Der Planet brennt……..Zeit für Müßiggang

Derzeit hat eine Hitzewelle Westeuropa fest im Griff. Der Hitzerekord von 40,2° Celsius könnte an diesem Wochenende noch fallen.
Angesichts dieser Tatsache verzichte ich dankend auf die Fischerei und das mehrere Gründe:
Zum einen hat unser Flossenwild durch die Niedrigwasserstände und die hohen Wassertemperaturen genug Stress. Da braucht man diesen leidenden Kreaturen nicht auch noch auf die Flossen zu stiefeln.
Zum anderen ist die Fischerei bei einer solchen „Bullenhitze“ selten von Erfolg gekrönt, da das Flossenwild die Nahrungsaufnahme einstellt bzw. auf die ganz frühen Morgenstunden bzw. die späten Abendstunden verlegt.
Aber wieviel Temperatur vertragen Forelle, Äsche und Co. eigentlich? Nun das ist von Art zu Art unterschiedlich. Während hiesige Arten bei Wassertemperaturen um die 20 Grad die Nahrungsaufnahme einstellen und bei deutlich über 20 Grad einzugehen drohen, hat Johannes Schöffmann auf Korsika Forellenstämme untersuchen können, die bei Wassertemperaturen von 25° bis 26° Celsius noch munter Nahrung aufnahmen.
Wie dem auch sei…..ich nutze diese temperaturbedingte, selbstauferlegte Pause dafür meine Homepage http://www.fliegenfischen-deutschland.de, den Blog und unseren Internetshop zu pflegen. Auf der Homepage habe ich unter http://www.fliegenfischen-deutschland.de/Fangbilder.htm einige Fangbilder aus der letzten und der diesjährigen Saison eingepflegt. Immerhin konnte ich allein in diesem Jahr meine persönlichen Bestmarken bei dem Döbel und der Regenbogenforelle knacken. Im letzten Jahr war es dagegen unser „Bonefish für Arme“. Mit 63 Zentimetern konnte ich auf Anhieb einen guten Start hinsichtlich der Barbe hinlegen. Diese „Bestmarke“ wäre dann vor ein paar Wochen fast geknackt worden….ich hatte ja seinerzeit berichtet!
Sicher ist Ihnen aufgefallen das es ab sofort eine neue Kategorie im Rahmen des Blogs gibt. Nun stelle ich Ihnen einmal im Monat die „Fliege des Monats“, kurz „FdM“ vor. Den Anfang diesbezüglich macht eine meiner Lieblingsfliegen, die schon für manch spannenden Drill gesorgt hat und auch bei Ihnen in der Dose nicht fehlen sollte – die Daddy Long Leg bzw. Crane Fly!

Ich hoffe derweil am Wochenende einige Fliegenmuster für die „Personal-Line“ unseres Fliegenshops http://www.flyfishing-flies24.de binden zu können, damit ich diese meinem Lieferanten zukommen lassen kann, der diese dann natürlich in meinem Auftrag nachbinden läßt.
Nächste Woche sollen die Temperaturen dann wieder weitaus moderater sein, so das wieder ans Fischen gedacht werden darf!

Ein Hauch von Kanada……….

…..und das direkt vor der Haustüre. Die Rede ist hier von einem Örtchen in der Nordeifel. Nicht unendliche Weiten lassen diese Assoziation entstehen, sondern die Natur und die offensichtliche Abgeschiedenheit. Natürlich ist man hier nicht weitab der Zivilisation, aber wenn man an diesem Rurabschnitt fischt, dann wird dieser Eindruck erweckt. Zum einen durch die malerisch im Tal eingebettete Rur und zum anderen durch den urwüchsigen Baumbestand, der das Gewässer säumt. Lediglich ein unbefestigter Radweg zeugt vom Vorhandensein menschlicher Kulturgüter. Selbst der Blick auf das Handydisplay sorgt für eine Überraschung: Kein Netz!
Die Natur hier hat einiges zu bieten, sind die Tiere doch oftmals ungestört. Auch die Fische in diesem Flußabschnitt sind noch nicht fehlgeprägt. Es handelt sich um scheue Wildfische und das merkt man auch. Wer meint hier mal eben ein paar Großforellen fangen zu können, der sieht sich schnell getäuscht. Sie sind gut getarnt, versteckt und äußerst schwer zu überlisten.
Zum Zeitpunkt meines Besuches herrschte Niedrigwasser, was die Sache nicht gerade vereinfachte. Glasklar und whiskeyfarben zeigte sich mir das kühle Nass des Eifelflüßchens. Oftmals nur noch eine handbreit tief. Exuvien verrieten das die großen Steinfliegen mitten im Schlupf waren. Ab und an flog auch eine der beeindruckenden Imagines an einem vorbei. Folglich berücksichtigte ich das auch bei meiner Köderwahl: Ein Stimulator kam ans Tippet.
Dennoch erwies sich die Fischerei als schwierige Angelegenheit. Lange Driften waren aufgrund der Steine, die immer wieder aus dem Wasser ragten kaum möglich. Eine Hand voll wunderschön gezeichneter Eifelforellen war dann am frühen Abend auch die relativ magere Ausbeute des voran gegangenen Tages.
Zum Fliegenfischen gehört aber mehr als nur Fische fangen. Was zählt ist das ganzheitliche Erlebniss am Busen von Mutter Natur und dieser wird hier eben nicht durch den BH menschlicher Zivilisation bzw. menschlichen Kulturgutes bedeckt. Zudem wird der Befischungsdruck bewußt klein gehalten. Eine Hand voll von Jahreskarten und um die 60 Tageskarten auf das Jahr verteilt – mehr Störung mutet man den Fischen in diesem Flussabschnitt nicht zu. Und das auf gut 3 oder 4 Kilometer Streckenlänge! Natürlich habe ich auch ein paar Bilder mit nach Hause gebracht. Die will ich auch nicht vorenthalten:

