Kurz vor Saisonbeginn…..Sonne satt und schöne Stunden

Das zweite Märzwochenende stand für mich ganz unter dem Sternzeichen „Fliegenfischen“. Nun, die Astronomen unter euch wissen natürlich, das es das nicht wirklich gibt, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Jedenfalls kam die Fliegenfischerei am vergangenen Wochenende nicht zu kurz!
Zunächst ging es für mich an den Möhnesee, wo Flyfishing Europe (FFE) die seit vielen Jahren obligatorische „Frühjahrsshow“ veranstaltete. Jedes Jahr ist im März auf der Linkstrasse im beschaulichen Ortsteil Delecke / Möhnesee ordentlich etwas los – zumindest was die Fliegenfischerei anbetrifft. So auch in diesem Jahr.
Mirjana Pavlic zeigte auch 2017 mal wieder, dass sie eine gute Gastgeberin ist. Sie hatte wieder einmal weder Kosten, noch Mühen gescheut. um ein entsprechendes Ambiente bei der Hausmesse bieten zu können. Freigetränke, Würstchen und Knabbereien inbegriffen.
Zahlreiche internationale Größen standen für Binde- und Wurfdemos zur Verfügung und ein ganzer Stab von Mitarbeitern versorgte die Gäste mit Informationen zu den neuen Produkten des Jahres 2017 aus dem Produktportfolio des Fliegenfischerfachhandels.
Mit Cyril Bailly, Eddy Zauner, Thibaut Giband und Sébastien Walker waren gleich einmal vier Franzosen am Start. Cyril ist ein begbadeter Binder, ebenso wie Eddy. Thibaut unterhielt die Gäste mit lehrreichen Wurfdemos und stand bezüglich des Scott – Rutenprogramms fachkundig zur Verfügung. Sébastien vertritt FFE seit einigen Jahren auf dem französischen Markt. Mit Günni Sareyka (Meerforellenfliegen und Garnelenmuster), Wolfgang Wache (Hechtfliegen), Peter Joest (Streamer für das Süß- und Salzwasser), sowie André Scholz (Effektive Lachsfliegen) ergänzten vier Deutsche Experten die sechsköpfige „Bindertruppe“.
André Scholz hielt überdies eine äußerst lehrreiche Wurfvorführung zum Thema „Umgang mit der Zweihandrute“ ab. Vom Gerät bis hin zum eigentlichen Wurf wurde alles behandelt. Keine Frage blieb offen! Kunststück, denn André hat einmal Sport studiert und kennt sich in der Didaktik somit bestens aus. Weiterhin stand René Didßun zur Verfügung und hielt als Markenrepräsentant von Salmologic eine Vorführung ab. Dieser war zwar im Vorfeld nicht angekündigt gewesen, bereicherte das Team der Werfer aber ungemein. Somit war sowohl das Einhand-, als auch das Zweihandlager bestens bedient.
Ebenfalls zur Verfügung standen Stefan Schmid und Sascha Bachmann. Die beiden Schweizer sind Produktrepräsentanten für eine Fülle von Firmen. Unter anderem SIMMS‘, Scientific Anglers und viele mehr. Apropos Scientific Anglers………. – Jeder kennt diese Firma wohl als Lieferant hochwertiger Fliegenschnüre. Hier setzte Stefan dieses Mal an und referierte über die Entwicklung und Entstehung einer Fliegenschnur. Der Aufbau von der Seele bis zum Taper bzw. Coating wurde deutlich gemacht. Ebenso intensiv wurde auf die vielfältigen Eigenschaften der Schnur eingegangen. Kein Wunder das der Vortrag viel Zuspruch erhielt.
Ein paar Gäste auf der Frühjahrsmesse waren sogar aus dem schweizerischen Emmental angereist. Kurz nach meiner Ankunft bekam ich eine WhattsApp – „Sind in zwanzig Minuten da!“. Das ist schon ein Hammer. Sieben Stunden Anreise nahm mann in Kauf , um die Veranstaltung zu besuchen! Wolf……Du bist im positiven Sinne verrückt!!!!
Was habe ich auf dieser Veranstaltung mitgenommen? Nun…..es ist immer wieder schön Bekannte und Freunde zju treffen, die man ansonsten nicht sieht, weil die räumliche Nähe einfach nicht da ist. Neben den Tipps und Tricks der Binde- und Wurfspezialisten erhät man natürlich Einblick auf Produktneuheiten des Lieferprogramms von Flyfishing Europe.
In diesem Jahr hatte es mir die Winston Air besonders angetan. Die habe ich mir natürlich genau angesehen und auch Probe geworfen. Kohlefaserruten und Glasruten mit dem neuen Nano – Harz werden ja von vielen Herstellern angeboten, aber eine Kohlefaser – / Boron – Compoundrute mit Nano – Technologie….die hat meines Wissens nach nur WINSTON aus Twin Bridges / Montana (USA) im Programm. Ein Träumchen!!! (Würde der Horst Lichter jetzt sagen)
Tatsächlich geht man bei dieser Rutenserie optisch keine neuen Wege, aber das man ein außergwöhnliches Sportgerät in der Hand hält merkt man schon bei den ersten Leerwürfen. Das kann man aber angesichts des Peises auch freilich verlangen!
Hatte ich es schon erwähnt? Die charmante Inhaberin von Flyfishing Europe scheint einen besonderen Draht zu Petrus zu haben, denn an diesem Wochenende war wieder „Kaiserwetter“ angesagt. Kaum eine Wolke trübte den Himmel über dem Möhnesee!!!
Die Veranstaltung war wieder richtig gut gelungen. Wer dieses Highlight noch nie besucht hat, der sollte zumindest einmal über eine Aufwartung nachdenken. Nicht umsonst gehört die Frühjahrsmesse bei Flyfishing Europe schon seit Jahren zu meinem „Pflichtprogramm“.
Es ist immer „doof“ nicht dabei gewesen zu sein!!!
Letztendlich sollte man auch der Organisation eines solch tollen Meetings entsprechend Respekt zollen. Die Arbeit im Vorfeld, sowie all die Kosten und Mühen sind da nicht zu unterschätzen. Wer mich kennt, der weiß das ich mit meinem Fotoapparat „verwachsen“ bin. Von daher habe ich eine kleine Galerie voller Impressionen mit nach Hause gebracht.

Ein toll gemachtes Video von der Veranstaltung, erstellt und produziert von Bodo Kürbs, findet ihr hier:

Abschließend noch einen großen Dank an die Gastgeberin – Das war wieder ein richtig schönes „Happening“ und das Münsterländer „Potts“ Landbier schmeckt zu den leckeren Würstchen so richtig gut. Somit waren alles Sinne bestens bedient und verwöhnt!

