Holpriger Start ins Frühjahr………….

Nun liegen die ersten Ausflüge an diverse „Schonzeit befreite“ Flußstrecken hinter mir. Ich muss schon sagen…..da hatte ich mir doch ein wenig mehr versprochen!
Am Wochenende vor dem Osterfest wagte ich den ersten Ausflug an mein Vereinsgewässer, der Rur bei Düren. Michael, ein Fischerfreund und Ex- Arbeitskollege und ich gaben an den diversen Hotspots der malerischen Rur alles und wir kämpften wie die Löwen, aber Löwen sind halt nicht immer Könige……und manchmal werden sie auch „enttrohnt“. Nix war es mit einem „Fangfestival“ zu Saisonstart. Obwohl es gegen Mittag einen recht umfangreichen Schlupf von Exemplaren der Baetis – Gattung gab, scheinte das unser Flossenwild nicht zu interessieren. Im Gegensatz zu unserem Federwild, welches fast durchzudrehen schien, war das Schuppenwild „ausgeflogen“!
Kein Ring, keine Fisch….am Ende keine Hoffnung und vor allem……eine Schneiderrunde ohne Kontakt.
Nun gut, man muss aber auch dazu sagen das die jüngste Kältewelle (Putins Hammer) die Natur noch einmal so richtig zurück geschmissen hatte. Es war ja in der Woche vor Ostern nicht das geringste Grün an Busch und Baum zu sehen!!! Ich habe mal recherchiert – ein Jahr zuvor hatten wir zu dieser Zeit statt 9° C satte 23,5° C. Klar das der Fisch 2017 zu dieser Zeit munterer war. Naja….wenigstens an der frischen Luft gewesen und „Wasser gesehen“!!!


Ich vermag nicht zu sagen ob es eher „Frustbewältigung“ war oder doch eher auf „Wiedersehensfreude“ beruhte. Jedenfalls konnte ich meinen „Sinnesgenossen“ Gerd dazu bewegen an Karfreitag das Projekt „Fisch“ an der Anlage „De Ronde Bleek“ in den Niederlanden in Angriff zu nehmen. Doch hier zeigten sich die Fettflossenträger ebenfalls in zickiger Laune, auch wenn die gesamte Situation deutlich leichter zu beherrschen war. Es dauerte nicht lange und Gerd hatte die erste Regenbogenforelle auf Nymphe verhaftet. Sein Sohn zog recht bald nach. Ich dagegen musste mich arg in Geduld fassen.
Aus irgendeinem Grund war ich vom Ehrgeiz zerfressen mit der Trockenfliege zum EWrfolg kommen zu wollen! Am Ende wurde meine Harnäckigkeit belohnt und ich verhaftete zwei Regenbogner von 40+ auf der bewährten Klinkhammer. Tatort: Kreken
Ich weiß nicht ob es „Goldforellen“ waren (die Albinoform der Regenbogenforelle) oder aber Goldorefen oder Koikarpfen. Zweimal, als ich eines jener Exemplare zielgenau angeworfen hatte, befand sich am Ende doch eine stinknormale Regenbogenforelle in schöner Größe im gummierten Schonnetz.
Gegen Ende des Ausflugs enterten wir dann noch die Floße auf dem Hauptsee, um Streamer durch das Wasser zu ziehen. Während Gerd und sein Sohn leer ausgingen, konnte ich meine Statistik noch einmal deutlich aufwerten. Zwei Regenbogenforellen mussten kurz ihr angestammtes Element verlassen und durften Luft schnappen. Darunter ein respektables Exemplar von 50+. Ich bin immer wieder erstaunt darüber wie wehrhaft diese Großforellen in diesem See sind. Was passiert erst wenn man eine wirklich kapitale dran hat? Da geht die Post aber mal so richtig ab!!!
Als die Heimat rief hatte ich vier Forellen vorzuweisen. Das war zwar genauso viel, wie meine beiden Begleiter zusammen, entsprach aber nicht wirklich den Ansprüchen. Am Ende zeigte sich jedoch: „Karfreitag“ und „Fisch“ gehören einfach zusammen!!!

