschen deutlich aufpolieren oder ist der Bestand abermals stark rückläufig? Wird es (Umwelt)politisch in NRW endlich ein Umdenken geben, da nun (gottlob) wieder „schwarz/gelb“ das Sagen hat? Das sind Fragen die mich in der nächsten Zeit beschäftigen werden. Ich bin gespannt wie die Antworten aussehen!!!!

Viv la France……….

Schon seit geraumer Zeit schwelte in mir das Verlangen einmal die Domaine Sommedieue in Frankreich zu besuchen. Ich hatte viel darüber gehört, doch die lange Anfahrt und der exorbitant hohe Preis für eine Tageskarte schreckten mich bislang immer ab. Am Ostersonntag fasste ich mir dann doch ein Herz und nahm die „Expidition Edelforellenpuff“ in Angriff.
Sommedieue ist ein kleines, verschlafenes Nest nahe Verdun im Departement Meuse, welches sich in der Region Grand Est (Lothringen) befindet. Das Örtchen befindet sich am nordwestlichen Rand vom Naturpark der Region Lorraine, welcher sich durch Höhenzüge aus kalkhaltigem Gestein, ähnlich dem Jura, auszeichnet.
Ein wenig verrückt muss man schon sein, um solch eine Tour als „Tagestour“ bewältigen zu wollen. Schon morgens um vier klingelte der Wecker. Um 5:00 Uhr sollte es dann los gehen. Doch die Geschichte fing schon gut an: Ich bemerkte das ich Frankreich nicht in der Software der Navi – App des Handys implementiert hatte. Also noch schnell die Frankreichkarte runterladen und ab ging die Post. Denkste…… aus irgendeinem unerfindlichen Grund hatte ich nun nur Frankreich gespeichert. Das bemerkte ich dann just in dem Moment, als ich losfahren wollte. Also Kommando zurück und Deutschland, Belgien und Luxemburg nachladen!
Verspätet um 5:45 Uhr ging es dann doch endlich los. Die Navi – App des Handys zeichnete sich nicht gerade durch herausragende Leistung aus, denn die ca. 370 Kilometer lange Route sah ein Abstecher ins Großherzogtum Luxemburg vor – völlig daneben!
Um 9:45 kamen wir dann an der Domaine Sommedieue (immerhin kannte die Software diesen POI) an und wurden von Bruno (Brüno) in gebrochenem Englisch begrüßt. Das alte, französische Landgut wirk auf den ersten Blick ein wenig heruter gekommen. Gerade so als wäre die Zeit stehen geblieben. Doch ein Blick in die Räume offenbart Stil und Sauberkeit. Die Domaine ist nicht nur ein „Angelpark“, sie beinhaltet auch ein beliebtes Restaurant.
Die Anlage selber besteht aus 4 Seen (in Frankreich werden sie Reservoire genannt) und einem Fluss- / Bachlauf. Ein erster Blick darauf ließ mir die Spucke weg bleiben. Schon der Hauptsee zeichnete sich durch glasklares, smaragdgrün schimmerndes Wasser aus, in dem überall Regenbogenforellen, Bachforellen und Saiblinge auszumachen waren.
Da juckte es natürlich in den Fingern und so machte ich schnell mein Getackle bereit und wagte die ersten Würfe. Zunächst knüpfte ich eine Iron Blue Dun an das Vorfach. Doch egal, wie ich mich bemühte…. ich konnte keinen der rastlos umherziehenden Fische ansprechen. Ich wechselte also auf eine Daddy Long Leg, denn die Domain zeichnet sich auch durch weitläufige Wiesengrundstücke aus. Da waren die Langbeiner den Fischen sicher nicht unbekannt! Nun konnte ich zumindest die Neugier der Fettflossenträger wecken – vereinzelt zumindest.
Zwei, drei Mal kamen Fische auf die Trockenfliege zugeschwommen, öffneten das Maul und ….. sobald die Fliege mit diesem berührt wurde drehten sie wieder ab. Sie waren sehr heikel und sehr selektiv. Vereinzelt sah man sie vorsichtig kleine helle Fliegen von der Oberfläche „nippen“. Die meisten nymphten jedoch. Also Taktikwechsel. Nun probierte ich eine Nassfliege (Olive Spider), welche mir in der Vergangenheit schon viel Fangerfolg eingebracht hatte…..doch vergeblich!!
Ich wechselte die Stellung (den Platz) und kehrte zur Iron Blue Dun zurück. Ein weiter Wurf hinaus auf den See und…….vorsichtig schob sich ein Maul aus dem Wasser und schlürfte die dar gebotene Trockenfliege ein. Der Anhieb saß und ab ging die Post! Es folgten einige wilde Fluchten. Davon jedoch eine zuviel! Mit einem dezenten Knall verabschiedete sich das Tippet. In der Folge gelang dann auch nicht mehr viel. Es wurde zudem zunehmend windiger.
Viel zu schnell verann die Zeit und eine Glocke mahnte zur Pause.
In der Tat wird um 12:30 Uhr in Sommedieue eine Glocke geläutet. Diese dient dazu den Fliegenfischern zu signalisieren, das es Zeit für das Dinner ist. Ein oppulentes Viergangmenü ist nämlich im recht hohen Tageskartenpreis von 97.-€ enthalten. Nicht fischende Gäste zahlen 28.- € für das Essen. Doch es lohnt sich an diesem Menü teil zu nehmen. An diesem Tag gab es zunächst einen Spargelauflauf, der sehr delikat war. Erstaunlich, denn ich mag ja eigentlich gar keinen Spargel!!! Die nächste Runde wurde durch Schweinefilets mit gebackenem, gemischten Gemüse eingeläutet. Das Fleisch war butterzart und echt der Hit. Dann gab es einen delikaten Camambert mit Weißbrot, wie ich ihn bislang selten geniessen durfte und als Nachtisch hat man uns hauchdünn geschnittene Ananasscheiben mit Vanilleeis serviert.
