Fangerfolg mit Wunderfliegen…………

……..so wird Leon Janssen’s Buch „Fliegenfischen“ untertitelt. Der symphatische Künstler aus den Niederlanden, inzwischen bei Maastricht in Belgien wohnhaft hatte einmal die Vision den Spagath zwischen Low End und Hugh End zu wagen. Er hatte, genauso wie ich, erkannt das es bezüglich der Literatur mit dem Themenbereich „Entomologie“ in Europa nicht gut aussieht (jetzt wohl aussah?).
Es gibt entweder Titel, die sich eher auf die englische Insel beziehen, oder aber die zu „oberflächlich“ sind bzw. für viele zu sehr ins Detail gehen. Als Beispiel sei hier „Entomologie für Fliegenfischer“ von Reisinger, Loidl und Bauernfeind genannt. Das Buch ist Legende, ohne Fehl und Tadel und absolut perfekt hinsichtlich Inhalt und Layout…..aber – und hier liegt der Hund begraben: Es ist sehr wissenschaftlich gehalten! Sachlich korrekt, aber ebenso trocken wird auf kleinste Details eingegangen. Nach dem Studium kann man bezüglich der Insektenkunde für die Fliegenfischerei wirklich „mitreden“!
Viele Fliegenfischer schreckt so ein geballtes Wissen, welches natürlich auch jede Menge „uninteressante“ Informationen enthält, einfach ab. Aus meiner sunjektiven Sicht ist das Kompendium dagegen Gold wert.
Leon dachte sich also: Es muss etwas neues her! Ein Missing Link, welches den Leser nicht mit Informationen überfrachtet und ergänzend auch noch ein wenig unterhaltend ist.
In Eigenregie legte er „Vliegfissen – Wondervliegen 1“ in niederländischer Sprache auf. Das Buch wurde sehr gut angenommen und so war der Schritt zur 2. Ausgabe „Vliegfissen – Wondervliegen 2“ nur eine Frage der Zeit. Auch dieses Buch entpuppte sich in den Beneluxstaaten als „Verkaufsschlager“.
Irgendwann reifte dann die Idee das Buch auch in Deutschland bzw. in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Mit KOSMOS fand sich ein entsprechender Verlagspartner.
Das Konzept war gut – ein Buch bezüglich der Thematik Entomologie und Fliegenbinden, welches anhand von Erlebnissberichten unterhaltsam aufgelockert wird! Den Fliegen Kontinentaleuropas würde so wesentlich besser gerecht getan werden, ohne so stark in Detail zu gehen wie im weltbekannten Standardwerk vom Walter Reisinger, Erhard Loidl und Ernst Bauernfeind, die wohl damit eine unerreichbare „Latte“ gesetzt hatten, gleichzeitig aber sehr wissenschaftlich vorgegangen sind.
Nun…..Leons Buch ist gut geworden, sehr gut sogar, offenbart aber auch ein paar kleine Schwächen, die erklärbaren Umständen geschuldet sind. So wurde es hinsichtlich der Übersetzung aus dem Niederländischen terminlich sehr eng, zu eng sogar. Einige Textpassagen lesen sich somit etwas holprig oder aber es sind Redewendungen aus den Niederlanden verwendet worden, die man in Deutschland nicht kennt und deren Sinn sich bei einer 1 zu 1 -Übersetzung nicht automatisch erschließen. Desweiteren hat man vom Verlag aus auf das Originallayout der niederländischen Ausgabe verzichtet und sich lediglich an dieses angelehnt. Keine glückliche Entscheidung, denn ich konnte die Originalausgabe sichten und empfand sie subjektiv als „besser“.
Leon hat viele Jahre über seine Erlebnisse und die angetroffenen Insekten akribisch Buch geführt und die Erkenntnisse in seinem eigenen Buch niedergeschrieben.
Ich denke das dieses, trotz kleiner Schönheitsfehler, ein gutes Buch für den ambitionierten Amateur geworden ist. Leon erklärt in Grundzügen worauf es beim Fliegenfischen ankommt, beantwortet Fragen wie: Wie sieht der Fisch die Fliege) Was sind die Schlüsselreize für Äsche und Forelle? Desweiteren erklärt er die Insekten, die für den Fliegenfischer interessantsind, ohne dabei allzu wissenschaftlich zu werden. Aufgelockert wird das Buch anhand der Schilderung eigener Erlebnisse. Somit läd es zum Weiterlesen nahezu ein, da es irgendwo unterhaltend ist und man die dort geschilderten Erfahrungen automatisch mit den eigenen vergleicht.
Nun gut….auch ein Buch wird irgendwo subjektiv gestaltet. Leon ist ein Trockenfliegenpurist, der am liebsten mit der Gespliessten unterwegs ist. Folglich finden Streamer bzw. Nymphen in dem Buch kaum Beachtung. Den modernen European Nymphing – Methoden vermag er gar nichts abgewinnen zu können…..hat diesbezüglich sogar Angst, das diese Methoden den (Fisch)Beständen schaden.
Teilweise hat er aber auch bei einigen Kollegen mit dem Werk angeeckt, was ich aus meiner Sicht nicht wirklich nachvollziehen kann.
Für mich ist das Werk eine willkommene Ergänzung meiner Literatursammlung. Leon beschreibt die wichtigen Arten und unterscheidet nicht in der Fliegengruppe, sondern geht Anhand der Jahreszeiten und der dann zu erwartenden Fliegenfauna vor – meiner Meinung nach ein gutes Konzept!
Am Ende hat er dann im Verlauf des Jahres 42 Fliegenmuster vorgestellt und diese im Rahmen von Bindeanleitungen vorgestellt – ebenfalls ein nachvollziehbares Konzept!!!
Die ein oder andere kleinere Unzulänglichkeitbzw. der ein oder andere Fauxpas sind nicht der Rede wert. Ich kann das Buch nur empfehlen. Genau betrachtet ist es aber nichts für blutige Anfänger und Vollprofis wären mit der „Entomologie für Fliegenfischer weitaus besser bedient. Eine Zusammenfasung / eine Rezension ist hier zzu finden:
http://www.fliegenfischen-europa.de/Fliegenfischen_Wunderfliegen.htm

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Eine weitere Neuigkeit betrifft die aktuelle Ausgabe (Nr. 48) des Magazins Fisch & Fliege. Werfen wir zunächst einen Blick auf das Titelbild:

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Inhaltlich bietet das Magazin folgende Themen:

PRAXIS
Äsche On The Rocks –  Christian Siegler und Dirk Nestler fischen im Winter auf Fahnenträger
Fischen mit Sinkern – Andre Scholz zeigt die Hochwassertaktik auf Lachs Teil 2
Hürdenläufer – Mit kleinen Sprüngen zum Biss kommt Peter Corzilius
Einfacher Einstieg –  Dieses Mal thematiesiert Elmar Elfers das Vorfach
Eiskalt erwischt – Steffen Schulz fischt mit dem Belly Boat auf Hecht & Co.
Ein Fall für Spinner – Vorfreude auf die nächste Saison erzeugt Hans Eiber
Bissfest – dieses Hechtvorfach von Georg Christel hält

REISE
Wahr gewordener Traum – Georg Christel fing seinen Traumfisch in Slowenien – Gigant aus der Sava
Irgendwo im Nirgendwo – Elmar Elfers und Guide Jesper Larsson fischten auf farbenprächtige Saiblinge in Schwedens Norden
El Dorado – Action in Bolivien – Günther Kast fischte auf die legendären Raubsalmler
Silbermine Oslofjord – 10 Topspots in Norwegen beschreibt Rasmus Ovensen
Donegal – Bernd Taller weiß wo die Loughs locken