Sonntag zog es mich, angesichts des schönen Wetters, ans Wasser. Die Schonzeit weilt ja leider noch bis heute Nacht (dem 16.03.2017 um 00:00 Uhr), aber das tolle Wetter mit Sonnenschein und zweistelligen Temperaturen wollte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen!
Ziel war wieder einmal die Anlage „De ronde Bleek“ in Sterksel (nahe Eindhoven in den Niederlanden). Drei Dinge hatte ich mir vorgenommen:
1.): Angeln in den Kreeken
2.): Angeln vom Floß aus – auf dem Hauptsee
3.): Ranführung meiner Tochter an die Fischerei
Was soll ich sagen? Der Tag war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg!
Zunächst versuchte ich mich an den flachen Wasserläufen rund um den Hauptsee. Die Regenbogenforellen waren äußerst aktiv und raubten an der Oberfläche. Immer wieder sah man Bugwellen oder Ringe von steigenden Fischen. Doch der Erfolg bei mir hielt sich in Grenzen. Ich war scharf darauf einen Regenbogner mit der Trockenfliege zu überlisten, stieß bei der Auswahl der Muster auf wenig Gegenliebe. Irgendwann kam ich auf die Idee eine Nassfliege (Olive Spider) trocken zu fischen. Prompt kam der erste Biss! Jedoch verabschiedete sich mein Gegner nach kurzer und heftiger Gegenwehr. Und das mit dem Köder!
Hinter mir, im Hauptsee, zogen die Nebenbuhler dagegen Forelle auf Forelle aus dem Wasser.
Nun gut….irgendwann erbarmte sich auch bei mir eine weitere Trutte und ich schlug an, als ich den verdächtigen Ring in unmittelbarer Nähe meiner Flieger wahrnahm.
Danach tanzte der Teufel, denn ich hatte einen Regenbogner von annähernd 50 Zentimetern von außen gehakt. Dennoch hielt der Haken und mit viel Mühe konnte ich den Fisch landen! Ein nur halbwegs befriedigender Erfolg!
Anschließend entschloß ich mich dazu den See mit einem Floß abzuklopfen. Dort waren die Forellen äußerst aktiv und meine „Mitfischer“ hatten recht gut gefangen.
Außerdem hatte meine Tochter Spass wie Bolle bei dem Gedanken auf den See hinaus zu schippern! Gesagt….getan! Ich fuhr also eine vielversprechende Stelle an und wechselte auf Streamer. innerhalb kurzer Zeit verhaftete ich dann drei Regenbogner der 45+ bis 50+ – Klasse. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit und der wenig herausfordernden Fischerei nahm ich Punkt drei der Tagesordnung in Angriff – Meine Tochter sollte heute ihren ersten Fisch fangen!!!!
Ich beendete also meine Fischerei und widmete mich ganz der Kleinen. Anhand eines Crashkurses wollte ich ihr die Werferei mit der Fliegenrute beibringen. Zuviel gewollt! Somit übernahm ich die Wurfgeschichte und jedemal wenn die Nymphge auf Weite war, drückte ich der Kleinen die Rute in die Hand, damit sie diese mit kurzen Strips einholt.
Was soll ich sagen? Sie fing schon bald die ersten Forellen! Keine Riesen, aber eben selbst gefangen. Die dritte hatte dann auch ein verwertbares Maß. „Jonas“ (so hat sie diese getauft) liegt nun in unserer Tiefkühltruhe und wird ihr erstes selbstgefangenes Mittagessen darstellen. Schande über mich………..ich hatte meiner Frau eröffnet, das wir für zwei oder drei Stündchen zum „Ronden Bleek“ fahren. Am Ende waren es dann fast acht derer!!! Aber egal – es war ein richtig schöner Mittag, der nach Wiederholung schreit!!!!! Ich gestatte mir auch hier ein paar bildhafte Dokumente:

Zum Zeitpunkt, wo ich diese Zeilen schreibe naht das Ende der Schonzeit. Genauer gesagt sind es keine fünf Stunden mehr! Ich bin einmal gespannt, was mich dieses Jahr erwartet. Zunächst aber zweifelsfrei ein holpriger Saisonbeginn, denn die Wetteraussichten für die ersten Tage der Saison sind ja nicht gerade rosig!!!
Ich freue mich dennoch auf viele schöne Stunden in der Natur am Fischwasser!

Traritrara, der Lenz ist da…….

……nun so ganz sicherlich noch nicht, doch die Anzeichen für den anstehenden Frühling mehren sich tatsächlich. Zum einen ist der Straßenkarneval in einem jeden Jahr ein Indiz für den dahin scheidenden Winter, vielmehr gibt es aber deutlich untrüglichere Anzeichen. Schneeglöckchen und Krokusse treiben derzeit aus und…….man mag es kaum glauben: Bei freundlicher Witterung ist am frühen Morgen schon mal das fröhliche Gezwitscher der heimischen Singvögel zu vernehmen.
Ein Blick auf den Kalender zeigt zudem: In etwas mehr als zwei Wochen fällt der Startschuss für die Forellensaison 2017!
Passend zum Saisonstart werden dann noch einige Fliegenfischerfachgeschäfte ihre beliebten Frühjahrshausmessen ausrichten, um im Rahmen dieser die aktuellen Neuheiten offerieren zu können….. – unter anderem wird es am übernächsten Wochenende auch wieder die beliebte Frühjahrsmesse bei Flyfishing Europe (11. und 12.03.2016 am Möhnesee) geben.
Kurz nach Saisonbeginn lädt man dann in Fürstenfeldbruck zur 12. Erlebniswelt Fliegenfischen (Kurz EWF). Dort werden am Wurfpool folgende Werfwer ihr Können demonstrieren:
Alexander Jardine (England), Niklaus Bauer (Schweden), Christopher Rownes (England / Schweiz), Hans Spinnler (Schweiz), Martin Clemm (Deutschland), Eirik Fjelldal (Norwegen), Roman Moser (Österreich), Glenda Powell (Irland), Trond Syrstrad (Norwegen), Paolo Rezzonico (Schweiz) und Antti Guttorm (Finnland).
Die Liste der vertretenen Fliegenbinder ist deutlich größer: Allen voran „Hardy-Urgestein“ Ken Middlemist (England), Hans – Jürgen Baum (Deutschland), Moreno Borriero (Italien), Erwin Tibad (Deutschland), Konstantin Karagyozow (Bulgarien – ist übrigens für die Kody’s Shrimp verantwortlich), Peter Joest (Deutschland), Eddy Zauner (Frankreich), Karl Flick (Österreich), Roman Moser (Österreich), Gérard Piquard (Frankreich), Walter Bayer (Deutschland / Irland), Bjarne Laursen (Dänemark), NikolasBauer (Schweden), Philipp Goralski (Deutschland), Andrés Touceda (Spanien), Franz – Xaver Ortner (Österreich), Ed Berg (USA), Theo Atanassov (Bulgarien – Deutschland), Nadica Stancev (Mazedonien), Marc Petitjean (Schweiz), Regine Maguhna (Deutschland), Marcos Prado (Spanien), Rainer Roth (Deutschland), Andreas Scheibenpflug (Österreich), Wolfgang Wache (Deutschland), Bruno Pimpanini (Frankreich), Jonas Andersson (Schweden), Hartmut Duchrow (Deutschland), Georg Christel (Deutschland), Carsten Scharf (Deutschland), Dusan Dollinar (Slowenien), Werner Steinsdorfer (Deutschland), Christian Kuchelmeister (Deutschland) und Maria Wimmer (Deutschland).
Interessant dürfte die Sonderausstellung „Die nachhaltige Arbeit der Fischereivereine im Fischarten- und Gewässerschutz“ sein! Nähere Infos zur EWF findet man natürlich auf der Homepage des Veranstalters!!Dazu bitte HIER klicken.
Doch kommen wir von den „einmaligen Ereignissen“ zum „Tagesgeschäft“! Seit kurzer Zeit ist die Ausgabe 49 des Printmagazins „Fisch & Fliege“ im Handel erhältlich.
Nach dem Blick auf das Titelbild……..:
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……werfen wir auch einen Blick auf die Themen des Heftes:

PRAXIS
Setups fürs Salz –  Jan Hocke, Mario Korell, Ralph Hendes – Drewes, Sascha Korell und Achim Stahl püacken aus
Abenteuer Alpensilber – Daniel Luther übewr das Streamerfischen auf Seeforelle
Schießen lassen – Sebastian Trobos referiert über Schußköpfe beim Hechtfischen
Maifliegen Menü –  Jan Aben Sen. kennt sich aus! Der Mai kann kommen…..

REISE
Into the wild – Tobias Cordes war in Südpatagonien auf Forellenpirsch
Gute Karten am Bjerkreim – Andreas Schmitt fischte auf Lachs an dem malerischen Fluss
American Beauty – „Royal Flyfishing“ widmete sich den „Cutthroats“ in Wyoming / USA
Slowenische Schönheit – Markus Müller stellt die Krka vor

FLIEGENBINDEN
Wiggle Candy – Peter Corzilius stellt seine Fliege für Raubfische vor
Fisch mal wieder nass – Gerhard Grünholz bindet die Nassfliege „Light Cahill“
Was kreucht und fleucht – Igor und Nadica Stancev imitieren in dieser Folge mit der Caterpillar  Raupen
Ring frei – Georg Christel stellt ein Helferlein für das Bobbin vor
Haarige Angelegenheit – Alles über Rehhaar…..Barry Orde Clarke mit dem 2. Teil der Serie
Eine zweite Chance – Hans van Klinken bindet die Para Poly Sedge
Schwänzchen in die Höh – Erwin Tibad zeigt den Weg zum perfekten Maifliegenunterkörper
Feine Fibern – Hans Eiber über das vielseitige „Wundermaterial“

GERÄT
Im Langzeittest – Die Canyon Zip – Hose Creek von Jack Wolfskin
Produkte – Neues am Markt

NEWS
News – Aktuelles aus der Szene

und natürlich die Vorschau auf die Jubiläumsausgabe Nummer 50

Die Leute, die mich kennen, wissen das ich inzwischen erste Schritte bezüglich dem Binden von klassischen Lachsfliegen unternehme. Nein……ich werde damit nicht fischen und ich habe als Bewohner des westlichen Niederrheines auch keinen „Lachsfluss“ direkt vor der Türe. Ich finde die farbenprächtigen Dinger nur einfach schön und dekorativ. Inzwischen habe ich einen zweiten Veruch unternommen und eine Variante der „Evening Star“ gebunden. Warum „Variante“? Nun……..irgendwann ging mir der „Hakenschenkel“ aus und außerdem hatte ich kein dunkelblaues Floß zur Hand. Wieder hat die Fliege einige Makel, aber Übung macht letztendlich den Meister.
Etwas enttäuscht bin ich über die Möglichkeiten an adäquatem Bindematerial heran zu kommen. In Deutschland sieht es diesbezüglich sehr mau aus. Ansonsten sind die Federn für die klassischen Lachsfliegen sehr teuer.
Für ein Schwanzfederpaar eines „Argus – Fasanes“ löhnt man schon mal schnell über 200 Euronen. Selbst wenn das Tier Zeit seines Lebens mit Mozart beschallt wurde, 1000 Quadratmeter Auslauf hatte, nur mit Appolinaris und bestem Himalaya – Hochlandweizen versorgt wurde – alles hat seine Grenzen…….auch für mich!!!! Da nehme ich gerne Bezug auf den heimischen Karneval und konstatiere: So jeck bin isch dann doch net!
Nach folgend ein Bild meiner neuesten Kreation, die geübteren Lachsfliegenbindern vor Amüsement sicher Tränen in die Augen treiben wird, aber es sei gesagt:
Das sit gar nicht so einfach Federn zu verheiraten oder spiegelbildlich einzubinden – ich hätte es mir jedenfalls erheblich leichter vorgestellt!!!
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Ich freue mich jedenfalls wahnsinnig auf das übernächste Wochenende……endlich kann ich dann wieder ungetrübt wieder schöne Stunden am Wasser verbringen!!!! Dann wird der Bindekrempel auf Seite gelegt und nur noch bei Bedarf hervor geholt. Die Stunden an frischer Luft, womöglich bei Sonnenschein, sind einfach unbezahlbar!!!!! Genau wie so manches exotisches Federchen auch!!!! In diesem Sinne – Ich wünsche einen schönen Saisonstart!!!!!

