Saisonstart wieder Willen………..

Eigentlich…..ja eigentlich hatte ich vor an dieser Stelle von einem schönen und erfolgreichen Start in die Forellensaison 2018 zu berichten. Womöglich noch mit tollen Fangbildern einer strammen oder gar kapitalen Bachforelle! Doch nix ist damit. Russlands Kältepeitsche hat wieder einmal über Deutschland geknallt und ließ die verheißungsvollen Temperaturen ungebremst und gnadenlos in den Keller Rauschen – schlimmer noch als seinerzeit die Aktienkurse vom DAX, als die Inmobilienblase in den USA platzte.
Das dieser Witterungswechsel nicht ganz unangekündigt kam, war beileibe nur ein schwacher Trost. Schneefall und Temperaturen im Bereich von Minusgraden locken mich jedenfalls nicht hinter dem Ofen vor und somit ließ ich das erste Wochenende der jungen Forellensaison auf der Couch verstreichen. Lediglich um noch ein paar Fliegen für kommende Fischzüge zu binden, raffte ich mich temporär auf. Man weiß ja nie!

Da wenig Raum für die Berichterstattung eines erfolgreichen Fischzuges bleibt, widme ich mich an dieser Stelle lieber einer Nachlese bezüglich der „Frühjahrsshow 2018“ von Flyfishing Europe. Mirjana hatte mir schon im Vorfeld eröffnet, dass sich bezüglich des Ladenlokals inzwischen einiges verändert hatte. Als ich vor Ort ankam hatte ich diese Ankündigung gare nicht mehr so auf dem Schirm. Aber schon beim ersten Schritt in das neu gestaltete Ladenlokal erlebte ich einen positiven „Wow – Effekt“! Seit vielen Jahren war man immer das gleiche Bild gewohnt. Geordnet und sauber hatte sich der „Fliegenfischertempel“ stets präsentiert. Eigentlich kein Grund für „Veränderungen“!!! Doch schon bei den ersten Schritten in das neu gestaltete Ladenlokal zeigte sich: Der Mut zu Neuem lohnt sich!!! Nun präsentiert sich Flyfishing Europes „Store“ noch übersichtlicher und attraktiver. Eine große SIMMS‘ – Ecke läd zum entdecken des Programms aus Bozeman / Montana geradezu ein. Die Rollen sind nun in Vitrinen im Upper – Floor untergebracht und eine neu gestaltete Bindeabteilung präsentiert das reichhaltige Angebot an Materialien deutlich zentraler und sortierter. Insgesamt gesehen….Daumen hoch, aber so ‚was von! Wer noch nicht vor Ort war, der sollte bei Gelegenheit das neue Design echt mal in Augenschein nehmen!!!