Frisch gestärkt widmete ich mich nun wieder den Salmoniden. Zunächst kehrte ich an den Spot zurück, wo mir vor dem Mittagessen der Regenbogner abgerissen war. Erneut präsentierte ich die Trockenfliege weit raus im See. Aufgrund des Windes und des Wellengangs war es kein leichtes Unterfangen die Fliege stets im Blick zu halten. Sehr zögerlich erfolgte ein weiterer Biss. Anhieb…. und der Fisch hing! Dieses Mal machte ich es besser und ließ keine langen Fluchten zu! Nach quälend langen Minuten konnte ich meine erste „Sommedieue – Forelle“ keschern. Ich hakte sie ab und…….Grand Merde (Große Scheiße) – beim zurücksetzen drehte sie bäuchlings und blutete wie ein abgestochenes Schwein! Weiß der Teufel warum. Ich kescherte den hilflosen Todeskandidaten also erneut und erlöste diesen.
Gottlob sind zwei Forellen bis 2 kg Stückgewicht im Ticket enthalten. Ich ging also zum „Ausnehmeplatz“ (auch dieser ist vorhanden), versorgte den Fisch und verbrachte ihn in die Tiefkühltruhe (auch diese steht den Anglern zur Verfügung).
Danach wechselte ich zum 2. See und erlebte dort eine spannende und kurzweilige Fischwaid. Auch dieser glänzte durch eine Wasseroberfläche, die meist wie Blei da lag. Kaum ein Ring zeichnete sich an der Oberfläche ab….kein Schlupf „vitalisierte“ die umherziehenden Fische. Somit war es immer wieder spannend zu sehen, wenn sich ein Fisch unter die Fliege schob und im Zeitlupentempo die Fliege einschlürfte. Man sah lediglich den Oberkiefer, der die Wasseroberfläche durchbrach. Derart dezent, das nicht mal ein deutlicher Ring entstand. Eine Ausnahme gab es jedoch. Eine feiste Regenbogenforelle machte es ganz anders:
Ich wollte neu einwerfen und holte die Fliege ein. Dabei zog ich die Trockenfliege unter Wasser. Dann bildete sich hinter meiner Fliege urplötzlich eine fette Bugwelle. Überrascht hielt ich inne. Als ich wieder anzog blickte ich direkt in das Maul einer großen Regenbogenforelle, die komplett mit dem Kopf aus dem Wasser kam. Ich konnte sogar die Kiemenreusen erkennen. Wieder hielt ich inne, weil ich ihr die Fliege regelrecht aus dem Maul gezogen hatte. Nun zug ich die Fliege erneut heran und eine erneute Attacke der Forelle führte zum Erfolg. Doch die Sache nam keinen guten Lauf…..auch sie verabschiedete sich nach einem Tippetbruch. Wieder hatte ich zuviel Raum für Fluchten gegeben. Wenn dann ein großer Regenbogner richtig Gas gibt, gerät das Material an die Grenzen.
Bis zum späten Nachmittag konnte ich vier weitere der heiklen und selektiven Regenbogner verhaften. Diese sind in übrigens enormen Größen präsent. Auch die Bachforellen haben eine stattliche Größe. Exemplare bis 60 / 70 Zentimeter schwammen mir über den Weg.
Ich wollte mir aber unbedingt noch kurz den dritten See der Anlage ansehen. Als ich ihn erreichte blieb mir die Spucke weg. An einem Mönch standen etliche große Regenbogner und zwei Saiblinge, von denen der größere Gardemaß hatte. Ich setzte alles auf eine Karte und warf ihn an. Mist…..die Fliege ging auf Tauchstation! Ich zupfte sie ohne Erwartungen heran, direkt an ihm vorbei. Dann überraschend seine Attacke!!! Die quitierte ich mit einem Anhieb und der Fisch hing. Nach bangen Minuten lag ein Saibling von 50+ vor mir im Unterfangkescher – Petri Dank!!! Der erste in diesem Jahr und dann noch solch ein Prachtexemplar.
Es war nun schon fast halb sechs Uhr abends und ich versprach meiner Frau das ich nach dem nächsten Fisch Feierabend machen würde. Kaum zehn Minuten später machte eine kleinere, aber dafür prächtig gefärbte Regenbogenforelle das halbe Dutzend voll.
Da mir Stammgäste der Domaine versichert hatten, das es an dem Tag sehr schwierig war, konnte sich mein Ergebnis doch sehen lassen: Ein halbes Dutzend Regenbogenforellen bis hin zu einer 50+ und dazu noch ein Saibling von mehr als 50 Zentimeter!
Zufrieden packte ich ein und schwatzte noch eine Runde mit Bruno, bevor es dann wieder auf die anstrengende Heimreise ging. Herz, was begehrst du mehr? Ein Tag mit anspruchsvoller und spannender Stillwasserfischerei hatte einen krönenden Abschluß gefunden.
Ich werde sicherlich wieder zurück kehren. Ich mag gar nicht daran denken was an der Domaine Sommedieue zur Maifliegenzeit los ist. Der Flusslauf der Anlage hat den Charakter eines Chalkstreams und auch der lehmig, kalkige Boden der Teiche und Seen wird sicher für nennenswerte Schlüpfe der größten Eintagsfliegenart sorgen. Nun zu den Impressionen vom Ostersonntag:


Nachfolgend ein paar Fakten zur Domaine Sommedieue:
Lage:
Nahe Verdun im Departement Meuse (Grand Est / Lothringen)
Adresse und Kontakt:
Lodge of domaine de Fly In Sommedieue
Bruno Fenaux
Rue du Parc 9-17
F-55320 SOMMEDIEUE
fly.in.sommedieue@wanadoo.fr
Tel.: +33 (0)3 29 85 78 70 / +33 (0)6 22 61 17 40
Preise:
97.- € am Tag (inkl. Mittagessen) / 28.- € nichtfischende Gäste (Mittagessen)
Gewässer:
Vier Teiche und Seen, sowie ein Flusslauf
Besatz:
Bachforellen, Regenbogenforellen, Bachsaiblinge, vereinzelt Äschen (Flusslauf) und (angeblich) wenige Taimen im Hauptsee – alle Fischarten in teils kapitalen Größen
Ergänzende Informationen:
Der Kartenpreis beinhaltet die Mitnahme von 2 Regenbogenforellen bis zu einem Stückgewicht von 2 kg. Ein Platz zum versorgen der Fische und eine Tiefkühltruhe für die Gäste sind vorhanden. Im Haus befindet sich ein Restaurant, sowie ein Stetson – Shop. Gästezimmer sind gerade in Bau. Wochenend – Arrangements möglich (zwischen 230.- € und 285.- € für eine Übernachtung mit 2 x Lunch, 1 x Dinner, 1 x Frühstück in der Lodge und zwei Tage fischen).
Maximal 15 Fischer je Tag (limitiertes Kartenkontigent)!