Endlich wieder mal Zug am Band……

Kurz vor dem Karnevalswochenende habe ich nach langer Durststrecke endlich mal wieder die Watschuhe wässern dürfen. Eine regelrechte Therapie für die von der Schonzeit geschundene Seele. Mit zwei Fischerfreunden traf ich mich im niederländischen Sterksel. Am „Ronden Bleek“ wollten wir gemeinsam den Forellen mit der Fliegenrute nachstellen.
Die Überraschung vor Ort war zunächst einmal das wir, trotz einigermaßen freundlicher Witterung, nur einen einzigen Fischer antrafen. In der Regel ist die Anlage deutlich stärker frequentiert. Während Daniel und Nikolas direkt mit den Belly – Booten am zentralen Forellensee loslegten, versuchte ich mich zunächst an den sogenannten „Kreeken“ – kleine flache Wasserläufe, die bewatbar sind.
Schnell stellte sich bei den beiden erster Erfolg ein. Diese fischten mit sinkenden Schnüren und recht großen Streamern. Trotz sichtbarer Oberflächenaktivität reagierte aber keine der Forellen auf meine Trockenfliege. Ich wechselte dann versuchsweise auch auf einen Streamer. Leider konnte ich lediglich einen Nachläufer verbuchen. Nikolas machte sich lautstark bemerkbar, als er einen Regenbogner von ca. 55 Zentimetern und nahezu 2,5 kg Gewicht drillte. Kein Zweifel…..er hatte sein Belly – Boot regelrecht „motorisiert“ und kämpfte nun gegen den Zug des Fisches an. Ich eilte zu einem Steg, um ein Foto von ihm und den Fisch zu machen, aber dieser gleitete ihm aus den Händen, bevor das Foto gemacht werden konnte.
Da es bei mir so gar nicht rund lief und die Fische im See wohl in zaghafter Beißlaune waren, wechselte ich von den Creeks auf den See und besorgte mir ein motorisiertes Leihfloss. Zwei Stunden lang versuchte ich nun vergeblich ebenfalls einen der großen Salmoniden mit dem Streamer zu verhaften. Vielleicht lag es ja daran, dass ich nur über eine Schwimmschnur verfügte und somit der Streamer nicht auf die erforderliche Tiefe kam. Jedenfalls blieb auch hier der Erfolg aus.
Ernüchtert wechselte ich wieder zu den Kreeken, wo der Kollege aus Belgien recht erfolgreich unterwegs war. Ich musste mit ansehen, wie er eine Forelle nach der anderen drillte. Er führte sein Fliegenmuster mit kurzen, raschen Strips. Ich übernahm die Technik und konnte dann auch meine erste Attacke verzeichnen, auch wenn der Anschlag ins Leere ging.
Am späten Nachmittag war dann wieder etwas mehr Oberflächenaktivität zu sehen. Noch einmal fischte ich mit einer Klinkhammer. Als ich schon nicht mehr daran glaubte, verschwand die Fliege in einem ansehnlichen Ring. Der Anhieb saß und ich konnte endlich meinen ersten Fisch drillen. Am Ende blieb ich Sieger und landete einen schönen Regenbogner von 46 Zentimetern. Leider hatte der Haken wohl ein wichtiges Blutgefäß erwischt, denn die Forelle blutete wie ein „abgestochnes Schwein“. Kein Zweifel……der Fisch würde verenden. Daher entschloß ich mich dazu ihn waidgerecht zu töten und mit heim zu nehmen.
Ich war aber aus dem Schneider raus und der hart erarbeitete Fisch war Balsam auf die Seele nach der langen Winterpause. Ein paar Impressionen vom Auftakt der Saison möchte ich natürlich nicht vorenthalten:


Nun, so ein Blog dient ja nicht nur der Unterhaltung, sondern soll auch „informieren“. Daher möchte ein paar Informationen über das Gewässer bereitstellen:
„De ronde Bleek“ ist eine Anlage, speziell für Karpfen- und Fliegenfischer. Die Anlage besteht aus einem großen Forellensee, der mit Belly – Booten bzw. motorisierten Floßen befischt wird, vier flachen „Kreeken“ (bewatbar) und einem Karpfenteich. Im Hauptsee kommen große Regenbogner vor. Fische bis zu einem Meter sind schon gefangen worden. Daneben sind auch vereinzelt Bachforellen und Saiblinge vorhanden. Auch eine amerikanische Barschart, die Wiper genannt wird (ein Hybride aus Streifen- und Weißbarsch) ist dort heimisch.
In den „bewatbaren“ Kreeken sind die Regenbogner im Schnitt deutlich kleiner, auch wenn sie mit 40 bis 60 Zentimeter als ansehnlich zu bezeichnen sind. Kreek 1 weist in erster Linie einen guten Bestand von den nordamerikanischen Hybridbarschen auf, kann aber nur in den Sommermonaten befischt werden.
Wer auf Räuchergut aus ist kann in einem Hälterteich am Eingang kostenlos fischen. Allerdings muss der Fisch entnommen werden und wird mit einem Kilopreis bezahlt. Eine ideale Möglichkeit, um den Nachwuchs an die Fliegenfischerei heran zu führen, denn die Fische sind dort nicht sehr wählerisch. Eigentlich kann man dort von „Fanggarantie“ sprechen.
Nun zu den Fakten: „De ronde Bleek“ befindet sich am Ortsrand von Sterksel in den Niederlanden (Provinz Nordbrabant), ein paar Kilometer vor Eindhoven, ca. 50 Kilometer hinter der Deutschen Grenze (Venlo / Roermond). Die Anschrift lautet:
Ronde Bleek 2A
6029 PE Sterksel – Niederlande
Telefon: +31 6 13230690
Internet: www.derondebleek.nl
Die Fischerei kostet 5.- € je Stunde. Ein motorisiertes Floß wird mit 2.- € je Stunde berechnet. Es wird „Catch & Release“ betrieben, jedoch kann man den gefangenen Fisch auch kaufen. Es wird ein Kilopreis von 6.- € berechnet. Der Teich am Eingangsbereich enthält Portionsfische, die entnommen und gekauft werden müssen. Dafür ist die Fischerei dort kostenlos.
De ronde Bleek ist ideal dazu geeignet mal einen kapitalen Regenbogner zu verhaften, eine nordamerikanische Barschart (Striper) erfolgreich befischen zu können oder aber Schonzeit – bzw. Hochwasser bedingte Ausfälle zu kompensieren. Einen Besuch ist die Anlage allemal wert.
Apropos Informationen: Seit Anfang Februar gibt es in der City von Köln ein neues Fliegenfischerfachgeschäft. Familie Klockow betreibt dort geschäftsführend den Flyfishing Nation Pro Shop. Ziemlich zentral gelegen, befindet sich das Ladenlokal auf der Strasse „Auf dem Berlich 30“. Am 4. Februar war die offizielle Eröffnung. Im Wissen dort auf einige Fischerfreunde und Bekannte zu treffen, machte auch ich mich auf den Weg und habe mir das Geschäft einmal angesehen. Den Fliegenfischer erwartet dort ein lückenloses Sortiment. Preislich liegt man auf dem gleichen Level, wie bei der etablierten Konkurrenz (Flyfishing Europe, Rudi Heger, ADH, Dürkop, Brinkhoff etc.). Der Vorteil liegt zunächst einmal bei der Nähe zum Bergischen Land und der Verbindung zu den Jungs von Flyfishing Nation, die im Untergeschoß ihr „Headquarter“ haben.
Das Sortiment umfasst Ruten von Sage, Redington, Guideline, Loop, Orvis etc.. Bei den Rollen sind diverse amerikanische Nobelmarken, aber auch Guideline etc. am Start. Bei der Watbekleidung und Funktionsbekleidung setzt man dagegen auf Patagonia. Die Schnüre kommen von Rio bzw. Cortland. Das umfangreiche Bindesortiment weist die üblichen Verdächtigen als Lieferanten aus. Sehen wir mal, wie sich der Shop in Zukunft entwickelt. Aufgrund des Konkurrenzdruckes wird es jedenfalls nicht leicht sein am Markt erfolgreich zu bestehen. Ein paar Impressionen habe ich natürlich auch aus Köln mitgebracht:

Mit der Ausgabe 2/2017 ist nun auch die aktuelle Ausgabe von Fliegenfischen erhältlich. Im Editorial geht man sogar auf meine Aktion „Fliegenfischer mit Herz“ ein, die am Ende ein Riesenerfolg war. Zusätzlich war ich auch am Heft selber mit einem Bosnien – Artikel gestalterisch involviert. Werfen wir zunächst einmal einen Blick auf das Titelbild:

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Das Heft bietet folgende Inhalte und Artikel:

Notizbuch
– News aus der Szene
Mein Freund, der Softie – Bernd Kuleisa propagiert die Verwendung von Schonnetzen
Was verstehen Fische schon von Physik? – Oliver Lebkücher über ewine denkwürdige Meerforellentour
Rotaugen-Run – Peter Schmidt über die Fliegenfischerei auf Rotaugen
Die Sache mit dem Mittelfinger – Roman Moser erklärt wie fundamental der richtige Einsatz ist
Es kommt auf die richtige Größe an – Philipp Oberrisser über die Wahl der richtigen Rute
Markt – Neue Geräte für die kommende Saison
Dem Biber auf den Zahn gefühlt – Axel Wessolowski nimmt den Nager unter die Lupe
Auf ein Wort: Brandgefahr beim Knotenbinden – Wolfgang Stoltenberg über „heiße Knoten“
Momente – Wolfgang Hauer und der kleine Fischdieb
Gewässerguide – Österreich: Großarler Ache / Italien: Sarca im Trentino und Fibbio / Norwegen: Gaula / Bosnien: Sana und Sanica

In dreieinhalb Wochen haben wir dann auch die Schonzeit 2016 / 2017 hinter uns gebracht. Der Frühling naht mit großen Schritten und passend dazu wird es die zahlreichen Hausmessen der Händler geben. Auch die EWF 2017 steht an. Ab jetzt darf wieder vermehrt an die Fischerei gedacht werden…..freuen wir uns auf einen spannenden Saisonbeginn!

Mit den Hufen scharren……….

Inzwischen sehe ich mich, mit den Hufen scharrend, ungeduldig in der Erwartung auf die „Forellensaison“ des Jahres 2017 im Spiegel des Flures.
Eine lange Frostperiode liegt hinter uns und erste angenehmere Temperaturen in Kombination mit etwas Sonnenschein vertärken die Symptome des „Schonzeitkollers“ immens.
Es ist schon ganz angenehm, wenn man sich dann auf irgend eine Weise ablenken kann. Sei es durch Veranstaltungen und Events, durch Basteleien, durch Bindesessions oder aber durch Pflegemaßnahmen an der Ausrüstung.
Doch der Reihe nach:
Veranstaltungen und Events
Gestern und heute war wieder „Charleroi“ angesagt. Ende Januar eines jeden Jahres trifft sich dort die Fliegenfischerszene zur beliebten „Fête de la Pêche à la Mouche“ vom belgischen Club APMC statt. Die „Fliegenfischerbörse“ im belgischen Ort Roselies, nahe der Stadt Charleroi, bietet natürlich kein „Rahmenprogramm“, wie die EWF oder andere Messen, bietet aber durchaus die Möglichkeit das eigene Material rechtzeitig vor Saisonbeginn zu ergänzen.
In erster Linie ist das Angebot natürlich auf den französischsprachigen Raum ausgerichtet. Kunststück, denn die Grenze zu Frankreich ist gar nicht weit weg. Aber man findet dort auch jede Menge Niederländer, Luxemburger und Deutsche, die sich durch die Gänge zwängen.
Die Ausstellerliste läßt sich aber auch sehen. So kommen selbst Firmen aus Polen (Polish Quills), Tschechien (Siman), England (Funky Fly Tying) und der Schweiz (Petitjean) dort hin, um sich zu präsentieren.
Ich selber habe Blut geleckt, was das Binden von klassischen Lachsfliegenmustern angeht und wollte mich mit „Federmaterial“ eindecken, doch die Hoffnungen wurden nur zum Teil erfüllt. Die benötigten Federn sind einfach zu speziell!
Nebenher habe ich für einen Freund eine Seidenschnur mitbringen sollen.
Trotz allem war es wieder ein tolles Treffen unter Gleichgesinnten, auch wenn es wieder weit ab von daheim war. Nachfolgend ein paar Impressionen:

Basteleien
Ich habe noch eine tolle Präsentationsmöglichkeit für meine erste selbstgebundene klassische Lachsfliege gesucht. Am Ende war alles sehr einfach, denn ich kann resümieren:
Nun hat auch meine erste selbst gebundene Lachsfliege ein entsprechendes Zuhause gefunden. Auch, wenn ich das Passpartout wohl noch einmal zurecht rücken muss. Ein IKEA – Tiefenrahmen bot sich geradezu an, um mit wenig Arbeit eine nette Behausung für die Fliege zu basteln. Als Hintergrund wählte ich ein Bild vom River Tweed mit einem Fliegenfischer aus. Dieses habe ich in Graustufen umgesetzt und die Deckkraft auf die Hälfte reduziert. Danach habe ich nur noch eine nette Schriftart ausgesucht und den entsprechenden Text eingebracht. An Bastelei gab es nicht viel. Ein Miniloch und etwas Edelstahldraht reichen aus, um die Fliege in Position zu halten.
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Bezüglich der Bindesessions gibt es nicht viel zu sagen. Inzwischen bin ich für die Saison 2017 gewappnet. Neben den Fliegenmustern von „Flyfishing-Flies24“, fische ich natürlich auch selbstgebundene Muster.
Pflegemaßnahmen
Da es nur noch etwa 6 Wochen dauert, bis das viele von uns ans Wasser dürfen, sollte man nun ein Auge auf die Ausrüstung haben.
Ruten und Rollen sollte man reinigen und gegebenenfalls behandeln. Jeglicher Schmutz bzw. Salz sollte tunlichst entfernt sein. Bei den Ruten ist das recht simpel. Mit warmen Wasser, dem man einen neutralen Reiniger zusetzt (er sollte gut reinigen, aber mild sein), befreit man die Ruten vom Schmutz des letzten Jahres. Danach poliert man den Blank mit entsprechender Autopolitur, vorzugsweise mit „Nano-Technologie“. Damit wertet man die Ruten nicht nur optisch auf, sondern sorgt auch dafür das Wasser abperlt.
Bei den Rollen sieht es ähnlich aus: Gründlich säubern und gegebenenfalls neuralgische Stellen fetten oder mit einem Universalöl (WD 40, Caramba, Waffenöl) benetzen. Hier gilt: Weniger ist oft mehr!
Nach den Ruten und den Rollen ist die Wathose dran! Hier ist es angeraten die Dichtheit zu überprüfen und gegebenenfalls Risse oder Pinholes mit einem Neoprene – Kleber von innen abzudichten. Habe ich vor einiger Zeit einmal einen Artikel in „Fliegenfischen“ eher belächelt, so kann ich diese Verfahrensweise heute nur anraten:
Wathosen gehören alle zwei bis drei Jahre in die Waschmaschine! Dazu wäscht man sie im Schonwaschgang (ohne Schleudergang) in der heimischen Waschmaschine. Als Waschmittel benutzt man spezielles Waschmittel für atmungsaktive Textilien (Revivex, Imprägnol von Persil oder Perwoll Sport) und imprägniert sie anschließend mit einem Imprägnierspray. Wichtig: Keine Weichspüler verwenden und immer den Schonwaschgang ohne Schleudern verwenden!
Am besten man verstaut die Wathose dabei in einen Waschsack oder alternativ dazu in einen Kopfkissenbezug.
Nach dem Waschgang hängt man die Wathose zum trocknen auf, flickt die Pinholes und Risse und imprägniert diese anschließend. Sie werden sich wundern in welchem Glanz anschließend ihre Wathose erstrahlt……..und dazu wasserdicht und wieder geruchsfrei!
Fliegenschnüre wollen auch gepflegt werden. Sie verschmutzen und verlieren ihre „Weichmacher“. Wir pflegen sie, indem wir sie in lauwarmen Wasser mit einem neutralen Reiniger (z.B. Kernseife oder einem milden Spülmittel) in einer Schüssel wässern. Danach mit einem Microfasertuch abtrocknen und anschließend mit einem speziellen Schnurpflegemittel (Line-Dressing) behandeln. Sie werden sich wundern, wie schussfreudig ihre „olle“ Schnur danach wieder ist!!!
Teils werde ich mich in den kommenden Tagen und Wochen selber mit diesen „Pflegemaßnahmen“ beschäftigen, denn ich möchte ja zu Saisonbeginn auch selber gut gerüstet sein!