FLIEGENBINDEN
Haarige Angelegenheit – Alles über das Rehaar erklärt Barry Ord Clarke – Teil 1
Happen für Huchen – Rainer Roth bindet ein Muster für die ganz Großen
Was kreucht und fleucht – Igor und Nadica Stancev imitieren mit der „Blue bottle die Schmeißfliege

REPORT
Unbekannte Schönheit – Die Weichmaulforelle….Hans van Klinken fing sie im Süden Bosniens

GERÄT
Im Langzeittest – Der Creek -Watschuh von Andrew
Im Langzeittest – The Snip Long Nose von Boomerang
Produkte – Neues am Markt

LESERAKTIONEN
1000fliegen.com – Lesertest – Auswertung Perdigon – Nymphen
Die Seelen auf Reisen – Berichte der Gewinner

NEWS
News – Aktuelles aus der Szene

und natürlich die Vorschau auf die Ausgabe Nummer 49

Zum Fisch des Jahres 2017 in Deutschland wurde die Flunder gewählt. Alles Wissenswerte findet Ihr unter der Adresse  http://www.fliegenfischen-europa.de / Fisch des Jahres 2017.

Unsere österreichischen Nachbarn erkoren dagegen den Seesaibling zum zweiten Mal nach 2005. Ich zitiere:
„Vor allem mit einem Anstieg der Wassertemperatur in den Gewässern wird diese Fischart voraussichtlich am meisten Schwierigkeiten haben. Es ist von großem Interesse, was sich seither getan hat und wie es dem Seesaibling heute, 11 Jahre später, ergeht.
Der Seesaibling gilt als Relikt aus der letzten Eiszeit: er ist vor ca. 10.000 Jahren aus dem Norden eingewandert. Er lebt als Standfisch in kalten, sauerstoffreichen Seen. Die Hauptlaichzeit reicht vom September bis in den Jänner, als Laichplatz ist kiesiger, steiniger Untergrund, mitunter auch Bereiche von Bacheinmündungen erforderlich. Während der Laichzeit sind besonders die Milchner auffällig und intensiv gefärbt – ältere Tiere können auch einen Laichhaken ausbilden. Ansonsten besteht je nach Gewässer ein großer Formenreichtum hinsichtlich Größe, Wachstum, Laichplätze und bevorzugter Nahrung.
Wie alle Salmoniden hat der Seesaibling eine langgestreckte Körperform, eine Fettflosse und kleine Schuppen. Der Rücken kann blau- bis graugrün oder braun gefärbt sein, die Flanken sind heller mit runden, hellen Punkten. Der Bauch ist weiß bis gelblich. Charakteristisch ist der leuchtend weiße Saum an den Vorderkanten der paarigen Flossen und der Afterflosse.

Im Speisefischhandel sind „Mischlinge“, wie etwa der Elsäßer Saibling (eine Hybridzüchtung zwischen See- und Bachsaibling) zu finden, da diese nicht laichreif werden, daher mehr Fleisch ansetzen und kaum verpilzen. Diese Arten sind nicht für Freigewässer geeignet und ein Besatz ist nicht erlaubt! Sie weisen Merkmale sowohl vom See- wie vom Bachsaibling auf.
Die Gefährdung des Seesaiblings besteht in einem Verlust von Laichplätzen (z.B. durch zu hohen Nährstoffgehalt – Eutrophierung; Verschlammung), der Gewässererwärmungund einer falschen fischereilichen Bewirtschaftung.“

Text und ©: Daniela Latzer, LFV Salzburg


WICHTIG!!! NUN NOCH DER HINWEIS AUF EINE HERZENSANGELEGENHEIT!!!!

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„Fliegenfischer mit Herz“ nennt sich eine Initiative, die ich 2014 zum ersten Mal aus der Taufe gehoben habe. Ich sammel Sachspenden, die mit dem Fliegenfischen zu tun haben und versteiger diese im Rahmen einer Auktionsserie höchstbietend. Der Reinerlös wird dem „Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e. V.“ überwiesen. Der ein oder andere unter euch wird sich vielleicht an die Berichte der letzten beiden Jahre erinnern. Bitte macht fleißig mit, trennt euch für den guten Zweck von ein paar Fliegen oder Gerätschaften. Vielleicht habt ihr auch eigene Pachtgewässer oder Fischereirechte und könnt mit einer Tageskarte für selbige etwas Gutes tun. Übrigens kommt hier wieder Leon Janssen vom Anfang des Blogbeitrages ins Spiel. Er hat mir eine signierte Ausgabe seines Buches zugesagt und wird wohl noch ein paar seiner Originalfliegen dazu legen. Auch andere Prominente der Szene sind mit im Boot – laßt euch überraschen!!!
Ansonsten könnt Ihr natürlich selber fleißig mitbieten, ein tolles Weihnachtsgeschenk für den Partner oder den Freund / die Freundin ersteigern oder euch damit selbst beschenken. Sehr informativ macht die Redaktion des Magazins „Fliegenfischen“ auf die Aktion aufmerksam: Schaut einfach mal hier nach!

In den nächstren Tagen gibt es detailiertere Informationen über die bisherigen Eingänge. Natürlich findet man tagesaktuelle Informationen auch im Rahmen der öffentlichen Facebookgruppe „Fliegenfischer mit Herz…..für krebskranke Kinder“!

Ein toller Hecht……..

Tja, liebe Leser des Blogs…….der Hecht und ich sind wohl unvereinbare Wesen auf diesem Planeten. Schon zu Zeiten als ich mit Grund- und Spinnrute die Gewässer im Umkreis unsicher machte, hatte ich das Gefühl das diese Fischart eine regelrechte Antiphatie gegen den Angler „Detlef Henkes“ hegte!
Ich kann mich eigentlich nur an zwei Fänge von Esox lucius erinnern. Einmal ging mir ein fingerlanges Exemplar an ein Madenbündel und ein anderes Mal schnappte sich ein 40,5 Zentimeter langer Jüngling den Mepps – Spinner.
Ansonsten – tote Hose.
Das einzige Mal, wo ich mal so einen richtig fetten Burschen (war wohl auch eher eine Dame) dran hatte, war beim Anangeln im vereinseigenen Baggerloch. Dort fischte ich auf die Besatzregenbogenforellen. Während des Drills einer guten Forelle von 30+ zog mir diese in Richtung Schilf. Plötzlich war Hängen im Schacht – Nichts ging mehr!
Ich zerrte an der einen Seite und etwas anderes an der anderen Seite der Leine. Mein erster Gedanke war, dass sich die doofe Forelle im Schilf verfangen hatte. Irgendwann war ich dann der Sieger hinsichtlich des Tauziehens. Ich drillte die Forelle zu Ende, kescherte sie und staunte nicht schlecht: Den Fisch hatte es mal so richtig zerrissen. Bissspuren, die deutlich breiter wie eine Hand waren säumten die Flanken des Fisches. Dabei waren diese auch richtig tief.
Kein Zweifel….. bei diesem Tauziehen war kein Schilf der Gegner gewesen, sondern ein kapitaler Hecht.
Nachdem ich dann vollends zur Fliegenfischerei gewechselt hatte, geriet der Hecht bei mir in Vergessenheit. Ich verschrieb mich der Fischerei auf Forelle und Co..
Irgendwann entschloß ich mich aber dazu, es einmal mit der Fliege auf Hecht zu probieren. Was soll ich sagen? Der gleiche Mist wie früher. Irgendwie finden Meister Esox und ich einfach nicht zusammen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich genau drei Mal mit der Fliege auf Hecht gefischt habe. Das letzte Mal an diesem Sonntag am Hariksee in der Nähe von Amern.
Wenn man erfogreicheren Kollegen Glauben schenken soll, dann laufen Hechte, oder sie fressen einfach nicht – stehen dumm in der Gegend rum.
Bin ich also immer zum falschen Zeitpunkt am Wasser? An mangelndem Einsatz sollte es an diesem Sonntag jedenfalls nicht gelegen haben. Ich hatte mit einem Freund ein Boot gemietet mit kleinem Elektromotor. Wir fuhren alle Hecht verdächtigen Stellen ab und präsentierten unermüdlich unsere Streamer. Doch Attacken blieben aus. Als der Wurfarm dann schmerzte und die Motivation am Boden war, cruisten wir schleppend über den ganzen See. Das Ergebnis war ebenso ernüchternd. Ich muss also weiterhin auf meinen ersten vernüftigen Hecht warten – egal ob auf Fliege oder sonstwie!
Jedenfalls haben wir die Berechtigung des Begriffes „Sport“ beim Wort „Angelsport“ deutlich und ausdrücklich untermauern können. Auch eine weitere Gesätzmäßigkeit konnten wir in Stein meißeln: Jeder Tag kann ein Angeltag sein, aber nicht jeder Angeltag ist auch ein Fangtag!
Dennoch war es, trotz bescheidener Wetterverhältnisse, ein toller Tag an der frischen Luft. Ein paar Impressionen will ich ebenfalls nicht vorenthalten. Auch wenn kein Fangfoto dabei ist:

Nun gut…..über Tage mit tollen Fängen berichten kann jeder. Ist es nicht ebenso gerechtfertigt auch einmal Misserfolge entsprechend aufzubereiten? Immerhin gibt es als tollen Aspekt, auch für einen „schneidertag“ immerhin noch die schönen Stunden an der frischen Luft.

Tags zuvor rief „Flyfishing Europe“, kurz „FFE“ zum großen „Fliegenbindetag“ am Möhnesee. Natürlich habe ich auch dieses Mal die weite Anreise nicht gescheut. Vier Gründe ziehen mich immer wieder auf die Hausmessen und Veranstaltungen des renomierten Geschäftes für Fliegenfischereibedarf:
1.) Mann kann von den geladenen Bindern und Werfern, die zweifelsfrei zu den Besten der Szene gehören, viel lernen und einiges mit nach Hause nehmen.
2.) Derartige Hausmessen und Veranstaltungen führen die Leute aus der Szene zusammen und ermöglichern den Austausch von Erfahrungen und Erlebnissen.
3.) Man vergisst für ein paar Stunden den Alltag und erlebt schöne Stunden unter Gleichgesinnten.
4.) Man knüpft neue Kontakte und pflegt die alten.
Ich denke, man kann auch dieses Mal wieder auf eine schöne und gelungene Veranstaltung zurück blicken – Unterhaltung garantiert! Natürlich habe ich auch hier zahlreiche Fotos gemacht:

Mit Wolfgang Wache, Günni Sareyka, Rob Dings, Rudy van Duijnhoven, John Peters und Theo van de Poll waren bekannte Binder am Start, die mit Rat und Tat zur Seite standen.
René Didßun, André Scholz, Stefan Schmid und Rudy van Duijnhoven vertraten die Wurffraktion und Stefan Schmid, sowie René Didßun standen als Markenrepräsentanten für Flyfish Europe (SIMMS, SCOTT, WATERWORKS-LAMSON, SCIENTIFIC ANGLERS, C&F DESIGN, SMITH Optics und OMNISPOOL) bzw. Salmologic zur Verfügung, um beratend tätig zu sein.
Ein tolles Event, was nach Wiederholung schreit!
Übrigens findet am 07.01.2017 das nächste Event bei FFE statt!!! Vielleicht sieht man sich dann ja?

Trari , trara……….der Herbst ist da

In jedem Jahr beschleicht viele unter uns Wehmut, denn der Oktober ist gewöhnlich der Monat, wo für die meisten Schluss mit lustig ist, denn: Die Schonzeit beginnt und die meisten Gewässer schließen!
Wer nicht großartig auf Hecht fischt bzw. das Privileg besitzt auf Winteräschen fischen zu dürfen hat nun schlechte Karten. Sukzessive droht von nun ein der alljährliche Schonzeitkoller. Da versprechen nur adäquate Gegenmaßnahmen Linderung: Fliegenbinden, Messebesuche oder aber gar ein gelegentlicher Trip an ein entsprechendes Put & Take – Gewässer. Letztere gibt es ja inzwischen auch speziell für Fliegenfischer – oftmals sogar mit Catch & Release – Gebahren.
In letzter Zeit war ich noch ein paar Mal am herbstlichen Vereinsgewässer. Ich hatte mich auf goldene Herbststimmung mit tollen Fotos gefreut, doch ich konnte die farbenprächtige Jahreszeit nur im Ansatz fest halten. Irgendwie spielten die Bäume nicht so recht mit und zeigten bis in die Schonzeit hinein ein schmutziges Grün. Doch dazu später mehr. Mit dem 5. Niederrheinischen Fliegenfischertag in Bedburg – Hau am letzten Samstag liegt nun auch das erste „Herbst – Event“ hinter uns. Familie Aben von Finest Flyfishing hatte wieder einmal zahlreiche Akteure organisiert und zum kurzweiligen „Happening“ geladen. Auch dazu später noch ein paar Bilder.

Vorab möchte ich, zugegeben etwas spät, zur Vorstellung der aktuellen Ausgabe des Printmagazins „Fliegenfischen“ kommen. Zunächst der Blick das Titelblatt:

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Wrelche Themen im Heft geboten werden? Hier der Blick auf den Inhalt:

Notizbuch – Neues aus der Szene
Herbstwasser – Roman Moser über eine erfolgreiche Herbstfischerei – mit Fliegentipp
No Risk, No Fun – 7 Hechtvorfächer im Härtetest von Wolfgang Stoltenberg
Die Farben der Fliegen – Walter Reisinger zeigt wie Fische die Fliegenmuster wahr nehmen
Shooting Duck – Sie fischen mit langer Leine oder Shooting Lines? Olaf Eberts Interessante Alternative zum Schnurkorb
Mit offenen Augen in den Untergang – Manfred Raguse mahnt vor den Folgen der exzessiven Lachs – Aquakultur
Das Wunder der Wupper – Lukas Schneider und Monika Sopalski stellen den Fluss im „Bergischen Land“ vor
Hook and Cook – Ingo Karwath meint das es neben Catch & Release auch sinnvolle Entnahme geben muss und präsentiert einige Koch – Ideen
Späte Forellen, frühe Huchen – Thomas Wölfle über die Fischerei auf große Regenbogner und frühe Huchen
Leserbriefe – Briefe der Leser an die Redaktion
Momente – Momentaufnahmen am Wasser
Gewässerguide – Deutschland: Bode im Harz; Italien: Trentino – Traumrevier in Tirol ; Schweden: Im Süden Schwedens auf Hecht Forelle und Lachs; Irland: An der Küste auf Wolfsbarsch; Island: Vatnsdalsa
…………und natürlich die Vorschau auf Ausgabe 7 / 2016