Bruchtest bestanden………..

Am vergangenen Wochenende ging es für mich zum ersten Mal in diesem Jahr an die Ahr. Dieser schöne Mittelgebirgsfluß, der über Kilometer von malerischen Weinbergen gesäumt ist, war einst der Anlass für mich mit der Fliege zu fischen.
Die Erwartungen an die Fischerei waren aufgrund des schönen, milden Wetters recht hoch. Allerdings hielten sich die Kontakte mit den rot getupften Schönheiten doch ziemlich in Grenzen. Ich konnte zwar 5 Bachforellen verhaften, von denen zwei jedoch gerade einmal 20 Zentimeter maßen, aber für solche Bedingungen war die Ausbeute meiner Bemühungen eher als „bescheiden“ zu betrachten.
Irgendwann kamen mir die beiden großen Barben wieder in den Sinn, die ich im letzten Jahr dort verloren hatte und ich wollte noch einmal versuchen den „Bonefish für Arme“ zu fangen. Also wechselte ich Strategie und Platz und widmete mich den Bartelträgern aus der Ahr. Ich machte an gewohnter Stelle eine Schule kapitaler Barben aus und servierte ihnen eine schwere Tungsten-Hasenohrgoldkopfnymphe in Größe 8. Schon nach wenigen Drifts bleib die Schnur stehen. Aus Reflex setzte ich den Anhieb. Mist…. Hänger. Die Nymphe hatte sich wohl an einem großen Felsblock festgesetzt, der vor mir im Wasser auszumachen war. Ich veruchte also mit Leerwürfen Schnur vor den Stein zu legen, um diese durch gegenläufigen Zug frei zu bekommen. Manchmal klappt das ja. Doch der Erfolg blieb aus. Ich zerrte wieder an der Schnur. Doch was war das? Fast unmerklich bewegte sich der vermeintliche Hänger ein wenig stromauf. Ich verstärkte den Zug und das war wohl die Initialzündung für den Hänger mit mir ein Kräftemessen auszutragen, denn dieser nahm nun Fahrt auf. Der Hänger stellte sich nämlich als kapitale Barbe heraus. Bislang stand es aus dem Vorjahr noch 2:0 für Barbus barbus – Wie würde das Scharmützel nun ausgehen?
Zugegeben, ich fühlte mich angesichts der puren Kraft des Fisches bisweilen etwas hilflos. Zu Anfang konnte ich nur reagieren, nicht kontrollieren. Wenigstens gelang es mir die Barbe von Buschwerk und Ästen im Wasser fern zu halten. Erst mit zunehmender Ermüdung erlangte ich mehr und mehr Kontrolle. Die Rute bog sich dabei gefährlich im Halbkreis. Erstaunlich was so eine Fliegenrute alles abkann! Ein wenig Angst und Bange war mir schon zumute, denn die WINSTON Air ist ja nicht gerade das kostengünstigste Vergnügen. Nach unendlich scheinenden Minuten konnte ein Fischerfreund dann helfend eingreifen und kescherte das Prachtstück. Mit 68 Zentimetern und gut 5 1/2 Pfund stand sie nun an der Spitze meiner Fangstatistik, was diese Fischart anbetrifft!
Die Rute hatte ihren Bruchtest bestanden und den Belastungen stand gehalten. Somit stand fest: Sie wirft sich nicht nur sehr gut, sondern hat auch im Drill beste Eigenschaften, die sie auszeichnet.
Doch ich steckte nicht auf und befischte die Barbenschule weiterhin. Schon kurz darauf ein ähnliches Bild: Die Schnur blieb stehen und meinen Anhieb quitierte eine Barbe mit dem unaufhaltsamen Drang stromauf zu ziehen. Abermals musste ich alle Register ziehen. Doch auch nun ging ich als Sieger aus dem Duell hervor: Barbe 61 Zentimeter mit guten zwei Kilogramm!
Das war meine dritte Ahrbarbe und die Revanche bezüglich der Ereignisse vom Vorjahr war gelungen. Ich glich zum 2:2 aus.
Nach dem zweiten schweißtreibenden Drill widmete ich mich allerdings wieder der feinen Fischerei. Etwas flussab stiegen regelmäßig Fische. Die verhaltenen und relativ dezenten Ringe ließen mich etwas vermuten, absolut sicher war ich mir aber nicht.
Ich knüpfte also eine Iron Blue Dun in Größe 14 ans Vorfach und warf die Ringe an. Erst nach etlichen Versuchen (meist Verschlug ich den Biss) gelang es mir einen Fisch zu haken.
Dieser bestätigte dann aber meine Mutmaßung……..ich konnte eine prächtig gefärbte Äsche keschern. Was für ein Tag! Der Weg ins schöne Ahrtal hatte sich mal wieder so richtig gelohnt!!