Mirjana Pavlic, Inhaberin von Flyfishing Europe (kurz FFE), hatte wieder einmal ein tolles Programm anläßlich der Hausmesse geschnürt. In diesem Jahr hatte sie sich zum Ziel gesetzt ein runderneuertes Programm mit neuen Akteuren auf die Beine zu stellen. Aus diesem Grund fanden viele neue Gesichter unter den Akteuren den Weg zum Möhnesee an die Linkstrasse. Ziel einer solchen Hausmesse ist dem Kundenstamm Gelegenheit zu bieten sich die Neuheiten des Jahres anhand fachkundiger Beratung ansehen zu können. Wie auch sonst üblich wurden Interessenten, welche den Weg zum Möhnesee fanden, bestens versorgt. Grillwurst mit Brötchen, ein süffiges Bier, Kaffee, Limonade bzw. hier und da ein Kräuterlikör oder ein Marillenschnaps…..kein Bedürfniss blieb unerfüllt. Dazu gab es eine Reihe von Wurfdemonstrationen, Tipps von namhaften Fliegenbindern und Vorträge.
So erklärte Stefan Schmid aus der Schweiz, der die Europavetretung fü SIMMS‘ repräsentiert und auch Scientific Anglers für Europa betreut was hinter der Hestellung einer Fliegenschnur steckt, wie diese aufgebaut ist und gab Tipps zu dem Einsatzgebiet der diversen Taper. An anderer Stelle stellte er die wichtigsten Neuheiten der Firma SIMMS‘ aus Bozeman / Montana vor. Diesbezüglich hatte es der Ausrüster aus den USA in diesem Jahr richtig krachen lassen. Über 200! (in Worten zweihundert) Neuheiten hatte man auf den Markt gebracht. Viele bekannte Artikel wurden zwar mit gleichem Namen, aber völlig neu gestaltet und stets innovativ verbessert in das Programm aufgenommen. Stellvertretend möchte ich ein paar Artikel einmal kurz vorstellen.
Da wäre zum einen die neue G3 Wathose, die als als brusthohe Wathose und als Pant neu erschienen ist. G3? G3 gibt doch schon lange werden Sie sich fragen. Doch die neue G3 ist eine wahre Offenbarung. Für mich stets ein kleiner Wermutstropfen war die Steifheit und das Gewicht der ansonsten hochwertigen und haltbaren Serie. Mit der neuen G3 hat Simms einen großen Coup gelandet. Man konnte die Hose deutlich leichter gestalten. Zudem ist sie wesentlich flexibler was der Bewegungsfreiheit merklich entgegenkommt. Die Widerstandsfähigkeit hinsichtlich einer Perforation durch Dornen etc. konnte dennoch um 15-20 % gesteigert werden und…….die neue G3 ist ca. 25 % „atmungsaktiver“! Wenn das mal keine Entscheidungskriterien sind!!!! Und dabei ist die neue Version noch nicht einmal wesentlich teurer wie das Vorgängermodell. Für mich steht sie sicherlich auf der Wunschliste!
Auch beim Topmodell unter den Watschuhen, dem SIMMS‘ G3 Wading Boot hat sich einiges getan. Dieser erfuhr nicht nur optisch eine deutliche Aufwertung. Die Sohle wurde deutlich flexibler gestaltet und die Sohlenkante abgerundet. Zudem hat als nützliches Feature eine Metallöse an der Zunge der Schuhe einen Platz gefunden, die für die Befstigung von Gravelguards Gold wert ist. Erwähnenswert sind auch die Klemmösen für die Schuhriemen. Man zieht die Schnürsenkel stramm und klemmt diese mittels der beiden ersten Ösen ein. Danach kann man den Schuh weiter schnüren, ohne das sich das Schnürband des Vorderfusses wieder lockern kann.
Ergänzend möchte ich auf die aktuelle Serie der G3 Guide – Watwesten hinweisen. Wer die alte Ausführung kennt, der wird sich durchaus fragen, ob man ein solch ausgereiftes Produkt noch verbessern kann. Ja, man kann tatsächlich! Sicherlich liegt hier der Teufel im Detail, aber auch hier hat SIMMS‘ noch einmal ein paar Verbesserungen in das neue Design einfließen lassen.
Völlig überraschend und exklusiv bei Flyfishing Europe erhältlich sind zwei neue Einteiler, die aus atmungsaktive Wathosen mit angeschweißten Boots bestehen. Diese gibt es als ExStream Boot Vibram mit G3 – Technologie und als G4Z Boot Vibram mit G4 – Technologie. Nicht umsonst greifen Berufsfischer auf solche Einteiler zurück. Bislang gab es diese als Gummivariante oder in Neopreneausführung. SIMMS‘ hat nun den Schritt gewagt und bietet solche Kombies als atmungsaktiven Einteiler an. Ideal für alle, die am Wasser keine Zeit verlieren wollen!! Neben den Jungs von Flyfish Europe, der Europavertretung von SIMMS‘ sowie anderen Marken wie Scientific Anglers, Waterworks Lamson usw., stand auch Thies Reimers bereit, um die Marke Orvis zu repräsentieren und die entsprechenden Interessenten fachkundig beraten zu können. Am Sonntag fand dann auch Holger Bente alias „Dr. Catch“  den Weg nach Delecke.