Die schönste Zeit am Wasser, zumindest was optische Eindrücke anbetrifft, ist wohl der Herbst. Wenn die Blätter der Bäume in allen Gelb- , Rot- und Brauntönen im Sonnenlicht erstrahlen………das hat schon etwas. Ich hatte mir daher fest vorgenommen den Oktober für die Herbstfischerei zu nutzen, um ein paar stimmungsvolle Aufnahmen zu machen.
Doch wurde enttäuscht. Irgendwie spielten die Bäume nicht mit und zeigten während der Saison eher ein schmutziges Grün, statt der erwarteten Farbenpracht. Auch die Sonne spielte an den Tagen, die ich am Fischwasser verbrachte nicht richtig mit. Dafür waren es die Äschen, die sich endlich mal häufiger zeigten. Während der Schlüpfe von kleinen Eintagsfliegen der Gattung Baetis und der Pale Waterys stiegen diese unerlässlich. Nachdem die Äschenbestände fast vollkommen eingebrochen waren, scheint sich der Bestand tatsächlich deutlich zu erholen. Gelang es mir in den letzten 5 Jahren nicht einmal auch nur eine Äsche in der Rur zu fangen, so gingen sie mir in diesem Jahr sporadisch schon im Sommer ans Band. Der Herbst erlaubte sogar eine gezielte Trockenfliegenfischerei auf die graue Lady!
Im Spätherbst kam ich zweimal an mein Vereinsgewässer. Doch auch im September war der ein oder andere Fischzug möglich. Nachfolgend ein paar Impressionen von der Fischerei auf Forelle und Äsche im September und Oktober:

Nachdem für mich am 20.10.2016 die Schonzeit begonnen hatte, stand am darauf folgenden Wochenende gleich der erste „Pflichttermin“ der noch jungen Schonzeit an – der 5. Niederrheinische Fliegenfischertag in Bedburg – Hau an der Borschelstraße. Familie Aben hatte wieder ein tolles Rahmenprogramm auf die Beine gestellt und etliche internationale Akteure aus den Beneluxstaaten und Deutschland geladen, um mit Bindedemos und Wurfdemonstrationen die Besucher zu unterhalten. Interessante Vorträge rundeten das ganze ab. So zeigte Rudy van Duinhoven, das man mit der Fliege auch den Blauhai befischen kann. Günni Sareyka widmete sich der Barbenfischerei mit der Fliegenrute und Leon Jannssen referierte passend zu seinem kürzlich erschienen Buch „Fliegenfischen – Fangerfolg mit Wunderfliegen“. Immer wieder schön empfinde ich die Gelegenheit bekannte Gesichter wieder zu sehen und Erfahrungsaustausch zu betreiben. Gute Laune und Frohsinn sind in der Regel vorprogrammiert. Bei der Gelegenheit konnte ich auch einige Objekte für die Benefiz – Aktion „Fliegenfischer mit Herz…….für krebskranke Kinder“ zu Gunsten vom „Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e. V. eintüten. Darunter auch (laut eigenen Angaben) die „wertvollste Klinkhammer der Welt“ – von Hans van Klinken mit Fibern der Schwungfeder eines Weißkopfseeadlers höchst selbst gebunden! An dieser Stelle noch einmal einen großen Dank an alle „Stifter“ für den guten Zweck! Nach folgend ein paar Impressionen:

Im November stehen wieder einige Dinge an. So erscheint mit der Ausgabe 07 / 2016 die Reiseausgabe des Magazins „Fliegenfischen“ und es steht auch die Ausgabe 48 vom Printmagazin Fisch&Fliege in den Startlöchern. Zu guter letzt wird bei Flyfishing Europe, kurz FFE, der große Fliegenbindetag am Möhnesee stattfinden. Ich denke das ich auch von dort berichten werde, also:………Stay tuned!!!!

Ich bin wieder hier………

„Ich bin wieder hier…….in meinem Revier“, so titelte einst Marius-Müller Westernhagen. Zugegeben, von mir gab es zuletzt sowohl im Rahmen des Blogs, als auch hinsichtlich der Webseite www.fliegenfischen-deutschland.de wenig neues. Vor noch nicht einmal zwei Monaten hätte ich auch niemals damit gerechnet, dass sich mein Leben total verändern würde. Somit bin ich nicht dazu gekommen fischen zu gehen (bis auf eine Ausnahme) und auch eigentlich angedachte Blogbeiträge wurden von mir nicht in Angriff genommen.
Dummerweise hat mein alter Arbeitgeber die Insolvenz angemeldet und das gerade nachdem ichmir ein passendes „Fliegenfischervehikel“ angeschafft hatte. So etwas bezahlt man als Arbeitnehmer eines mittelständischen Unternehmens natürlich nicht aus der Portokasse. Gottlob bekam ich aber recht bald ein lukratives Angebot hinsichtlich einer anderen Arbeitsstelle. Nun musste ich also abwägen welchen Weg ich künftig gehen möchte. Sollte ich die prekäre Situation hinsichtlich einer ungewissen Zukunft einfach aussitzen, oder aber auf eine neue Zukunft bauen?
In einer solchen Situation hat man dann definitiv den Kopf nicht mehr frei!!!
So langsam glätten sich die Wogen und es zieht wieder langsam so etwas wie „Alltag“ ein. Die raue See ist verlassen und ein hoffentlich sicherer Hafen angesteuert.
Doch nun zu dem, was hier wirklich von Interesse ist:
Mitte August hatte ich mich dazu durchgerungen einmal dem French Nymphing auf den Grund zu gehen, sprich einen Kursus beim Alex „Flybei“ Keus (www.flybei.de) zu buchen. Im Vorfeld erfuhtr ich, das es mit zwei weiteren Instruktoren, sowie den entsprechenden Kursteilnehmern an die Amel nach Belgien gehen würde. Zu diesem Zeitüunkt hatte ich die „Ambleve“ (auf Deutsch eben „Amel“) gar nicht auf dem Schirm.
Gespannt war ich auf die Lektionen im Stil des europäischen Nymphens…..an diesem Tag halt French Nymphing. Mir Philippe Hardy stand uns sogar ein Mitglied der belgischen Nationalmannschaft im Fliegenfischen zur Verfügung. Belgien als Lehrgangsort und der Belgier Philippe als Mentor sind im übrigen bezeichnend für diese Art der Fischerei. Warum?
Nun, wir erfuhren zum Beispiel woher der Begriff „French Nymphing“ seinen Ursprung hat. Jetzt würde man zunächst einmal erwarten das die Franzosen Urheber sind. Weit gefehlt – Die Belgier haben diese Methode bei einer Meisterschaft in Frankreich aus der Taufe gehoben. Im Gegensatz zum Czech Nymphing wird hier etwas mehr auf Distanz gefischt. Ich versuche das einmal kurz und knapp zu umschreiben:
Im Prinzip fischt man mit einer langen, aber dennoch leichten Fliegenrute, wobei extrem lange Vorfächer verwendet werden. Die eigentliche Fliegenschnur kommt in der Regel überhaupt nicht zum Einsatz. Das Vorfach ist abgestuft und besitzt vor dem eigentlichen Tippet eine fluofarbene Nylonsektion. Diese dient aber nicht als Bissanzeiger, sondern als Sichthilfe um eine optimale Führung der Nymphen zu gewährleisten. Nymphen? Ja…..denn klassisch wird ein Springersystem genutzt. Eine etwas schwerere Nymphe,als Springer, die dann eine kleine und leichte Nymphe auf Tiefe bringt.
Essentiell ist aber, wie schon erwähnt, die absolut akkurate Köderführung in natürlicher Drift. Dadurch sollen zwei Effekte erzeugt werden. Zum einen sollen auch mißtrauische Fische ans Band geholt werden und zum anderen sollen durch diese feine Methode auch die kleinsten „Anfasser“ zum Erfolg geführt werden.
Die Schnur (hier das Vorfach) wird mit dem Finger an den Rutenblank gedrückt, damit man stets fühlt, wenn ein Fisch beißt. Die entsprechenden Ruten sind jenseits der 9′ lang (idealerweise 10′ oder 11′) und gehören der AFTMA-Klasse # 3-4 an.
Nicht jeder mag diese Art der Fischerei, denn die Werferei ist mit dem klassischen Wurf nicht vergleichbar. Ubestritten ist aber die Effizienz dieser Art von Fliegenfischerei. Vor allem, wenn aufgrund der Strömungsgeschwindigkeit nur kurze Driften kontrolliert möglich sind, ist das French Nymphing eine echte Alternative.
Wer jetzt denkt das die Ansprüche bezüglich der Wurftechnik „sehr begrenzt“ sind, ist ebenfalls auf dem Holzdampfer, denn lediglich die beiden Nymphen bilden das Wurfgewicht. Das Vorfach muss aber unmittelbar nach dem Abschluss des Wurfes gestreckt sein und sollte lediglich einen leichten Bauch aufweisen. Versuchen Sie das einmal…….Sie werden anfangs verzweifeln!!!
In der Regel wirft man Backhand oder nutzt die Spannung des Strömungsdruckes am Ende einer Drift aus. Ich werde thematisch aber sicher noch einmal detailierter auf die Geschichte genauer eingehen.
Der Tag an der Amel war, trotz Hitze, dennoch äußerst spassig und lehrreich. Während Alex uns morgens mit Rat und Tat zur Seite stand, übernahm Philippe den Mittagspart. Das diese Methode erolgreich ist konnte ich selber erfahren. Einige schöne Bachforellen, sowie zwei Äschen konnte ich dem malerischen Fluß „entreißen“. Nach dem Kursende fischten wir noch ein wenig weiter und Alex zeigte uns noch sein Können. Er fing den Fisch des Tages – eine Barbe von deutlich mehr als 60 Zentimetern! Wer nun neugierig geworden ist, der ist bei Alex bestens aufgehoben. Er beherrscht diese Art zu fischen exzellent und ist äußerst erfolgreich damit. Zudem ist er ein sehr guter Instruktor, der perfekt auf den „Schüler“ eingehen kann.
Nachfolgend noch ein paar Impressionen:

Inzwischen sind auch die aktuellen Ausgaben der wichtigen deutschen Printmagzinen bezüglich der Fliegenfischerei im Handel erhältlich. Werfen wir der Reihe nach einen Blick auf den Heftinhalt. Den Anfang macht „Fliegenfischen“. In der nun aktuellen Ausgabe 05/2016 findet man auch einen Gewässerreport von mir:

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Kommen wir nun zu den Artikeln des Printmagazines:

Notizbuch – Neues aus der Szene
Plädoyer für die Trockenfliege – Peter Corzilius hat gewichtige Argumente für die Trockene
Zander in Zeitlupe – Steffen Schulz beschreibt die Sommerfischerei auf Zander mit der Fliege
Eine Hommage an Walter Brunner – Brunner steht nicht nur für Gespliesste…meint Walter Reisinger
Salto Mortale und Selbstmordwurm – Roman Moser erklärt was Heuschrecken mit Würmern zu tun haben
Auf die sanfte Tour – Sind leichte Ruten der Klassen # 1 bis 3 Spielzeug? Nein…meint Thomas Wölfle
Hechte lieben XXL – Jonas Hölz mag es „extra large“ und der Raubfisch auch
Die Sache mit dem Plopp – Radomir Mirkovic stellt die „Bambula“ vor
Pressi statt Messi – Edwin Hartwich stellt die „Pressi“ vor
Leserbriefe – Briefe der Leser an die Redaktion
Momente – Momentaufnahmen am Wasser
Gewässerguide – Österreich: Torrener Ache; Dänemark: Langeland und Jütland / Arrild Fiskesö ; Luxemburg: Sauer und Our; Kroatien: Gacka
…………und natürlich die Vorschau auf Ausgabe 6 / 2016

Auch die Fisch & Fliege ist inzwischen erhältlich:

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Nun der Blick auf den Inhalt des Heftes:

PRAXIS
…in Sachen Trockenfliegen – Jan Aben wirft einen Blick auf Oberflächernmuster
Wichtige Wurfanalyse – Abläufe im Detail von Jonas Hölz
Fischen mit Sinkern – Andre Scholz erklärt wie man bei Hochwasser an den Lachs kommt
Spitzenschutz – Georg Christel schützt seine empfindlichen Rutenspitzen effektiv gegen Bruch
Dreidimensionaler Raum – Sie haben den interessanten Vortrag von Alex Flybei Keus verpasst? Macht nichts….hier können sie die Fakten nachlesen

REISE
Die Goldbarren Indiens– Markus Müller befischte den Masheer
Wo die Fahnen wehen – Barry Ord Clarke über die Glomma, ein Äschenparadies
Eine Perle im Frankenwald – Holger Herold stellt die zahme Rodach vor
Top-Zeit am Tidan – Marc Rädisch war am südschwedischen Tidan

REPORT
Die Seelen auf Reisen – Berichte der Gewinner vom Seele – Rutentest
Master of Puppets – Nikolas Bauer im Interview

FLIEGENBINDEN
Was kreucht und fleucht – Igor und Nadica Stancev binden die Upside Down Caddis
Kompaktes Köpfchen – Kleine Disc mit großer Wirkung…..von Daniela Mistelli
Alt aber gut – Hans Eiber über „Softhackles“
Alles Biots – natürliche Bindematerialien mit Pfiff….von Christian Kuchelmeister

GERÄT
Im Langzeittest – Die Superfine Glass von Orvis
Im Langzeittest – Die Beryll III von RST
Produkte – Neues am Markt

NEWS
News – Aktuelles aus der Szene

und natürlich die Vorschau auf die Ausgabe Nummer 48.

Ich hoffe nun, dass ich den Spätsommer und den Herbst oft am Wasser geniessen kann, denn ich bin derzeit chronisch „unterfischt“!

Chiemgau……..Spass wie Sau (Ein Reisebericht Teil 2)

Wer für die Fischerei in den Chiemgau fährt, der tut gut daran im Forellenhof der Familie Weiß einzuchecken. Warum? Nun, zum einen sind Herr (der Sepp) und Frau Weiß (die Annie) hervoragende Gastgeber und bestens hinsichtlich der Fliegenfischerei ausgestattet (vom Trockenraum für die Warbekleidung bis hin zum „Fischerstüberl“) und zum anderen hält man sich so die Option auf die drei Abschnitte der Weissen Traun oberhalb vom Höpflinger Wehr offen. Natürlich kann man dann auch ergänzend die Heger’schen Gewässer als Option wählen.
Da die Wettervorhersage am Sonntag bestes Sommerwetter für die nächsten zwei Tage voraus sagte, nahm ich letzte Option wahr und machte mich auf in die heiligen Hallen vom Heger, direkt am Ufer der Weissen Traun in Siegsdorf. Dort löste ich dann zwei Karten für die Deutsche Traun……einmal für die Stadtstrecke in Traunstein (Montag) und zum anderen für die Deutsche Traun „Traditionell“ (Dienstag).
Zugegeben …… der Tageskartenpreis für den letztgenannten Abschnitt der Traun ist exorbitant hoch und gerade dieser Part war beim letzten Mal, wo ich ihn befischt hatte, eine Enttäuschung, aber ich wollte an alte positive Erfahrungen der letzten Jahre anknüpfen! Würde das gelingen?
Es kam also auf einen Versuch an!