Inzwischen ist auch die Ausgabe 04/2015 des Printmagazins „Fliegenfischen“ erhältlich:

Fliegenfischen 04-15

Der Blick auf das Inhaltsverzeichnis ist vielversprechend:

Notizbuch – Neues aus der Szene
Meisterhaft mit der Nymphe – Roman Moser zeigt wie es geht
Meister Popper – Bernd Kuleisa fischt auf Döbel mit kleinen Poppern
Show der Superlative – Rückblick auf die „Fishing Masters“ in Duisburg
Grün ist die Hoffnung – Thomas Wölfle tunt alte Tubenfliegen
Kleine Tipps, große Wirkung – Michael Werner gibt 9 goldene Fliegenfischertipps preis
Boobies am Baggersee – Regenbogenforellen im Stillwasser? Hier muss die Boobie Fly ran….meint jedenfalls Markus Schmidt
Der Ruf der Berge – Günther Schmidhuber über die Gebirgsbachfischerei
Edle Fliegenrollen aus Holz  – Gottfried Maibohm baut sie
Fliegen im Lesertest: Javi Nymphen – Auswertung des Tests
Leser binden – Die Fliegen der Leser
Leserbriefe – Leserzuschriften
Momente – Magische Momente am Fluss
Gewässerguide – Deutschland: Gewässer im Sauerland, Flöha und schwarze Pockau; Österreich: Mitterweißenbach, Stausee Klaus und Vellach, sowie Kleine Drau; Bosnien: Der Äschenfluss Pliva; Frankreich: Bretagne; Dänemark: Skjern Au
…………und natürlich die Vorschau auf Ausgabe 5 / 2015

Längst würde ich gerne für sie auf einem weiteren Gebiet tätig sein. Seit Monaten plane ich diesbezüglich, bin damit beschäftigt Hürden und Hindernisse zu nehmen. Leider geht es nicht so voran, wie ich es mir vorgestellt habe und immer wieder gibt es Rückschläge. Wie sagt man doch so schön im angloamerikanischen Sprachraum: „Shit happens!“ Und wenn sie passiert, wem passiert sie zuerst? Natürlich mir! Ich bin aber guter Dinge das die größten Hürden Anfang nächster Woche umschifft sind.
Lassen sie sich also überraschen……nur eines ist sicher: Blog (https://fliegenfischendeutschland.wordpress.com) und Internetseite (http://www.fliegenfischen-deutschland.de/Home.htm) werden wie gewohnt weitergeführt. Und wie sagt der Kölner doch immer so schön: „Et hätt noch immer jot jejange!“ Ich werde also bald wieder von mir hören lassen.
Am nächsten Wochenende steht dann auch ein verlängertes Wochenende in Luxemburg an, wo ich mit einer Gruppe Fliegenfischern an der Sauer unterwegs sein werde. Leider ist der geplante „Slowenientrip“ für den Herbst ins Wasser gefallen – aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!!!
Aufgrund von Fronleichnam haben aktuell viele ein langes Wochenende – Diesbezüglich wünsche ich natürlich viel „Petri Heil“, sofern sie zum Fischen kommen!!!! Ob ich es an diesem Wochenende ans Wasser schaffe, vermag ich noch nicht sagen zu können – wenn nicht, dann beehre ich halt meinen Bindestock! Bis dahin: Tight lines!