Doch kommen wir nun zum gebotenen Rahmenprogramm:
Zum zweiten Mal dabei waren die Fliegenbinder Wolfgang Wagner aus dem Saarland und Don Schrott. Diese konnten schon beim Fliegenbindetag von Flyfishing Europe im November 2017 das Publikum begeistern. Wolfgang zeigte sein Repertoire und Können in Verbindung mit CDC – Federn. Seine Loop Wing – Emerger und Maifliegen mit extended Deer hair – Body konnten begeistern. Don, ein gebürtiger Amerikaner aus Michigan, zeigte wie man mit einfachen Mitteln fängige Nymphen bindet. Der Name ist Programm – „Copper John Don“.
Ganz neu dabei war Morton Hansen – Insidern auch als „Coastfly“ bekannt. Morten lebt mit seiner Frau und seinen Kindern im norddeutschen Ort Handewitt nahe der dänischen Grenze. Seine ganze Leidenschaft gilt dem Meerforellenfischen an der Küste. In jüngster Zeit hat sich Morten in Dänemark einen Namen als einer der kreativsten und einflussreichsten Fliegenbinder gemacht. Tausende von Facebook-Fans und Instagram-Followern staunen regelmäßig über seine neuesten Ideen für fängige Küstenfliegen. Ich bin mir sicher….Morton wird wieder kommen.
Eigentlich sollte auch Wolfgang Wache kommen. Doch dieser musste leider aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen. Im Herbst, beim Fliegenbindetag, ist aber sicherlich wieder mit ihm zu rechnen.
Die Wurfdemos thematisierten vor allem den italienischen Wurfstil TLT. Mit Paolo Rezzonico, Piero Zanetti und Simone Cometti standen dafür drei Schweizer zur Verfügung, die Mitglieder der SIM (Scuola Italiana di Pesca Mosca) sind und diese Wurftechnik natürlich in Perfektion beherrschen.
Thibaut Giband aus Frankreich komplettierte die Werfersektion. Der symphatische Instruktor ging auf das klassische Werfen ein und erläuterte den praxisnahen Einsatz unterschiedlicher Taper bei den Fliegenschnüren.
Wer den Weg an den Möhnesee fand, der hatte also reichhaltige Eindrücke zu verarbeiten. Wer diesen nicht auf sich genommen hatte….der hatte also echt etwas verpasst!!!!

Insgesamt kann man definitiv wieder auf eine gelungene Veranstaltung, kurz vor Saisonbeginn, zurückschauen. Ein zwangloses Treffen unter Gleichgesinnten, bestens bewirtet und voll gepackt mit interessanten Demos, sowie reichhaltiger Information – Herz, was begehrst Du mehr?

Diese Antwort fällt mir allerdings sehr leicht: Nun wird es Zeit für die ersten Ausflüge an den Fluss, bevor dann im April ein weiteres Highlight ansteht……die EWF – eine der größten Fliegenfischermessen Europas. Flyfishing Europe wird natürlich auch dort für Sie da sein und mit Rat und Tat zur Seite stehen!
Bis dahin hoffe ich aber von Besuchen an den Flußperlen in Eifel und Sauerland berichten zu können.

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Im Würgegriff der Minusgrade………..