Tag 3 – Die Deutsche Traun in Traunstein
Der „jüngste“ Streckenabschnitt vom Rudi Heger ist die Stadtstrecke direkt in Traunstein. Diese geht von Kilometer 22,7 an der Schwimmbadbrücke bis hinunter zum großen Eisenbahnviadukt. Für mich hat dieser Abschnitt in der letzten Zeit ein wenig der „Traun Traditionell“ den Rang abgelaufen. An der Stadtstrecke habe ich immer positive Erfahrungen gemacht und auch in diesem Jahr sollte sich daran nichts ändern…..ganz im Gegenteil!
Das ein Fluß nicht nur Lebensraum ist, sondern auch selber stetiger Wandlung unterzogen ist, musste ich direkt beim Eintreffen am „Traunstein“ in Höhe des Kindergartens an der Traunstrasse feststellen. In den letzten Jahren habe ich mit Vorliebe in dem dortigen Pool oberhalb eines Naturwehres gefischt. Dieses Vorhaben fiel nun aus, denn es gab einfach keinen Pool mehr. Dieser war völlig mit Flusskiesel verlandet, so dass sich dort nur noch eine schnelle Rausche befand. Der einstige Pool war nur noch wenige Zentimeter tief!
Mit wenig Erfolg, nämlich gar keinen, befischte ich den Zug oberhalb der Brücke an der Salinenstrasse. Das lag wohl auch daran, das ich einen uneingeladenen Begleiter aus dem Ort bekommen hatte, der nichts besseres zu tun hatte, als Steine in den Fluss zu pfeffern. Das fing ja schon gut an! Unterhalb des Wehres kaum Zuspruch auf die eingesetzten Fliegenmuster,……der junge Mann (augenscheinlich – na sagen wir mal „unbedarft“ und „unterbelichtet?“), der nichts böses wollend für Geschiebebetrieb sorgte und mir den Zug vor der Brücke versaute – ob das noch was werden würde?
Es sollte noch etwas werden……und wie!!! In Höhe der Haferlbrücke standen erfahrungsgemäß immer ein bis zwei Dutzend Forellen bis hin zur kapitalen Größe. Nur sind die in der Regel kaum mit der Fliege anzusprechen. Diese „Brückenforellen“ sind es nämlich gewohnt mit Brot gefüttert zu werden. Doch an diesem Tag schien alles anders zu sein. Die Fettflossenträger ließen sich dieses Mal tatsächlich recht gut mit diversen Fliegenmustern ansprechen. So verbrachte ich Stunden damit ihnen diverse Muster aufzutischen und fing Fisch auf Fisch. Da waren recht stattliche Bach- und Regenbogenforellen dabei.
Irgendwann wurde es dann Zeit für eine ausgedehnte Mittagspause. Der Magen knurrte und ich hatte aufgrund des warmen Sommerwetters mächtig „Brand“. Also ging es mit der Familie zur Brauerei Schnitzelbaumer. Dort gibt es so mit das leckerste Weizen, welches ich kenne und auch essen kann man dort sehr gut. Auf der Terasse hat man desweiteren einen perfekten Ausblick auf die Stadt Traunstein.
Nach der Mittagspause zog es mich wieder ans Wasser und ich fischte die gleichen Stellen ab. Die Fische sollten sich ja inzwischen wieder beruhigt haben und auch vom „Steinewerfer“ war nichts mehr zu sehen. Unterhalb des Wehres am Traunstein konnte ich dann auch schnell ein paar Regenbogner überzeugen. Irgendwie zog es mich aber wieder zur Haferlbrücke! Da standen am Mittag ja echt fette „Klamotten“ rum. Wieder einmal verbrachte ich dort eine geraume Zeit. Abwechselnd servierte ich einen STeinfliegenimitation, eine Daddy Long Leg und einen Stimulator. Mit recht gutem Erfolg übrigens!
Mein Töchterchen hatte mich an diesem späten Nachmittag begleitet, während meine Frau am anderen Flußufer geblieben war.
Es dämmerte schon, als meine Stimulator abermals eine saubere Drift hinlegte. Genau auf einen Fisch zu, den ich schon lange anvisiert hatte. Aber er trotze meinen Bemühungen standhaft……..und ich glaubte es kaum: Dieses Mal reagierte er auf die Fliege!!!! Ich konnte sehen wie er sie musterte. Langsam bewegte er sich auf die Reizfliege zu und stieg auf. Der wird doch nicht? Doch, genau das passierte……..ruhig und bedächtig schlürfte er den Stimulator ein. Alter Falter – meine Nerven waren auf das äußerste gespannt. Dann der Anhieb…..und was dann folgte kann man kaum in Worte fassen!
Zunächst legte der gewaltige Regenbogner (wie sich dann in Folge heraus stellen sollte, eine Regenbognerin) rasante Fluchten ein. Immer wieder legte er dabei ein paar Sprünge ein und vollführte Luftakrobatik die beeindruckend und sehenswert war. Mein Gott….ich hatte 0,14er Vorfach drauf!!!! Der Fisch wog sicherlich and die 5 Pfund und übertraf damit die 2,3 Kilogramm lineare Tragkraft des Vorfaches deutlich. Würde es dennoch halten? Saß der Haken auch sicher? Nach einigen spektakulären Sprüngen, bei denen der Fisch eindrucksvoll ins Wasser platschte, wechselte dieser die Taktik. Er schoß stromab ins tiefere Wasser und setzte sich am gegenüber liegenden Ufer am Grund fest. Und mit fest meine ich auch fest!!! Ich konnte Ihn zeitweise nicht dazu bewegen aus seiner Deckung zu kommen! Was tun? Wie sollte ich die kapitale Forelle landen? Meine Tochter beobachtete gebannt das Schauspiel und auch meine Ftau war längst aufmerksam geworden. Irgendwann löster er sich dann doch vom Grund und es begannen für mich bange Minuten. Würde ich ihn keschern können? Nach ein paar vergeblichen Versuchen (ich bekam ihn einfach nicht über den Kescher), änderte ich die Taktik ebenfalls. Was der Fettflossenträger konnte, das kann ich schon lange!!!
Ich beschloß also den Fisch vorsichtig in das Flachwasser zu ziehen. Noch nie habe ich so um meine WINSTON Graphlite MP in #5 gebangt. Die bog sich nämlich bis ins Handteil. Das sah schon recht ungesund für das Material aus! Mein Vorhaben ging auf. Der Fisch lag kurze Zeit später auf der Seite im Flachwasserbereich. Nun hechtete ich hin und sicherte ihn mit dem Kescher. Puuuuh…….geschafft!!!
Doch was jetzt? Aus der Nähe sah ich erst wie gewaltig der Fisch war. Seit langem der größte Regenbogner, der mir ans Band gegangen war!!!! In der Not frißt der Teufel Fliegen und so musste Saskia (meine Tochter) den Fotografen mimen. Kurze Anweisungen von mir und los ging das Spiel. Ich denke, wenn man sich die Bilder ansieht: Sie hat einen tollen Job gemacht und ich bin ihr für die schönen Erinnerungsfotos auf ewig dankbar!!!!
Der Regenbogenrogner maß übrigens ziemlich genau 60 Zentimeter und war in äußerst guter Kondition. Gut 5 Pfund Kampfgewicht lassen mich diesen Drill so schnell nicht vergessen! Danach ließ ich es dann auch ruhig ausklingen. Erst süäter bemerkte ich, das es eine Gelegenheit gegeben hätte, damit meine Frau ebenfalls (trockenen Fusses) zu mir hätte kommen können.
Ich habe an diesem Tag wirklich gute Regenbogen – und Bachforellen fangen können. Darunter diesen Ausnahmefisch und……..ein Regenbogenforellchen, was kaum größer wie die Fliege war – so lang wie mein kleiner Finger. Ein Indiz für die natürliche Reproduktion in der Weissen bzw. Deutschen Traun. Nachfolgend ein paar Impressionen von einem Tag, der mir noch lange im Gedächnis bleiben wird:

Bleibt dran….es geht weiter mit der „Traditionell“ und den Erlebnissen von Dienstag!!!!