Auch der folgende Karfreitag wurde von mir fischereilich genutzt. Zusammen mit meinem Fischerfreund Werner ging es an unsere Vereinsstrecke, der Rur bei Düren. Inzwischen war das Wetter wieder deutlich schlechter geworden, wie am Wochenende zuvor. Deutlich frischere Temperaturen sorgten nicht gerade für Behagen und die „Frühlingsgefühle“ waren vorerst auf Eis gelegt. Jegliche Versuche mit der Erfolgsfliege (ein Olive Spider) vom letzten Besuch zu punkten, schlugen fehl. Immer wieder sah man die Ringe steigender Fische, doch im Gegensatz zum letzten Mal ignorierten diese die Nassfliege. Also wechselte ich auf einen schwarzen Klinkhammer. In der Folge konnte ich dann auch 4 Regenbogenforellen mit Pfannenmaß verhaften. Allerdings stellt sich mir inzwischen die Frage wo die Bachforellen abgeblieben sind. Tendenziell sind sie dort in der deutlichen Überzahl. Bislang machen sie sich allerdings bei mir äußerst rar. 8 Regenbogenforellen stehen gerade mal einer Bachforelle statistisch gegenüber. Trotz der frischen Temperaturen von gerade einmal 15° Celsius waren den ganzen Tag Eintagsfliegen und vereinzelt mittelgroße, gelbe Steinfliegen zu beobachten. Abends konnte man sogar dem Hochzeitstanz eines großen Schwarms von „Red Spinnern“ beiwohnen.

Für den morgigen Ostersonntag habe ich mir etwas ganz besonderes und ausgefallenes vorgenommen. Es soll für mich nach Frankreich gehen. Dort habe ich vor mir die „Domaine Sommedieue“ einmal anzusehen. Die Anlage verspricht hervorragende Stillwasserfischerei mit einem fast schon versnobten Ambiente. Mal sehen ob sich die weite Anreise (über 300 Kilometer) und der hohe Kartenpreis (fast 100 .- €) rentiert. Der Quellsee im Elsass soll stattliche Regenbogenforellen, Bachforellen und Saiblinge beherbergen. Ich werde natürlich ausführlich berichten!