Nachdem es zunächst überhaupt nicht danach aussah, als wenn der Winter geruht einzuziehen, hat sich das nun schon länger erledigt. Deutschland schlottert und friert nun schon eine ganze Weile. Gerne würde ich den „Schonzeitkoller“ mit einer Runde Fliegenfischen am See (De ronde Bleek in den Niederlanden oder Sommedieue in Frankreich) therapieren, aber ehrlich gesagt: Bei den Temperaturen……..no way!
Ich lasse mir einen Tag am Wasser nicht von unzulänglichen Bedingungen vermiesen. Ich mag keinen Regen, bei dem dann die Fliegenschnur am Blank fest klebt und ich kann mir ebenso etwas schöneres als vereiste Ringe und kalte Finger vorstellen – nichts für mich.
Jetzt haben wir schon fast Ende Januar und ich blicke derzeit auf ein schönes Angeljahr 2016 zurück. Derzeit bastel ich an einem Fotobuch, wo ich die schönsten Fänge der letzten Jahre als abgedruckte Erinnerungen festhalte.
Dabei ist mir dann aufgefallen das ich immer noch keinen „Fliegenhecht“ vorzuweisen habe. Gut, Hechte sind launisch und man muss sie erst einmal erwischen, wenn sie auch aktiv sind! Und auch gerade einmal drei oder vier „Versuche“ sin einem positiven Ergebniss in der Fangstatistik auch nicht förderlich. Ich haber aber auch zu Spinnfischerzeiten bzw. beim Fischen mit Köderfisch immer ein sehr gespanntes Verhältnis zum Predator mit dem bezahnten Entenschnabel gehabt. Der Wasserwolf mochte mich nicht und demzufolge konnte ich nie großartig mit dem schönen Räuber etwas anfangen.
Mal sehen, ob sich da 2017 etwas dran ändert! Hierzuland kann ich es theoretisch ja noch bis zum 15.02. ausprobieren! Mit Hechtstreamern bin ich Dank „Fliegenfischer mit Herz“ nun bestens ausgestattet, denn im Rahmen der Aktion habe ich derer 9 selbst „ersteigert“.
Vioelleicht sollte ich mich ja auch mal nach wirklich guten Gewässern umsehen. Mal eben nach Rügen fahren bzw. in Mecklenburg Vorpommern die Bodden besuchen……nein, das wäre nichts für eine Tagestour auf Esox lucius. Da würden sich noch eher die Polder bzw. die Maasplassen in den Niederlanden anbieten.
Ebenso interessant wäre sicher der Möhnesee, wo Flyfishing Europe nun sogar „Guiding mit Boot“ anbietet. Allerdings kostet der Spass natürlich auch etwas. Ein 8 stündiges Guiding mit dem Boot kostet mal eben 280.- €. Das erscheint als recht viel, relativiert sich aber schnell wieder, wenn man bedenkt was da hinter steckt. Die ganztägige Bootsmiete für ein solches Boot, wie es bei diesem Raubfisch – Guiding auf dem Möhnesee verwendet wird kostet auch bei anderen Anbietern einen entsprechenden Obulus. Immerhin ist das 5 Meter lange und 2 Meter Breite Boot mit allem Komfort, wie Echolot und i-Pilot (GPS gestützt) ausgestattet. Mietet man in eigener Regie solch ein Boot sind auch schon mal locker 60 – 100 € fällig. Dann kennt man aber den See und die Verhältnisse nicht und fischt ins Blaue. Fraglich ob das dann sehr zielführend wäre. Richtig spannend wird es aber, wenn man sich das Boot inklusive Guiding mit zwei Personen teilt. Die dann zu entrichtenden 300.- € senken das notwendige Budget um fast 50 %! Dann ist das mit Sicherheit eine echte Überlegung wert und stellt schon ein Schnäppchen dar. Jeder Handwerker hat seinen Preis und auch ein Guide muss leben. Zieht man nun den Mietpreis eines entsprechenden Bootes ab, so zahlt man für das Guiding einen angemessenen Preis…..zumindest insofern es sich um einen guten Guide handelt. Der sollte sich nämlich voll und ganz in den Dienst des Kunden stellen.
Zu sehen auf der DVD der aktuellen Fisch&Fang: Schwarzbarschfischen in Italien. Und was macht der Guide im Filmbeitrag? Läßt die Redakteure fischen und schwingt selber fleißig die Angelrute! So sollte es natürlich nicht sein!
Ich überlege jedenfalls, ob ich das Angebot von Flyfishing Europe, kurz FFE einmal anteste. Vielleicht finde ich ja auch einen Sinnesgenossen, der bereit ist gemeinsam mit mir am Möhnesee mit der Fliege auf Hecht zu fischen.
Einen Wehrmutstropfen hat die Geschichte aber: Die Fischerei mit Hilfsmitteln, wie z.B. Echolot sind eigentlich nicht mein Ding. Irgendwie geht mir da das urwüchsige abhanden. Der Reiz den Fisch mit persönlichem Jagdinstinkt zu finden und mit der Fliegenrute zu stellen. Aber vielleicht sollte man das hinsichtlich des Projekts „erster Fliegenhecht“ auch einmal vernachlässigen, auch wenn man dabei die Nase rümpft.
Mehr Informationen zu dem neuen Angebot findet man auch hier:
Bootsfischerei und Guiding am Möhnesee
Weitere Auskünfte erhält man auch im Shop von Flyfishing Europe unter:
Das Angebot im Onlineshop von FFE
Jedenfalls machen die folgenden Bilder erhebliche Lust auf eine muntere Jagd auf die Predatoren des Möhnesees……..fette Stachelritter und „Monster“ im Kettenhemd!
Sobald ich das Angebot von FFE getestet habe, werde ich natürlich hier darüber berichten:


Wie man auf den Bildern sieht, ist der Möhnesee auch ein exklusives Renken – / Coregonen – Gewässer. Wenn man die klassische Fliegenfischerei ein wenig abwandelt, dann kann ich mir auch gut vorstellen mit der Nymphe (Springersystem an Sinkschnur bzw. an einer monofilen Schnur) auf Renke zu fischen.
In knapp einer Woche öffnet bekanntlich die „Fête de la Pêche à la Mouche 2017“ , ausgerichtet vom belgischen Club A.P.M.C., an der Rue du Président John Fitzgerald Kennedy im belgischen Charleroi ihre Pforten. Wahrscheinlich werde ich auch in diesem Jahr die Reise dorthin antreten, denn irgend etwas braucht man ja immer! Ich habe tonnenweise Bindematerial und dennoch ist mir aufgefallen das mir bestimmte Federn etc. fehlen, denn:
Aus irgend einem Grund bin ich zur Binderei von klassischen Lachsfliegen gekommen. Bewundert habe ich diese kleinen, farbenprächtigen Kunstwerke eigentlich immer und wollte auch einmal ein entsprechendes Muster als „Wohnzimmerdeko“ selber binden. Das habe ich letzte Woche auch getan. Dabei fiel mir dann auf , das ich einige der Grundmaterialien für das gewählte Muster nicht hatte. Improvisation war also angesagt. Die kleine blaue Feder am Kopf der Lachsfliege ist eigentlich eine „Chatterer – Feder“ und die buschigen, schwarzen Zierwicklungen hätte man aus schrzer Straußenfeder vornehmen müssen. Nun, ich habe dann Eichelhäher und schwarzes Pfauengras genommen, was der allerersten „klassischen Lachsfliege“ sicherlich keinen Abbruch tut! Ich denke sie ist für ein „Erstlingswerk“ recht gut gelungen und kann sich sehen lassen. Zwar weist sie einige Mankos und Stilbrüche auf, aber: Übung macht ja bekanntlich den Meister!
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Jedenfalls werde ich mich auf der „Fliegenfischerbörse“ in Charleroi dieses Jahr einmal nach entsprechenden Materialien für klassische Lachsfliegen umschauen.
Informationen zur Veranstaltung findet man übrigens hier:
Informationen zur Messe in Charleroi
Neben der Anfahrtsbeschreibung findet man natürlich auch das Ausstellerverzeichnis.

Noch ein paar Worte zur Benefizaktion „Fliegenfischer mit Herz“ zu Gunsten vom „Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.“: Dem regelmäßigen Besucher des Blogs wird nicht entgangen sein, das wir in der Auflage 2016 erneut ein Rekordergebniss erzielen konnten. Hunderte Artikel waren auf ca. 120 Auktionslose aufgeteilt und führten bekanntlich zum Rekordergebniss von 4450.- €. Nur gerade einmal 550.- € und wir hätten in der dritten Auflage der Aktion die 5000er – Marke geknackt. Das sollte nun unser Ziel für das Jahr 2017 sein. Wenn der Zuspruch 2017 wieder genauso gut wird wie der im letzten Jahr, dann brauche ich allerdings Hilfe und Unterstützung bei der Organisation und Verwaltung…..soviel ist jetzt schon klar!
Inzwischen ist auch die Bestätigung über den Zahlungseingang aus Tübingen gekommen:
schreiben-foerderverein
Gestern (an meinem Geburtstag – wie passend) ist eine Abordnung von Neckar-Fliegenfischern mit dem symbolischen Scheck beim Förderverein gewesen und hat ihn dort in meinem Namen überreicht. Leider konnte ich aus privaten und beruflichen Gründen selber nicht vor Ort sein. Ich denke: Ein toller Abschluss einer erfolgreichen Spenden – Aktion, die hilft viel Leid zu lindern!!!
Nun blicken wir optimistisch auf die neue Fliegenfischersaison 2017 – ich wünsche allen Besuchern des Blogs dafür viel Petri Heil, Tight Lines und Dry Socks!!!