Ab jetzt werden die Tage, wenn nicht schon die Stunden gezählt!!!! Ich freue mich auf eine spannende Saison 2017.

Im Würgegriff der Minusgrade………..

Nachdem es zunächst überhaupt nicht danach aussah, als wenn der Winter geruht einzuziehen, hat sich das nun schon länger erledigt. Deutschland schlottert und friert nun schon eine ganze Weile. Gerne würde ich den „Schonzeitkoller“ mit einer Runde Fliegenfischen am See (De ronde Bleek in den Niederlanden oder Sommedieue in Frankreich) therapieren, aber ehrlich gesagt: Bei den Temperaturen……..no way!
Ich lasse mir einen Tag am Wasser nicht von unzulänglichen Bedingungen vermiesen. Ich mag keinen Regen, bei dem dann die Fliegenschnur am Blank fest klebt und ich kann mir ebenso etwas schöneres als vereiste Ringe und kalte Finger vorstellen – nichts für mich.
Jetzt haben wir schon fast Ende Januar und ich blicke derzeit auf ein schönes Angeljahr 2016 zurück. Derzeit bastel ich an einem Fotobuch, wo ich die schönsten Fänge der letzten Jahre als abgedruckte Erinnerungen festhalte.
Dabei ist mir dann aufgefallen das ich immer noch keinen „Fliegenhecht“ vorzuweisen habe. Gut, Hechte sind launisch und man muss sie erst einmal erwischen, wenn sie auch aktiv sind! Und auch gerade einmal drei oder vier „Versuche“ sin einem positiven Ergebniss in der Fangstatistik auch nicht förderlich. Ich haber aber auch zu Spinnfischerzeiten bzw. beim Fischen mit Köderfisch immer ein sehr gespanntes Verhältnis zum Predator mit dem bezahnten Entenschnabel gehabt. Der Wasserwolf mochte mich nicht und demzufolge konnte ich nie großartig mit dem schönen Räuber etwas anfangen.
Mal sehen, ob sich da 2017 etwas dran ändert! Hierzuland kann ich es theoretisch ja noch bis zum 15.02. ausprobieren! Mit Hechtstreamern bin ich Dank „Fliegenfischer mit Herz“ nun bestens ausgestattet, denn im Rahmen der Aktion habe ich derer 9 selbst „ersteigert“.
Vioelleicht sollte ich mich ja auch mal nach wirklich guten Gewässern umsehen. Mal eben nach Rügen fahren bzw. in Mecklenburg Vorpommern die Bodden besuchen……nein, das wäre nichts für eine Tagestour auf Esox lucius. Da würden sich noch eher die Polder bzw. die Maasplassen in den Niederlanden anbieten.
Ebenso interessant wäre sicher der Möhnesee, wo Flyfishing Europe nun sogar „Guiding mit Boot“ anbietet. Allerdings kostet der Spass natürlich auch etwas. Ein 8 stündiges Guiding mit dem Boot kostet mal eben 280.- €. Das erscheint als recht viel, relativiert sich aber schnell wieder, wenn man bedenkt was da hinter steckt. Die ganztägige Bootsmiete für ein solches Boot, wie es bei diesem Raubfisch – Guiding auf dem Möhnesee verwendet wird kostet auch bei anderen Anbietern einen entsprechenden Obulus. Immerhin ist das 5 Meter lange und 2 Meter Breite Boot mit allem Komfort, wie Echolot und i-Pilot (GPS gestützt) ausgestattet. Mietet man in eigener Regie solch ein Boot sind auch schon mal locker 60 – 100 € fällig. Dann kennt man aber den See und die Verhältnisse nicht und fischt ins Blaue. Fraglich ob das dann sehr zielführend wäre. Richtig spannend wird es aber, wenn man sich das Boot inklusive Guiding mit zwei Personen teilt. Die dann zu entrichtenden 300.- € senken das notwendige Budget um fast 50 %! Dann ist das mit Sicherheit eine echte Überlegung wert und stellt schon ein Schnäppchen dar. Jeder Handwerker hat seinen Preis und auch ein Guide muss leben. Zieht man nun den Mietpreis eines entsprechenden Bootes ab, so zahlt man für das Guiding einen angemessenen Preis…..zumindest insofern es sich um einen guten Guide handelt. Der sollte sich nämlich voll und ganz in den Dienst des Kunden stellen.
Zu sehen auf der DVD der aktuellen Fisch&Fang: Schwarzbarschfischen in Italien. Und was macht der Guide im Filmbeitrag? Läßt die Redakteure fischen und schwingt selber fleißig die Angelrute! So sollte es natürlich nicht sein!
Ich überlege jedenfalls, ob ich das Angebot von Flyfishing Europe, kurz FFE einmal anteste. Vielleicht finde ich ja auch einen Sinnesgenossen, der bereit ist gemeinsam mit mir am Möhnesee mit der Fliege auf Hecht zu fischen.
Einen Wehrmutstropfen hat die Geschichte aber: Die Fischerei mit Hilfsmitteln, wie z.B. Echolot sind eigentlich nicht mein Ding. Irgendwie geht mir da das urwüchsige abhanden. Der Reiz den Fisch mit persönlichem Jagdinstinkt zu finden und mit der Fliegenrute zu stellen. Aber vielleicht sollte man das hinsichtlich des Projekts „erster Fliegenhecht“ auch einmal vernachlässigen, auch wenn man dabei die Nase rümpft.
Mehr Informationen zu dem neuen Angebot findet man auch hier:
Bootsfischerei und Guiding am Möhnesee
Weitere Auskünfte erhält man auch im Shop von Flyfishing Europe unter:
Das Angebot im Onlineshop von FFE
Jedenfalls machen die folgenden Bilder erhebliche Lust auf eine muntere Jagd auf die Predatoren des Möhnesees……..fette Stachelritter und „Monster“ im Kettenhemd!
Sobald ich das Angebot von FFE getestet habe, werde ich natürlich hier darüber berichten:


Wie man auf den Bildern sieht, ist der Möhnesee auch ein exklusives Renken – / Coregonen – Gewässer. Wenn man die klassische Fliegenfischerei ein wenig abwandelt, dann kann ich mir auch gut vorstellen mit der Nymphe (Springersystem an Sinkschnur bzw. an einer monofilen Schnur) auf Renke zu fischen.
In knapp einer Woche öffnet bekanntlich die „Fête de la Pêche à la Mouche 2017“ , ausgerichtet vom belgischen Club A.P.M.C., an der Rue du Président John Fitzgerald Kennedy im belgischen Charleroi ihre Pforten. Wahrscheinlich werde ich auch in diesem Jahr die Reise dorthin antreten, denn irgend etwas braucht man ja immer! Ich habe tonnenweise Bindematerial und dennoch ist mir aufgefallen das mir bestimmte Federn etc. fehlen, denn:
Aus irgend einem Grund bin ich zur Binderei von klassischen Lachsfliegen gekommen. Bewundert habe ich diese kleinen, farbenprächtigen Kunstwerke eigentlich immer und wollte auch einmal ein entsprechendes Muster als „Wohnzimmerdeko“ selber binden. Das habe ich letzte Woche auch getan. Dabei fiel mir dann auf , das ich einige der Grundmaterialien für das gewählte Muster nicht hatte. Improvisation war also angesagt. Die kleine blaue Feder am Kopf der Lachsfliege ist eigentlich eine „Chatterer – Feder“ und die buschigen, schwarzen Zierwicklungen hätte man aus schrzer Straußenfeder vornehmen müssen. Nun, ich habe dann Eichelhäher und schwarzes Pfauengras genommen, was der allerersten „klassischen Lachsfliege“ sicherlich keinen Abbruch tut! Ich denke sie ist für ein „Erstlingswerk“ recht gut gelungen und kann sich sehen lassen. Zwar weist sie einige Mankos und Stilbrüche auf, aber: Übung macht ja bekanntlich den Meister!
durham-ranger
Jedenfalls werde ich mich auf der „Fliegenfischerbörse“ in Charleroi dieses Jahr einmal nach entsprechenden Materialien für klassische Lachsfliegen umschauen.
Informationen zur Veranstaltung findet man übrigens hier:
Informationen zur Messe in Charleroi
Neben der Anfahrtsbeschreibung findet man natürlich auch das Ausstellerverzeichnis.

Noch ein paar Worte zur Benefizaktion „Fliegenfischer mit Herz“ zu Gunsten vom „Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.“: Dem regelmäßigen Besucher des Blogs wird nicht entgangen sein, das wir in der Auflage 2016 erneut ein Rekordergebniss erzielen konnten. Hunderte Artikel waren auf ca. 120 Auktionslose aufgeteilt und führten bekanntlich zum Rekordergebniss von 4450.- €. Nur gerade einmal 550.- € und wir hätten in der dritten Auflage der Aktion die 5000er – Marke geknackt. Das sollte nun unser Ziel für das Jahr 2017 sein. Wenn der Zuspruch 2017 wieder genauso gut wird wie der im letzten Jahr, dann brauche ich allerdings Hilfe und Unterstützung bei der Organisation und Verwaltung…..soviel ist jetzt schon klar!
Inzwischen ist auch die Bestätigung über den Zahlungseingang aus Tübingen gekommen:
schreiben-foerderverein
Gestern (an meinem Geburtstag – wie passend) ist eine Abordnung von Neckar-Fliegenfischern mit dem symbolischen Scheck beim Förderverein gewesen und hat ihn dort in meinem Namen überreicht. Leider konnte ich aus privaten und beruflichen Gründen selber nicht vor Ort sein. Ich denke: Ein toller Abschluss einer erfolgreichen Spenden – Aktion, die hilft viel Leid zu lindern!!!
Nun blicken wir optimistisch auf die neue Fliegenfischersaison 2017 – ich wünsche allen Besuchern des Blogs dafür viel Petri Heil, Tight Lines und Dry Socks!!!

Auf ein Neues………….

Das Jahr 2017 ist noch jung und dennoch gibt es schon einiges zu berichten bzw. liegt viel Arbeit hinter mir.
Zunächst forderte der Abschluß von meiner Charity-Aktion „Fliegenfischer mit Herz“ in der Auflage 2016 meine ganze Aufmerksamkeit und es war diesbezüglich auch noch einiges an Arbeit zu leisten. Immerhin konnte ich dem „Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e. V.“ am Ende die Rekordsumme von 4450.- € überweisen. Dank dem vorbildlichen Engagement von Stiftern, Spendern und Bietern konnte auch 2016 das Vorjahresergebnis wieder deutlich „getoppt“ werden.
Vorbildlich war auch die Zusammenarbeit mit dem Printmagazin „Fliegenfischen“. Michael Werner und Corinna Leppin haben alle Hebel in Bewegung gebracht, um das tolle Resultat erzielen zu können! Vielen Dank an der Stelle!!!
Das der Erlös auch wirklich eins zu eins an den guten Zweck gegangen ist, möchte ich anhand der folgenden Bilder dokumentieren:

Leider lief in diesem Jahr nicht „alles“ rund. Zum ersten Mal muss ich den Verlust eines Paketes beklagen. Natürlich geht diesbezüglich alles seinen Weg – der Nachforschungsantrag bei DHL ist gestellt und auch die Versicherung bemüht – , aber ein vermeintlich erfolgreicher und erwartungsvoller Bieter bekommt halt keine Ware, sondern sein Geld zurück.
Im übrigen habe ich die Möglichkeit genutzt, um auf der Messe „Angeln 2017“ einige Teilnehmer zusammen zu holen, um ein Foto mit einem symbolischen Scheck zu arrangieren. Meine Bank hatte mir diesen freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