Chiemgau…….Spass wie Sau (Ein Reisebericht – Teil 1)

Letzte Woche, genauer gesagt am 16.07.2016, ging es für mich mit sammt Familie runter in eine der schönsten Ecken Deutschlands……dem Chiemgau.
Zum ersten Mal sollte es ein gemischter Urlaub werden – Familienaktivitäten und Fischerurlaub. Geht das? Rückblickend muss ich sagen: Ein Vollblutfliegenfischer ist und bleibt ein „Egomane“, sobald er Fettflossen sieht und so kam es wie es kommen musste – Papas war überwiegend am und im Wasser zu finden und Mutti war mit dem Töchterchen meist allein unterwegs.
Eine weitere Moral von der Geschicht:Viele Ruten brauchst Du nicht! Ich hatte zwar derer ein halbes Dutzend dabei, aber wirklich gebraucht habe ich lediglich zwei Stück. Am Sonntag Morgen habe ich meine WINSTON Graphlite MP in 9′ und Klasse #5 aufgebaut und diese wurde dann acht Tage später wieder demontiert. Lediglich meine Bachrute von 6′ in Klasse #3 hat zwischendurch einmal Fischwasser gesehen. Doch der Reihe nach:

Tag 1 Anreise

Kurz vor dem Urlaub hatte ich mir etwas gegönnt. Ein neuer Gebrauchter war fällig geworden. Die Auswahlkriterien waren schnell gesteckt: BMW, Automatik, Tempomat, Kombie, Diesel.
Soweit so gut…..schnell war das neue Fliegenfischerautomobil gefunden und wartete auf seinen ersten größeren Einsatz.
In der Nacht von Freitag auf Samstag, sprich am frühen Samstag Morgen ging es dann los in Richtung Chiemgau. Hab mein Wagen voll geladen……….! Das trifft es recht gut, denn neben dem Gepäck für drei Personen wurde auch nahezu die gesammte Fliegenfischerausrüstung verladen.
Nach diesem ersten „Kraftakt“ ging es dann auf die mehr als 750 Kilometer lange Strecke.
Irgendwann in den letzten Jahren habe ich einmal während der Rückfahrt von einer Montagetätigkeit meine wohlverdiente Pause am Blautopf in Blaubeuren verbracht. Dieser hatte es mir so angetan, dass ich diesen unbedingt meiner Familie mal zeigen wollte. Folglich hieß das erste Zwischenziel „Blautopf bei Blaubeuren“ – knapp 500 Kilometer von daheim entfernt.
Der Blautopf ist die Quelle der Blau, 21 Meter tief und weist einen Durchmesser von ca. 40 Metern auf. Der dort entspringende Karstfluss (Chalkstream) Blau mündet dann nach nur 22 Kilometern in die Donau.Ich kann jedem der bei schönem Wetter in die Nähe von Ulm kommt nur dazu anraten sich den Blautopf einmal anzusehen. Diesen Anblick vergisst man sein Leben nicht mehr!
Nachfolgend ein paar Impressionen:

Nach dem Abstecher an die Blauquelle ging es dann weiter Richtung Chiemgau, genauer gesagt zum Siegsdorfer Oertsteil Eisenärzt. Die ersten Kilometer fuhren wir durch das malerische Blautal. Bei Ulm ging es dann wieder auf die Autobahn. Bis München verlief die Reise dann auch reibungslos und hinter München herrschte dann Chaos. Wir kamen aus den Staus nicht wieder heraus. In Höhe von Aschau hatte ich dann sprichwörtlich „die Faxen dicke“ und wählte eine Alternativroute über diverse Landstrassen. Am späten Nachmittag erreichten wir dann unser „Headquarter“ beim Sepp Weiß – den Forellenhof in Eisenärzt. Dort hatten wir für die kommenden Tage eine Ferienwohnung angemietet. Der erste Blick auf das Wasser versprach Gutes. Immerhin hatten mich im Vorfeld Sorgen geplagt, das es die Tage vorher doch ordentlich geschüttet hatte. Als ich Abends beim Sepp meine Karte für den Sonntag lösen wollte, traf ich auch auf Julian. Dieser hatte am Samstag mit seinen Kumpels so richtig abgeräumt. Gefreut habe ich mich auch über den Besuch von meinem Facebook – Buddy Alexander Wolf, der die Gelegenheit wahr genommen hatte mich persönlich kennen zu lernen. Am späten Abend fielen wir nach über 12 Stunden Anreise (inklusive der Stunde Pause am Blautopf), todmüde ins Bett.

Tag 2 – Erste Versuche an der Hausstrecke
Für die ersten Fischzüge am Sonntag dem 17.07.2016 hatte ich mir die „Hausstrecke“ des Forellenhofs ausgeguckt. Das ist der unterste Abschnitt, für den Josef Weiß Karten ausgibt. Die obere Grenze bildet das Wehr in der Nähe des Bahnhofs Eisenärzt, wobei das Höpflinger Wehr die untere Streckengrenze markiert. Auch der Kanal im Bereich der unteren Streckengrenze darf befischt werden. Am ersten Tag blieb ich dem Motto „Familienurlaub mit Fliegenfischereinlage“ noch recht treu. Morgens ging es an die Weisse Traun und am Mittag besuchte ich mit der Familie das Mammutmuseum in Siegsdorf. An der dortigen Brücke standen zig Forellen wie an der Perlenkette aufgereiht. Eigenartigerweise war der sanierte Kanal nun fast fischleer. Aber das Mammutmuseum wartete ja, wie schon erwähnt, auf uns. Immerhin habe ich mich selber auch sehr lange für Paläontologie und Mineralogie interessiert und besitze sogar selbst noch eine umfangreiche Sammlung. Nachdem wir uns die Exponate des Museums angesehen hatten, half ich meiner Tochter dabei auf dem Freigelände versteinerte Ammoniten, Haifischzähne und Maria Ecker Pfennige (Nummuliten) zu suchen. Mit den Haifischzähnen……..das wurde dann doch nichts, aber immerhin habe ich fünf versteinerte Ammoniten „bergen“ können.
Am späten Nachmittag, nach dem Museumsbesuch, ärgerte ich noch ein wenig die Fettflossenträger in der Weissen Traun. Zugegebenermaßen tat ich mich allerdings am ersten Tag etwas schwer und die Fangerfolge waren eher bescheiden. Nachfolgend ein paar Impressionen vom ersten Tag:

Schon ab Tag 3 widmete ich mich aber verstärkt der Fischerei, während meine Familieanderweitig die Gegend unsicher machte…..dazu aber später mehr!