Unterwegs in Sachen Fliegenfischen……..

Die letzte Woche hatte es in sich. Zum einen war ich am Wasser unterwegs und zum anderen besuchte ich die „Erlebniswelt Fliegenfischen“ (kurz EWF) in Fürstenfeldbruck.
Obwohl ich meist im Rahmen einer Fahrgemeinschaft den täglichen Arbeitsweg nach Köln in Angriff nehme, kommt es doch hin und wieder vor das ich mit dem eigenen Wagen zum Arbeitsplatz fahren muss.
Diese Gelegenheiten nutze ich jetzt, weil die Schonzeit ja gottlob Geschichte ist, um meiner Vereinsstrecke in Düren fischereilich einen Besuch abzustatten. Da der Umweg nur ca. 30 Kilometer beträgt, nutze ich bei vernünftigen Verhältnissen den Spätnachmittag bzw. den frühen Abend für eine Auszeit an der Rur.
So auch am vergangenen Freitag. Bei besten Verhältnissen (wenn man vom sehr niedrigen Wasserstand absieht), startete ich nach Feierabend durch und nahm eine Auszeit an meinem Heimatgewässer. Die Erwartungen waren niedrig, denn die ersten drei Fischzüge waren sehr ernüchternd ausgefallen. Umso erstaunter war ich das nun der Bär tanzte.
Ich konnte innerhalb kurzer Zeit fünf Forellen verhaften. Bis auf eine kleine Bachforelle alles Regenbogner und ebensoviele verlor ich während des Drills bzw. direkt nach dem Anhieb. Das war mitnichten eine Entschädigung für dier vergangenen frustrierenden Tage in den Fluten der Rur, wo ich jeweilks nur einen einzigen Kontakt je Tag hatte. Schlimmer noch……keinen einzigen Fisch konnte ich landen.
Eine jugendliche Regenbogenforelle von ca. 20 Zentimetern, eine Bachforelle in gleicher Größe und drei Rainies von +- 30 Zentimetern, dazu ein halbes Dutzend an Fischkontakten in Form kurzer Drills und das innerhalb von gerade mal innerhalb von drei Stunden – Herz was begehrst du mehr?


Zufrieden nahm ich also am darauf folgenden Samstag (einen Tag später), gemeinsam mit Susanne Zaparty und Dirk Busch den Besuch der EWF in Angriff. Früh morgens ging es vom Bergischen Land in Richtung Münchener Vorland. Nach ca. 6 Stunden fahrt kamen wir gegen Mittag an.
Ehrlich gesagt habe ich von der Messe am ersten Tag nicht viel gesehen. Auf Schritt und Tritt traf man Bekannte, Freunde und Kollegen. Hier ein Plausch, da ein Schwatz…..die Zeit verging wie im Flug. Vom tollen Programm habe ich am 1. Tag überhaupt nichts mitbekommen. Ab und an gönnte ich mir ein leckeres Weißbier – ansonsten stand der Samstag voll und ganz in Diensten der Kontaktpflege!
Viel zu schnell verkündete dann eine Lautsprecherstimme das Ende des 1. Messetages. Mit einer Gruppe ging es dann, nach dem einchecken ins Hotel, zu einem Restaurant in der Nähe, wo wir noch ein paar heitere Stunden bei Speis und Trank verbrachten.
Am Messesonntag widmete ich mich dann schon verstärkt diversen Wurfdemos und den Fliegenbindern in den heiligen Hallen des ehemaligen Klosters. Auch 2017 waren wieder zahlreiche Experten und Spezialisten aus der Szene vor Ort und boten ein tolles Programm. Besonders beeindruckend waren die Wurfdemos und Vorträge von Martin Clemm, der eindrucksvoll zeigte, das auch Menschen mit körperlichen Handicaps durchaus die Fliegenfischerei betreiben können. Sehr humorvoll, wie immer, hielt Christopher Rownes seine Demo ab. Der Wahlschweizer mit britischen Wurzeln sorgte wieder für zahlreiche Lacher am Wurfpool. Als dann auf seine Frage, warum die Forelle denn schlechte Laune hätte und nicht beißen will aus dem Publikum der Zuruf „Wegen dem Brexit!“ erfolgte, ertönte schallendes Gelächter.
Wieder mit dabei war Ken Middlemist, der seinerzeit beruflich für Hardy Lachsfliegen gebunden hatte……und das aus der Hand und ohne Bindestock. Man kennt ihn aus dem Film „The Lost world of Mr. Hardy“. Zum ersten Mal dabei war Konstantin Karagyozov aus Bulgarien. Eine seiner Fliegen hatte ja eine wichtige Rolle bei „Fliegenfiascher mit Herz“ gespielt – die Kody’s Shrimp. Gefreut habe ich mich auch über meine erste persönliche Begegnung mit Corinna Leppin vom Magazin Fliegenfischen. Ansonsten kannte ich die stets gut gelaunte Hamburgerin ja nur durch den telefonischen Kontakt.
Für die Besucher in Fürstenfeldbruck gab es natürlich auch ansonsten viel zu sehen. Gerät und Material ohne Ende und auch zahlreiche Urlaubsdestinationen wurden feil geboten. So stellte auch ein bosnischer Anbieter aus und ich war schon angenehm überrascht einige Gesichter von meinem Trip im letzten Jahr wieder zu sehen. Da Bilder oftmals mehr sagen, wie tausend Worte nachfolgend einige Impressionen:

Mit einer neuen Rute im Gepäck, der WINSTON Air in 9′ und Klasse #5, die ich bei Flyfishing Europe geholte hatte, trat ich am Montag zusammen mit Dirk und Susanne den Heimweg an. Natürlich juckte es nun in den Fingern und so stand ich schon am darauf folgenden Mittwoch wieder im Wasser der Rur, um die ersten Würfe mit dem neuen Gerät zu wagen. Leider waren die äußeren Bedingungen dieses Mal nicht so gut wie am Freitag zuvor. Dennoch drillte ich schon nach wenigen Würfen die erste Regenbogenforelle. Die neue Rute sollte sich also sehr schnell bewähren. Danach war aber Schluss mit lustig und das Flossenwild entzog sich meinen Nachstellungen. Erst der Wechsel auf eine Klinkhammer lockte dann eine weitere Forelle hoch. Diese schlitzte dann aber leider während des Drills aus.


Apropos Rur……in der aktuellen „Fliegenfischen“ stelle ich den schönen Fluss ausführlich vor. Zu lesen ab Seite 66. Kommen wir doch zur aktuellen Ausgabe des Printmagazins. Hier der Blick auf das Titelbild:

Inhaltlich bietet das Heft folgende Themen:

Frisches Grün und neuer Schnee – Thomas Wölfle über die Forellenfischerei im April
Auch starke Forellen haben schwache Momente – Harry Bayler fängt die großen mit der Trockenfliege
Sasa’s Maifliegen – Radomir Mirkovic stellt ein Maifligenmuster von Sasa Stosic vor
Sternstunden im Stillwasser – Steffen Schulz über die Hecht- und Zanderfischerei in Talsperren
Die Beutetiere der Meerforelle – Terkel Broe Christensen kennt sie und stellt sie vor
Die neue Klasse für die Küste – Bernd Kuleisa empfiehlt die Klasse #6
Fischchen – Fliegen – Streamer? Roman Moser kennt gute Gründe dafür
Leserbriefe – Briefe an die Redaktion
Momente – Winziger Fisch, großer Moment
Gewässer-Guide – Italien: Operastion Marmorata am Eggentaler Bach und Passer; Deutschland – Alb im Nordschwarzwald und die Rur in der Nordeifel und am Niederrhein; Norwegen: Gjøvik, Hemsedal und Hardangervidda; Island: Valsna und Haidarvatn; Österreich: Bregenzerwald und Voralberg

und natürlich die Vorschau auf die Ausgabe 04/2017!!!