Noch während des Osterwochenendes zog es mich erneut an die Rur. Wieder einmal beharkte ich diverse, vielversprechende Stellen mit Nass- und Trockenfliegen. Als ich schon gar nicht mehr mit einer „Fischbegegnung“ rechnete und meine Aufmerksamkeit einer startenden Entengruppe widmete, verschwand meine Klinkhammer in einem Ring. Ich bekam das aber nur beiläufig mit und setzte aus Reflex einen Anhieb. Tatsächlich konnt ich in der Folge die erste Bachforelle des Jahres verhaften. Es gab aber auch „Beifänge“! So entriss ich dem Fluss eine elektronische Feinwaage und ein Navi. Ob die Waage das Utensil eines „Dealers“ war oder aber von einer entnervten Sekretärin entsorgt wurde? Who know it!!!! Nach der Trocknung funktioniert sie jedenfalls wieder und die schädlichen Batterien hatten auch keine Gelegenheit im Fluß auszulaufen. Leider macht das Navi keinen Mux mehr. Aber auch hier konnten die schädlichen Stoffe des Akkus geborgen werden, bevor Schaden an der Fauna entsteht!

Leider erartete mich dann am letzten Wochenende eine weitere „Nullnummer“. Ziel des Ausflugs war die Lenne bei Rönkhausen. Wieder einmal war Ex – Kollege und Fischerfreund Michael mit an Bord. Zudem waren wir mit Niki Casset verabredet, der die Lenne recht gut kennt.Die Wetterredakteure hatten sogar einen „sommerlichen“ Tag voraus gesagt!!!
Anscheinend ticken die Uhren im Sauerland aber anders. MNorgens zeigte sich dieses jedenfalls alles andere als „sommerlich“ und das Wasser war (mit Verlaub gesagt) „arschkalt“.
Mit Mühe und Not „entriss“ Niki der Lenne eine Portionsforelle, während wir anderen beiden den ganzen Tag über vergeblich auf Kontakt warteten. Streamer – checked! Nassfliege – checked! Es war zum verzweifeln. Kein Fisch zu sehen, keine Aktivität zu beobachten und kein Kontakt zu spüren. Aber solche Tage gehören dazu. Sie lassen die erfolgreichen Stunden am Wasser NOCH wertvoller erscheinen!!!

Am kommenden Wochenende pausieren die fischereilichen Ambitionen erst einmal. Grund dafür ist ein Besuch der EWF in Fürstenfeldbruck. Offenbar wird ein kompletter LKW mit SIMMS‘ – Klamotten vermisst. Man hat mich nun darum gebeten die Spur aufzunehmen und den Verbleib zu klären!
Ist natürlich Quatsch………ich werde runter fahren und mich hier und da nützlich machen! Dabei werde ich dennoch Augen und Ohren offen halten und die „Fliegenfischerszene“ genauestens sondieren. Nur wer am Ball bleibt ist den Fischen eine Flosse voraus!!!!
Einen habe ich aber noch! Es ist die Vorstellung der neuen Ausgabe von „Fliegenfischen“!
Zunächst ein Blick auf das Cover:

Kommen wir zu den Beiträgen:

Notizbuch – Aktuelles aus der Szene

STORYS
Phase 3 – Harald Bayler stellt ihnen die 3 wichtigen Maifliegenimitationen vor
Der erste Hecht des Lebens – Michael Werner gibt Tipps zum ersten „Fliegenhecht
Erfolg ist planbar – Steffen Schulz gibt Tipps für Hecht an großen Gewässern
Die kleinen Dinge des Lebens – Adrian Prus fing die legendären Brackwasserhechte mit dem Kajak auf Mön
Mach‘ es zu deinem Projekt – Frank Weissert war nicht in einem Baumarkt, sondern ging den Meterhecht in Irland an
FliFi Echo – Nachschlag gefällig?…..der Leser kommt zu Wort
Die Bewegungen des Swings – Roman Moser bricht eine Lanze für die Nassfliege
Stewart’s Black Spider – Walter Reisinger stellt sie vor
Zu Besuch bei Hans-Ruedi Hebeisen – Dominique Lambert hat die Fliegenfischerlegende besucht
Neu: Fliefi-Stammtisch – Ingo Karwath fragt: Geht es noch ohne Action – Kamera?
Markt – Neues Gerät und Bekleidung
Erinnerungen an Assynt – Rainer Bouterwek merkt an

Momente – Edwin Hartwich zeigt die größten Forellen seines Lebens

GEWÄSSER-GUIDE

Italien: Trentino / Thomas Wölfle hat es besucht; Norwegen: Hemsedal / Thor Grothe stellt das Forellenparadies vor; Südnorwegen: Die bunte Vielfalt des Nordens von Michael Werner; Österreich: Gleinkersee / Wolfgang Hauer war dort

und natürlich die Vorschau auf die Ausgabe 04 / 2018!!!

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