Chapeau…….ein richtiges Meisterwerk

Pünktlich am Mittag des 21. Februars klingelte der Postbote bei mir und drückte meiner Frau ein Paket in die Hand, welches von der Größe her schlagartig Assoziationen zu einem lange erwarteten Buch entstehen ließ. Ich entledigte dem (vermeintlich) guten Stück seine Verpackung in Rekordzeit und hielt dann tatsächlich in voller Pracht die 3. Auflage des Standardwerkes „Entomologie für Fliegenfischer“ in der Hand.
Das überarbeitete Grundlagenwerk, inzwischen auf 350 Seiten angewachsenen, kommt mit über 560 Farbfotos und 4 Zeichnungen daher. Allein schon dieser Umfang benötigt für eine adäquate Buchvorstellung schon ein wenig Zeit.
Desweiteren habe ich mir von einem Fischerfreund extra ein Exemplar der 1. Auflage ausgeliehen, um beide Versionen miteinander vergleichen zu können.
Um es vorweg zu nehmen: Das Autorentrio Walter Reisinger, Dr. Ernst Bauernfeind und Erhard Loidl, sowie das Lektorat des Ulmer Verlages, haben einen klasse Job gemacht und aus einem ohnehin schon guten Grundlagenwerk ein regelrechtes Meisterwerk gemacht.
Nicht nur vom Format her (es ist deutlich größer als die 1.Auflage) ist das Buch gewachsen. Das neue Layout und nicht zuletzt einige ergänzte Inhalte machen es auch wertiger. Auf meiner Seite http://www.fliegenfischen-deutschland habe ich eine ausführliche Rezension eingepflegt. Diese kann man unter http://www.fliegenfischen-europa.de/Entomologie_fuer_Fliegenfischer.htm einsehen. Dort findet man das komplette Inhaltsverzeichnis und kann anhand einer Verlinkung eine umfangreiche Leseprobe vornehmen. Für einen interessierten Fliegenfischer und Fliegenbinder ist der Titel eigentlich ein „Must have“ und sollte in der Hausbibliothek nicht fehlen!

Am letzten Wochenende fand am Möhnesee die „Große Frühjahrsshow“ bei Flyfishing Europe statt. Natürlich war ich – zumindest am Samstag – vor Ort und habe ein paar Impressionen mitgebracht:
Traditionell trifft sich, auf Einladung der Geschäftsführerin Mirjana Pavlic, die Fliegenfischerszene Anfang März zur „Großen Frühjahrsshow“ von Flyfishing Europe am Möhnesee. Das sollte auch 2015 natürlich nicht anders sein und so hielt ich mir das Wochenende frei, um mich am Samstag auf den Weg ins Sauerland machen zu können.
Mirjana Pavlic, selbst seit Kindesbeinen an eine begeisterte Fliegenfischerin, hatte wieder ein interessantes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.
Dieses Mal waren, neben namhaften Bindern und Werfern, auch internationale Gäste mit von der Partie. So reiste Henrik Mortensen als Caster und Produktrepräsentant seiner neuen Geräteserie „Salmologic“ an und auch Kristen Mustad, seines Zeichen Geschäftsführer von „NAUTILUS-Reels“ war eigens aus den Staaten angereist, um Fragen zu seinen hochwertigen Rollen beantworten zu können, bzw. beratend tätig sein zu können.
Wer den Namen „Mustad“ liest, bei dem sollte direkt eine Assoziation zu den namhaften „Mustad-Angelhaken“ entstehen, die z. B. gerne von Barry Ord Clarke verwendet werden. Tatsächlich stammt Kirsten aus diese Familiendynastie, wenngleich er geschäftlich mit der skandinavischen „Hakenschmiede“ nichts zu tun hat. Kirsten hat in den Staaten sein „eigenes Ding“ gemacht, seinerzeit eine kleine Maschinenbaufirma aufgekauft, die schon Rollen produzierte und damit begonnen aus einer Manufaktur für durchschnittliche Allerweltsrollen ein Unternehmen zu schaffen, welches Produkte liefert, die keinen Vergleich scheuen brauchen. Wer einmal mit einer Nautilus-Rolle gefischt hat, der weiß was ich damit meine!
So ist es nicht verwunderlich das Kristen mit seinen Kreationen bereits auf der IFTD im Jahre 2013 mit seiner CCF X2 den begehrten Preis »Best of Fly Reels« in der Kategorie Fly Reels Saltwater gewonnen hat. Im Jahr 2014 konnte er dieses Ergebnis in Orlando sogar noch steigern. Die CCF X2 Silver King gewann diesen begehrten Preis im Folgejahr sogar in zwei Kategorien – sowohl bei den Fly Reels Freshwater, als auch bei den Fly Reels Saltwater!
Sicherlich sind Nautilus-Rollen preislich kein „Schnäppchen“, aber sie sind derart funktionell, das sie auch jeden Euro wert sind. Ich darf da übrigens aus eigener Erfahrung sprechen und bestätigen, das Kirsten aus einem einfachen „Schnurbehältniss“ ein hochtechnisiertes Funktionsgerät gemacht hat. Wasserdichte Mechanik und funktionelle Bremse, sowie erstklassiges Design sind nur die Hauptattribute, die seinen Rollen uneingeschränkt ausstelle.:

Henrik Mortensen hat an diesem Wochenende seine Produktlinie „Salmologic“ vorgestellt. Zweihandruten und schwere Einhandruten bilden derzeit mit dem passenden Rollen- und Schnurprogramm den Kernpunkt. Aber Henrik war auch als Werfer vor Ort. Es ist eine Augenweide ihm dabei zuzuschauen. Augenscheinlich völlig kraftlos und geschmeidig befördert er das Vorfach mit Hilfe von Rute und Schusskopf in das Zielgebiet. Ei Meister seines Faches und ein Virtuose an der Fliegenrute!

Ein Beweggrund für mich zum Möhnesee zu fahren waren auch die neuen Rutenserien von der L. R. WINSTON – Rod Company. Zwei neue Rutenserien gab es zu begutachten. Einmal die WINSTON Boron III TH-MS Microspey – Ruten und zum anderen die todschicken WINSTON NEXUS-Fliegenruten. Letztere interessierten mich natürlich brennend. Ich ließ mir die Gelegenheit nicht nehmen eine der schnellen Kohlefaserruten Probe zu werfen und wählte dazu eine vierteilige Rute der Klasse 4 in 9 Fuss aus. Als Schnur verwendete ich die Teeny-Wurftreff in der passenden Gewichtsklasse. Die Erfahrungen waren durchaus sehr positiv……ich glaube ich fange schon einmal an zu sparen. Diese tiefschwarze Rutenserie mit dunkelbraunem Edelholzspacer gefällt mir gut………sehr gut sogar!!!!

Eine weitere Neuheit im FFE-Shop: Bindematerial von „SPIRIT RIVER“. Als Highlight der Dubbing-Materialien führt SPIRIT RIVER das UV²-Material, aber auch das herkömmliche DAZL Hares Ear-Material macht einen tollen Eindruck. Demzufolge habe ich auch einige Tütchen „eingetütet“ um das Material zu testen! – Ich werde natürlich berichten!!!

Bei schönstem Frühlingswetter durfte man zahlreichen Größen der Szene über die Schultern schauen, um zu sehen wie sie binden und werfen. Als Binder standen zur Begutachtung (und für Rat und Tat) bereit: Eddy Zauner (Elsass) – Dub Speed – System, Cyrill Bailly (Frankreich) Nymphen und Trockenfliegen aus Naturmaterialien, Peter Joest (Deutschland) Streamer für Süß- und Salzwasser, Wolfgang Wache (Deutschland) Innovative Hechtfliegen, Günni Sareyka (Deutschland) Garnelenmuster für Meerforelle, John Peters (Niederlande) Trockenfliegen und Nymphen, Gerrit van Ee (Niederlande) Nymphen, Emerger etc., Rudy van Duinhoven (Niederlande) Hechtstreamer. Ich denkle genug Gelegenheit um sich Inspirationen und Anregungen zu holen!

Als Werfer erschienen zur Frühjahrsshow: Henrik Mortensen (Dänemark / USA) Werfen mit der Einhand-, Zweihand- und Switchrute, sowie René Didßun (Deutschland) Werfen mit der Einhand-, Zweihand- und Switchrute und demonstrierten ihr Können.

Als Markenrepräsentant waren, neben Kristen Mustad (NAUTILUS) und Henrik Mortensen (SALMOLOGIC), sowie René Didßun (SALMOLOGIC), noch Sascha Bachmann (SIMMS) und Sebastian Walker (Repräsentant FFE – Frankreich) zu gegen.