Ist das Leben nicht schön?………

Ist das Leben nicht schön? So betitelt ist ein alter Streifen, der alljährlich zum Weihnachtsfest ausgestrahlt wird…….ich glaube mit James Stewart als „Protagonisten“.
In dem Film will der gebeutelte Held per Suizid aus dem Leben scheiden, weil alles nicht so wirklich läuft. Der tolpatschige Engel „Clarence“ will ihn davon abbringen und zeigt wie sich die Geschichte ohne den Suizidkandidaten entwickelt hätte.
Auch ich habe immer wieder Phasen, wo mir einfach nichts gelingen will und ich so langsam verzweifel. Sowohl beruflich, als auch am Wasser.
Und dann gibt es Tage, an denen alles zu laufen scheint. Heute ist wieder solch ein Tag gewesen. Der Postbote brachte mir den (Update)Katalog 2015 von Flyfishing Europe, per Mail habe ich die Vorabfassung meines Artikels für die nächste „Fliegenfischen“ bekommen und demnächst darf ich mir ein weiteres Highlight am „Bücherhimmel“ zu Gemüte führen. Den Update-Katalog von FFE werde ich zeitnah auf meiner Seite http://www.fliegenfischen-deutschland.de ausführlich vorstellen und was den Artikel in der Fliegenfischen Nr.3 / 2015 anbetrifft…….laßt euch überraschen! Nur soviel sei gesagt: Ein berühmter Hotelier aus Frankreich spielt eine zentrale Rolle!!!!
Natürlich komme ich nicht umhin noch einmal auf die große Frühjahrsshow bei Flyfishing Europe (FFE) hinzuweisen: http://www.flyfishingeurope.de/cms/upload/newsletter/2015-02-24/newsletter_2015-02-24.htm
Als kleines „Schmankerl“ schon einmal das Titelbild des Kataloges:

FFE 2015-2016

Ich hoffe wir sehen uns doch nächstes Wochenende am Möhnesee?!?! Ich würde mich freuen!!!!

Fliegenfischen auf Los Roques

Vor kurzem erhielt ich die Anfrage ob auch Gastbeiträge innerhalb des Blogs möglich sind. Da spricht natürlich nichts gegen und somit möchte ich an dieser Stelle den ersten Gastbeitrag vorstellen:

Fliegenfischen auf Los Roques

Los Roques ist ein etwa 200.000 Hektar großes Korallenarchipel vor Venezuela, das für Urlauber ein unglaubliches Naturerlebnis bietet. Die Hauptinsel des Atolls ist Gran Roques, diese kann von Maracaibo, Porlamar oder Caracas mit dem Flugzeug erreicht werden. Da das Archipel ein Nationalpark ist, dürfen keine Neubauten durchgeführt werden, daher übernachtet man in familiären Posadas, auf Katamaranen oder Segelbooten. Von den insgesamt 42 Inseln, die man auf Bootstouren erkunden kann, ist nur Gran Roques bewohnt, auf den Inseln 2 Moisquises befindet sich außerdem eine Schildkrötenaufzuchtstation. Auf Grund der atemberaubenden Sandstrände, des azurblauen Wassers und der traumhaften Landschaft wird Los Roques oft auch „Malediven der Karibik“ genannt. Das Atoll ist ein Paradies für Taucher sowie Schnorchler, die die einzigartigen Korallenbänke und die bunte und vielfältige Unterwasserwelt erkunden möchten. Aber auch Kitesurfer kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Darüber hinaus gehört das Korallenarchipel zu den weltweit beliebtesten Destinationen für Fliegenfischer.

Vor allem die riesigen Flachwasserzonen – auch „Flats“ genannt – bieten ausgezeichnete Möglichkeiten, um dieser Sportart nachzugehen. Hier trifft man auf den 4 bis 8 lbs großen „Bonefish“ sowie den „Ghost of the Flats“, der seinen Namen wegen seiner ausgezeichneten Tarnung erhielt. Des Weiteren tummeln sich oft ganze Rudel von Ladyfischen, Jacks oder Bonitos im Wasser und auch die Hornhechte – oder „Needlefische“ sind keine Seltenheit auf Los Roques.

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Fliegenfischen in den Flats von Los Roques

Technisch äußerst anspruchsvoll ist das Fliegenfischen auf  Permit, denn hier müssen die Wetterbedingungen optimal passen, um einen dieser sehr intelligenten Fische zu fangen. Der wahre König von Los Roques ist jedoch der Tarpon oder „Silver King“, der eine Größe von bis zu 150 lbs erreicht und im Hafen von Gran Roques an den Haken bekommen werden kann.

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Schöner Bonefish

Zu beachten ist, dass viele Flachwasserbereiche (Pancake-Flats) nur mit einem Guide besucht werden können. Am besten ist es, einen Angelführer bereits vor der Reise zu reservieren, da vor allem in der Hochsaison viele Boote ausgebucht sind. Auch auf die richtige Ausrüstung sollte nicht vergessen werden. Dazu gehören Fliegenruten der Klasse 10/11 bzw. 7/8, 200 Meter Backing, salzwasserfeste Rollen mit Bremse sowie schwimmende Salzwasserfliegenschnüre.

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Toller Fang

Gran Roques selbst verfügt über keinen Angelshop, daher muss das Equipment von zu Hause mitgebracht werden. Da auf Los Roques praktisch 12 Stunden am Tag die Sonne scheint, ist natürlich auch die geeignete Kleidung äußerst wichtig. So sollte man beim Fliegenfischen ein langes Hemd, eine lange Hose, einen breitkrempigen Hut, eine Polarisationsbrille, Flat-Schuhe sowie Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 40 oder mehr tragen.

Zudem sollte gesagt sein, dass Fliegenfischen in Los Roques ein Spass für die ganze Familie ist.

© Bilder und Text: Nicky Richter (Februar 2013)