„Angeln 2017“ ist ein gutes Stichwort, denn die von Zoo Zajac in Duisburg ausgerichtete Messe / Börse ist alljährlich wohl der erste Höhepunkt der Saison.
Leider ist der Ausstelleranteil hinsichtlich der Thematik „Fliegenfischen“ mit den Jahren immer weiter zurück gegangen. Dennoch ist die Veranstaltung eine willkommene Gelegenheit, um Schnäppchen hinsichtlich Ausrüstung oder Fliegenbindematerial zu machen. Mein Hauptgrund die Reise nach Duisburg anzutreten ist zweifelsfrei der „Klön“ mit Sinnesgenossen – Austausch von Erfahrungen, zwanglose Kaffeeklatsch – Plaudereien oder einfach die Möglichkeit sich einmal „Frohes neues Jahr“ zu wünschen. Immerhin hatten sich auch einige Größen der Fliegenfischerszene eingefunden und stellten Können und Wissen anhand von Wurfdemos und Vorträgen zur Verfügung.
So referierte Michael Werner über die Meerforellenfischerei und Rolf Baginski erklärte die Gespliesste Fliegenrute Praxis bezogen.
Mit Michael Werner, Christof Menz, Uwe Rieder und Rudy van Duijnhoven waren zudem echte Casting-Spezialisten am Fliegenfischer-Wurfpool zu sehen. Eindrucksvoll nutzte Michael Werner die freie Zeit zwischen den Wurfdemos, um Kindern und Frauen die Physik des Fliegenwurfes näher zu bringen und mit Gerd-Peter Wieditz und Rolf Baginski waren Experten im Bau von „Gespliessten“ zugegen.
Aber auch die „Fliegenbinderei“ kam bei weitem nicht zu kurz: Anhand von Sascha Pütz, Jürgen Baum, Rudy van Duijnhoven, Peter Joest, Johan Put und weiteren waren echte Hochkaräter am Start.
Nachfolgend ein paar Impressionen aus Duisburg:

Übrigens bekam ich anhand eines Gespräches mit Sascha Pütz eine Anregung, bzw. ein lange gehegtes Vorhaben wurde wieder in den Sinn gebracht – ich wollte mich doch schon lange einmal an eine klassische Lachsfliege wagen. Hier das Ergebnis einer Sonntäglichen „Bastelei“:

Des weiteren gab es auch Richtung Fliegenshop ( http://www.flyfishing-flies24.de ) einiges zu tun. Eine ausführliche Inventur und auch das „Einpflegen“ neuer Produkte stand an. Man glaubt ja gar nicht wieviel Arbeit dahinter steckt!!! Artikeltexte, Fotos usw. – alles das will erst einmal erledigt sein. Das Produktportfolio wurde jedenfalls deutlich erweitert und die schon vorhandenen Bestände wieder „aufgefrischt“ – ein Besuch bei Flyfishing-Flies24 lohnt sich also!

Derzeit hat Väterchen Frost Deutschland noch fest im Griff! Ich brenne allerdings darauf endlich mal wieder die eingerosteten Glieder gängig zu machen und die Fliegenrute zu schwingen. Wahrscheinlich wieder am See „De ronde Bleek“ in den Niederlanden. Letztes Jahr habe ich dort um diese Zeit schon die ersten Regenbogenforellen auf Trockenfliege verhaften können!

Da ich ja jetzt etwas mehr Zeit habe, bietet sich ein Besuch an. Ich wünsche auf diesem Wege noch einmal ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr 2017 – Tight Lines, viel Petri Heil und Dry Socks von meiner Seite aus!!!

Übrigens……bald steht auch die Messe / Börse im belgischen Charleroi an. Sollte ich hin fahren, dann werde ich natürlich ebenfalls berichten. Die Veranstaltung findet im belgischen Charleroi vom 28. bis zum 29.01.2017 statt. Wem das zuweit ist, der kann auch gerne zur Eröffnung vom Fliegenfischershop „Flyfishing Nation“ in Köln fahren.

charleroi2017

In diesem Sinne…..auf bald – Detlef Henkes

Puuuh…….fast geschafft!!!!

Nun….in letzter Zeit habe ich mich wieder einmal sehr rar gemacht an dieser Stelle. Es sei mir verziehen, denn meine Charity – Geschichte „Fliegenfischer mit Herz“ in der Auflage 2016 ging in die heiße Phase. Das im wahrsten Sinne des Wortes, denn fast 120 Auktionslose wollten bei EBAY beschrieben und eingestellt werden. Fast 1000 Fotos habe ich für die Artikelbeschreibungen gemacht und / oder aufbereitet. Das war über einige Zeit fast ein Fulltime – Job!
Letztendlich scheint es sich jedoch gelohnt zu haben, denn ich erwarte Anfang Januar bei Ablauf der letzten Auktionen einen Erlös, vierstellig ist und eine vier an erster Stelle aufweist.
Nun gönne ich mir ein paar Tage verdienter Ruhe!!
Wenn ich dann wieder etwas Kraft getankt habe, dann wird auch dieser Blog wieder intensiver gepflegt…..versprochen!
Untergegangen ist auch die Vorstellung der Ausgabe 1/2017 vom Magazin „Fliegenfischen“. Dabei wurde in dieser explizit auf „Fliegenfischer mit Herz“ hingewiesen. Das möchte ich, etwas verspätet, an dieser Stelle nachholen. Zunächst der Blick auf den Titel:

fliegenfischen-1-2017

Nun zum Inhalt:

Notizbuch – Neues aus der Szene
Hafen-Räuber, eiskalt erwischt! – Steffen Schulz über die winterliche Hechtfischerei in Häfen
Skagit: „Steelhead-Feeling“ am heimischen Fluss – Michael Wagner fischt daheim mit Zweihand auf Forellen
In der kürze liegt die Wucht – Michael Werner klärt über Schussköpfe auf
Geheimprojekt Intruder – Michael Werner stellt den legendären Streamer vor
Traum-Intruder – Thomas Wölfle zeigt, wie man den Intruder mit Rhea – Federn bindet
Finde den Fehler! – Roman Moser über die gezielte Fehlersuche beim Fischen
Diese Fliege ist ein Forellen-Magnet! – Radomir Mirkovich stellt die „Kody’s Shrimp“ von Konstantin Karagyozov vor
Fliegen, Fehler und Finessen – Ein fischereilicher und ganz persönlicher Jahresrückblick von Bernd Kuleisa
Mit Föhn und Hartwachs – Walter Rerisinger zeigt, wie man damit kleinste Fliegen pimpt
Geschichten hinter Glas – Ingo Karwath zeigt, wie Sie erinnerungswürdige Fliegen richtig in Szene setzen
Zum Glück habe ich eine verständnisvolle Frau – …..un ddie braucht Peter Postlbauer auch. Warum? Lesen Sie selbst!
Mein Duell mit der Unfangbaren – Edwin Hartwich hat alles versucht! Hat es sich gelohnt?
Escarabajo 45° – Dieses Muster ist der Renner in Patagonien
Das war Spitze! – Nachlese der „Fishing Masters Show“
Leserbriefe – Briefe der Leser an die Redaktion
Momente – Momentaufnahmen am Wasser

…………und natürlich die Vorschau auf Ausgabe 2 / 2017

Nun möchte ich allen Besuchern des Blogs erst einmal ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, sowie einen guten Rutsch in ein erfolgreiches, schönes und gesundes Jahr 2017 wünschen!!!

weihnachtsgruss