Ich habe den samstäglichen Ausflug sehr genossen, viel gelernt und Freunde, Bekannte, sowie neue Leute kennen gelernt. Natürlich hatte die Gastgeberin auch dieses Mal dafür gesorgt, das jeder Besucher mit Speis und Trank gut versorgt war. Ebenso standen kompetente Mitarbeiter für Beratung und Verkauf zur Verfügung. Wie? Sie waren nicht da? Tja…..selber schuld! Die nächste Veranstaltung bei Flyfishing Europe sollten sie sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen!!!

Derweil freue ich mich drauf in den nächsten Tagen endlich ans Wasser zu kommen und fischend die erwachende Natur unter wärmender Frühlingssonne genießen zu können. Ich wünsche auch Ihnen einen schönen und erfolgreichen Saisonauftakt! Nachfolgend noch ein paar Bildimpressionen:

Natürlich habe ich mir inzwischen auch den Ergänzungskatalog 2015 zum immer noch gültigen Hauptkatalog von Flyfishing Europe angesehen. Eine Übersicht über den Inhalt und die Neuheiten im Sortiment von FFE finden sie unter

http://www.fliegenfischen-europa.de/Flyfishing_Europe_Update.htm.

Ein ganz besonderes Schmankerl habe ich mir für den Schluss meines heutigen Postings aufbewahrt. Dieses betrifft vor allem die Frende des Salzburger Landes, aber auch des angrenzenden Chiemgaus. Der „Salzburger Fliegenatlas“ beschreibt ausführlich die dort vorkommenden Fliegenarten uind gibt anhand von Schlupfzeitentabellen eine gute Orientierung über die jeweils zu wählenden Fliegenmuster. Wer möchte kann diesen hier einsehen:

Salzburger Fliegenatlas

Heute Nacht um 00:00 Uhr endet dann endlich die Schonzeit für die Forelle, so das die ersten Gewässer wieder öffnen. Ich habe vor den Saisonstart an der Rur in Monschau zu verbringen. Ob ich es ans Gewässer geschafft habe und wie es mir dabei ergangen ist lesen sie zu einem späteren Zeitpunkt an gleicher Stelle!
Ich wünsche allen Besuchern des Blogs einen erfolgreichen Saisonauftakt und ein fettes „Petri Heil“ für die Saison 2015!!!!

Ist das Leben nicht schön?………

Ist das Leben nicht schön? So betitelt ist ein alter Streifen, der alljährlich zum Weihnachtsfest ausgestrahlt wird…….ich glaube mit James Stewart als „Protagonisten“.
In dem Film will der gebeutelte Held per Suizid aus dem Leben scheiden, weil alles nicht so wirklich läuft. Der tolpatschige Engel „Clarence“ will ihn davon abbringen und zeigt wie sich die Geschichte ohne den Suizidkandidaten entwickelt hätte.
Auch ich habe immer wieder Phasen, wo mir einfach nichts gelingen will und ich so langsam verzweifel. Sowohl beruflich, als auch am Wasser.
Und dann gibt es Tage, an denen alles zu laufen scheint. Heute ist wieder solch ein Tag gewesen. Der Postbote brachte mir den (Update)Katalog 2015 von Flyfishing Europe, per Mail habe ich die Vorabfassung meines Artikels für die nächste „Fliegenfischen“ bekommen und demnächst darf ich mir ein weiteres Highlight am „Bücherhimmel“ zu Gemüte führen. Den Update-Katalog von FFE werde ich zeitnah auf meiner Seite http://www.fliegenfischen-deutschland.de ausführlich vorstellen und was den Artikel in der Fliegenfischen Nr.3 / 2015 anbetrifft…….laßt euch überraschen! Nur soviel sei gesagt: Ein berühmter Hotelier aus Frankreich spielt eine zentrale Rolle!!!!
Natürlich komme ich nicht umhin noch einmal auf die große Frühjahrsshow bei Flyfishing Europe (FFE) hinzuweisen: http://www.flyfishingeurope.de/cms/upload/newsletter/2015-02-24/newsletter_2015-02-24.htm
Als kleines „Schmankerl“ schon einmal das Titelbild des Kataloges:

FFE 2015-2016

Ich hoffe wir sehen uns doch nächstes Wochenende am Möhnesee?!?! Ich würde mich freuen!!!!