Das läßt sich ja gut an……….

Die Forellensaison beginnt zwar erst Mitte März, aber ehrlich gesagt habe ich nicht die Geduld dafür solange zu warten. Auch die Fliegenbinderei vermag mich nicht über die Tristess der – gefühlt ewig andauernden – Schonzeit adäquat hinweg bringen zu können. Irgendwann juckt es einfach in den Knochen. Keine noch so gut gelungene Fliege kann das Gefühl eines kampfstarken Gegenübers an der Fliegenrute aufwiegen!
Sobald das Wetter passt, zieht es mich also an einen „Fliegenfischer – Forellenpuff“, weil dort gesetzliche Schonzeiten nicht gelten und die Möglichkeit besteht den Jagdtrieb auszuleben.
Allerdings habe ich diesbezüglich einen Anspruch: Ich möchte standesgemäß die ersten Fische des Jahres auch bitteschön mit der Trockenfliege überlisten. Von Buzzern an Bissanzeigern oder Streamern sehe ich daher erst einmal ab. Ich liebe die vorsichtigen und zaghaften Bisse an der Trockenen, wenn die Trutten noch gar nicht wirklich im Fressrausch sind. Das ist für mich eine weitaus größere Herausforderung, wie einen Streamer hinaus auf den See zu klatschen und mehr oder weniger hastig einstrippen zu müssen. Jagd auf die Giganten kann man machen, wenn die Meisterprüfung abgelegt ist!
So auch am letzten Wochenende! Es sollte kalt, aber sonnig werden. Folglich fasste ich den Entschluss dem „Ronden Bleek“ in den Niederlanden einen Besuch abzustatten. Auch ein Fischerfreund und Ex – Arbeitskollege war chronisch „unterfischt“ und entschloß sich dazu mit Gesellschaft zu leisten. Übrigens eine willkommene Gelegenheit, um meine neue Waterworks Lamson Center Axis einmal antesten zu können!
Vor ort angekommen, wurde diese dann auch direkt montiert. Aber was heißt montiert? Gegenüber anderen Ruten gibt es hier nicht viel zu montieren, denn die Rolle ist im Prinzip Bestandteil der Rute! Eigentlich muss man nur die Rutensegmente zusammenstecken und die Schnur durch die Ringe ziehen. Das spart zum einen Gewicht, denn der Rollenhalter fehlt ja als zwingendes Bindeglied zwischen Rute und Rolle und zum anderen verlegt man den Schwerpunkt der Rute- / Rollekombination zur Rutenachse. Bei mir macht sich dieser Vorteil subjektiv gesehen aber weniger bemerkbar. Gravierender finde ich dahingehend das der obere Teil der Rolle am Ellbogen anliegt und beim Ablauf der Wurfphysik stabilisierend wirkt. Das käme den Anfängern richtig entgegen, aber diese müssten gut betucht sein. Die Combo ist nämlich nicht ganz billig!!!!
Der Ersteindruck der mittelschnellen Rute, mit integrierter Rolle, war jedenfalls überzeugend. Das Gespann ließ sich super werfen. Es dauerte auch nicht lange und ich konnte den ersten Fisch des Jahres am neuen Gerät verzeichnen. Bald hieß es schon: Aller guten Dinge sind drei! Fischerfreund „Mischa“ hingegen fing so langsam an innerlich zu kochen. Er fischte die gleiche Schnur, die gleiche Fliege (ich hatte ihm eine meiner überlassen) und machte wirklich nichts verkehrt! Aber er kam einfach nicht zum Zug. Schlimm wurde es, als ich mit ihm den Platz tauschte und an seiner erfolglosen Stelle direkt Nummer 4 verhaftete!
Alles schöne Regenbogner zwischen 45 und 50 Zentimetern – wehrhaft und kampfstark!
Wenn jetzt der Wind nicht gewesen wäre…..der Tag wäre perfekt gewesen!!! Sonnenschein, Fisch am Band – Herz, was begehrst du mehr? Am Ende konnte ich über den Tag sieben gelandete Regenbogenforellen vermelden. Einige weitere hatten sich nach kurzem Drill verabschiedet und weitere habe ich „versemmelt“. Aber auch „Mischa“ konnte punkten und blickte dann doch auf zwei „Festnahmen“ zurück. Auch er hatte weitere „Bisse“ und „Aussteiger“!
Ein wahrlich gelungener Tag!!! Warum also einen „Depri“ schieben, wenn man das Heil am Wasser findet? Und das ganz legitim!
Übrigens stelle ich die Anlage „De Ronde Bleek“ in der nächsten „Fliegenfischen“ vor. Vielleicht ist das ja ein goldener Tipp für den ein oder anderen Besucher meines Blogs, um selber aus den Fängen der Enthaltsamkeit flüchten zu können?!
Dort warten nicht nur kampfstarke Regenbogenforellen bis hin zu einem Meter Länge, sondern auch Saiblinge, Bachforellen, Wiper und Schwarzbarsche auf den Besucher. Nachfolgend ein paar Impressionen meiner „Forellenhatz“ im Januar:

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