Der wilde, wilde Westen………

Nein, es geht hier nicht um nordamerikanische Steppen und Grasländer! Anfang Juni war im Westen Deutschlands, vor allem in den Mittelgebirgsregionen der Eifel, Schluß mit lustig.
Es hatten sich weiträumig Tiefausläufer gebildet, von denen einer auf den anderen folgte und teils schwere Gewitter mit sich brachte. Regenmengen von unvorstellbarer Masse droschen auf weite Teile der Eifel ein. 70 Liter pro Quadratmeter waren nicht selten. Die Folge? Land unter!!!
Besorgt beobachtete ich die Entwicklung aus der Ferne und meine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich…….die geplanten Angeltrips fielen sprichwörtlich ins Wasser. Schlimmer noch – an der Ahr wurden sogar Rekordpegelstände gemessen. Vielerorts gab es Hochwasserereignisse ungekannter Ausmaße!
Um die Entwicklung ein wenig zu verdeutlichen möchte ich einmal die Nachfolgenden Grafiken zur Verfügung stellen:

Faktisch sah das dann vor Ort so aus:

Die Bilder zeigen die dramatische Entwicklung an der Ahr auf. Kein Stein blieb auf dem anderen und etliche Wohnwagen von den zahlreichen Campingplätzen am Ufer der Ahr wurden von den Wassermassen regelrecht zermalmt. An dieser Stelle ein herzlichen Dank an Mario Malik für die Bereitstellung der Bilder und die Erlaubniss diese zu verwenden.
Im Mayener Land sah es nicht besser aus. Kleine Bäche, wie Pommerbach, Elz und Nette mutierten zu reißende Flüsse, die weite Landstriche überfluteten. Der Nette wollte ich in der letzten Woche einen Besuch abstatten. Doch angesichts von Wasserständen von bis zu 2,8 Metern statt der kniehohen 40 Zentimeter war das natürlich nicht möglich. Nachfolgend eine Reihe von dramtischen Bildern, die mir Andreas Frey zur Verfügung gestellt hat:

Nachfolgend noch ein paar Videos, die ich bei Youtube zur Hochwasserlage gefunden habe:
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https://www.youtube-nocookie.com/embed/nEWRxQEkYbw
https://www.youtube-nocookie.com/embed/2uBL1n5b7Fk
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Angesichts der dramatischen Bilder stellt sich nun die Frage, was solche Hochwasserereignisse für uns bedeuten! Sicherlich bringen sie die Anlieger vor Ort in teils schreckliche Situationen. Viele werden einen entsprechend hohen wirtschaftlichen davon tragen. Und für uns als Angelfischer? Was bedeutet so ein Hochwasserereigniss für uns?
Zunächst einmal chronische „Unterfischung“. Doch damit kann man vorübergehend leben und dieser Umstand schadet lediglich der „guten Laune“.
Doch die Folgen sind, genauer betrachtet, viel weitreichender. Abgesehen von Flurschäden wird ja auch jede Menge Müll und Zeugs in die Gewässersysteme eingebracht, welches dort nichts zu suchen hat. Von der Plastiktüte bis hin zu kompletten Wohnwagen. Nicht zu vergessen sind die Öle und Treibstoffe „abgesoffener“ Kraftfahrzeuge.
Doch auch die blanke Wasserkraft hat unabsehbare Folgen. So ist davon auszugehen, das die aktuellen Generationen der Äsche und Bachforelle (Brut aus dem letzten Winter / vom Frühjahr) als „Totalverlust“ abzuschreiben sind. Gerade die Äschenbestände werden dadurch hart getroffen werden. Vor allem weil sich die Populationen inzwischen leicht positiv entwickelt hatten. Einen kompletten Jahrgang durch den Geschiebebetrieb eines derartigen Hochwassers zu verlieren ist mehr als bitter. Aber auch größere Fische werden „verdriftet“ worden sein und sich nicht mehr an ihren Standplätzen befinden.
Mir sind auch Angelteiche bekannt, die komplett überflutet worden sind. Die dort gehaltenen Regenbogner aus dänischer Massenzucht sind wohl kaum an das Leben in einem Fluß wie die Ahr angepasst und somit unerwünschter Zusatzbesatzfisch. Bleibt nur zu hoffen das diese keine Krankheiten ins Gewässersystem einbringen.
Aber auch die Insektenwelt wird gelitten haben. Viele der aquatisch lebenden Larven werden wohl im Sediment ersticken oder verdriftet werden. Dazu kommt der Umstand das dasd Rekordhochwasser genau zur „Maifliegenzeit“ stattgefunden hat. Auch hier sind Negativeinflüsse zu befürchten!
Aktuell hat sich die Lage gottlob wieder ein wenig normalisiert. Die Ahr sollte bald wieder befischbar sein und die gerade laufenden Aufräumarbeiten werden bald abgeschlossen sein. Ich bin gespannt ob ich meine Ahr dann wiedererkennen werde, denn immerhin prägen solche Hochwasserereignisse das Flußbild. Flachwasserbereiche werden ausgespült und genauso Gumpen und Pools „zugeschüttet“.
An meinem Vereinsgewässer, der Dürener Rur, ist der Drops dagegen noch lange nicht gelutscht. Der Wasserstand ist noch gut doppelt so hoch wie normal und der Abfluss aus dem Stausee Obermaubach liegt derzeit bei 33,5 m³. Die Fliegenfischerei ist somit unmöglich. Empfohlen wird für die erfolgreiche Fliegenfischerei ein Abfluss von 7 -10 m³…….12 m³ sind da schon die obere Grenze.
Genau wie am letzten Wochenende, ist es mir daher auch in dieser Woche nicht vergönnt die Strapazen des Alltags bei ein paar schönen Stunden am Fischwasser zu vergessen.

Doch kommen wir nun zu den alltäglichen und erfreulicheren Dingen:
Frisch im Zeitschriftenhandel ist die aktuelle Ausgabe des Magazins „Fliegenfischen“. Werfen wir zunächst einmal einen Blick auf das Titelbild:

Fliegenfischen 4-2016

Kommen wir nun zu den Artikeln des Printmagazines:
Notizbuch – Neues aus der Szene
Grüne Hölle oder Traumrevier – Harald Bayler nimmt sie mit an zugewachsene Bäche
Rasante Räuber – Aik Baumann gibt Tipps für die Rapfenfischerei
Die gelbe Gefahr – Roman Moser referiert über die Yellow Sally und gibt Tipps
Leser binden – Die Fliegen der Leser
Lesertest – Französische „Keramiknymphen“….was es damit auf sich hat
Sommer, Sonne und Makrelen – Ingo Karwath fischt an der Ostsee nicht nur auf Meerforelle
Zeckenalarm – Ralf Kanstorf belegt das die Blutsauger nicht nur lästig sind
Schnursalat & Sauschwanz – Roman Moser zeigt typische Wurffehler und gibt Tipps zur Vermeidung
Riffle Hitch – Die perfekte Welle – Thomas Wölfle über diese Technik, die den Urlaub retten kann
Kleine Schritte zum großen Lachs – Bernd Kuleisa hilft Ihnen auf die Sprünge
Wilde Kreaturen – Andreas Franz bindet den „Pike Muppet“
Gewässerguide – Österreich: Enns und Lohbach; Grönland: Auf arktische Saiblinge; Bosnien-Herzegowina: Una und Unac; Dänemark: Insel Samsø;
…………und natürlich die Vorschau auf Ausgabe 3 / 2016

Nebenbei bemerkt: Das Printmagazin hat inzwischen einen neuen Webauftritt, welcher nun in die Homepage vom Blinker integriert ist. Das Magazin Fliegenfischen ist nun hier direkt zu erreichen und kommt mit völlig neu gestalteter Webseite daher.

Auch mein Projekt Flyfishing-Flies24 mausert sich und wird so langsam erwachsen. Im Shop werden in Kürze neue Muster erhältlich sein und ich habe mich inzwischen dazu durchgerungen im Magazin „Fliegenfischen eine Anzeige zu schalten. Diese ist im aktuellen Heft auf Seite 73 zu finden und sieht wie folgt aus:

Anzeige

Was sagt ihr zur Gestaltung? Wie gefällt euch das Design? Über konstruktive Kritik bzw. Anregungen würde ich mich freuen.
Nun hoffe ich inständig das ich in dere nächsten Woche endlich wieder vom Fischwasser berichten kann. Das geht natürlich nur wenn Petrus uns gewogen ist!