Jetzt wird’s bunt………..

So langsam verfärben sich die Blätter. Von gelbgrün, über gelb bis teils rot, um dann braun aus dem Blätterdach zu fallen. Kein Zweifel……..der Herbst ist ins Land eingezogen. Das bekräftigen auch die windigen, kalten und teils regnerischen Tage. Das das Ende der Schonzeit naht brauche ich in diesem Zusammenhang wohl nicht zu erwähnen.
Anfang Oktober habe ich mit meinem Facebook – Buddy und Fischerkollegen Gerd Creutz noch einmal die Domaine Sommedieue im französischen Departement Meuse (Maas) besucht. Auf dem Weg dorthin ließ uns Dauerregen das schlimmste befürchten. Doch wir hatten dann doch ein wenig Glück und das Wetter hielt einigermaßen. Ein wenig Nieselregen am Morgen bzw. Vormittag konnte uns die Stimmung nicht verhageln. Störender War dann schon eher der Wind, der uns zeitweise um die Ohren pfiff. Auf dem Weg zur malerischen Anlage konnte man sehr schön beobachten, das die Natur dort im Osten Frankreichs schon ein wenig weiter war. Die Verfärbung der Blätter war weitaus fortgeschrttener, wie es sich hier am Niederrhein darstellt. Ein Schreck durchfuhr meine Glieder direkt nach Ankunft. Wir hatten uns früh morgens um 04:30 Uhr auf einem stockdunklen Pendlerparkplatz getroffen, wo ich in Gerds Auto umstieg, um dann gemeinsam mit ihm und seiner Frau die Weiterreise anzutreten. Ob es das Kennenlernen war, die Müdigkeit oder ein Anflug von Altersdemenz: Ich Trottel vergass meine Watweste im eigenen PKW!
Nun stand ich da. Kein Vorfach, kein Nagelclip,, Keine Lösezange, kein Watkescher, etliche Fliegendosen nicht dabei – Ach Du Sch..e!!!!
Dann fiel mir siedendheiß ein, das sich in den Untiefen meiner Angeltasche, die ich wegen dem Fotoapparat immer mithabe, ein selbstgebasteltes Lanyard mit den wichtigsten Utensilien befindet. Genug Fliegen hatte ich eh dabei, denn da befindet sich ebenfalls eine umfangreiche Auswahl in besagter Tasche. Das Thema Vorfachmaterial erledigte sich dann auch schnell, denn dieses war gottlob vor Ort käuflich zu erwerben. Einem unbeschwerten Angeltag stand dann doch nicht im Wege.
Leider zeigte sich das Flossenwild an diesem Tag ein wenig unkooperativ. Die wenigen Fische, die wir fingen waren hart erarbeitet. Auch durch Fliegenwechsel konnte das Problem nicht wirklich gelöst werden. Aber solche Tage gibt es halt. Sei es dem Luftdruck geschuldet oder anderer äußeren Einflüsse, vielleicht auch dem fehlenden Glück – man selber ist dann relativ machtlos. Am Ende standen 6 Regenbogenforellen bei mir auf der Habenseite und Gerd fuhr mit der Bilanz von einem Bachsaibling und einer Regenbogenforelle heimwärts. Aber der Hecht lief wohl, denn der Koch des dazugehörigen Restaurants konnte einen schönen Hecht von 85 Zentimetern und gut 5 Kilogramm Gewicht fangen. Ich lernte auch Eric kennen, den Gerd schon von vorausgegangenen Besuchen kannte. Eric ist Deutscher und Stammgast in der Domaine Sommedieue. Da er die Anlage seit 1993 kennt, konnte er uns mit einigen Tipps versorgen. Der stolze Tageskartenpreis von fast 100.- € beinhaltet bekanntlich ein umfangreiches Viergangmenü. Auch an diesem Tag hatte uns der Koch auf leckere Art und Weise verwöhnt. Das hat schon etwas: Mittags wird die Glocke geläutet, was heißt: Es ist angerichtet!!!
Aber zurück zum anglerischen Aspekt! Wie schon erwähnt waren die Salmoniden in der Domaine Sommedieue an diesem Oktobertag beißfaul. Eine Iron Blue Dun in Größe 14 brachte dann doch hin und wieder einen Biss und auch 5 Regenbogenforellen. Die letzte fing ich auf eine Ritz D – Nymphe bei Dämmerungsbeginn. Von den zahlreichen Saiblingen und den Bachforellen entzogen sich alle meinen Nachstellungen. Endlich konnte ich auch einmal Teich 4 begutachten, der mir bislang aufgrund der knappen Zeit beim ersten Besuch verborgen geblieben war. Auch dieser ist traumhaft schön. Glasklares Wasser und ein dichter Teppich aus Wasserpflanzen am Grund des kleinen Quellsees. Überall sind dort die umherziehenden Fische ohne jegliche Beeinträchtigung auszumachen.
Insgesammt war es (trotz zickiger Forellen) aber ein schöner Tag, der nach Wiederholung schreit. Eines ist sicherlich kaum anzuzweifeln: Die Domaine Sommedieue gehört zu den schönsten Teichanlagen für den Fliegenfischer in Europa und ist mit Sicherheit die stilvollste! Nach folgend ein paar Impressionen vom Tag im Departement Meuse:


Auch Gerd hat noch einige schöne Fotos an dem Tag gemacht. Hier seine Bilder (Foto & ©: Gerd Creutz):

An der Rur lief es in der letzten Zeit auch ein wenig unrund. Es war ein stetiges auf und ab. Mal fing ich sehr gut, um dann wieder mit einer bescheidenen Bilanz wieder nach Hause zu fahren. Die Äschen machen sich weiterhin äußerst rar und es steht zu befürchten das der Kormoran im vergangenen Winter wieder ganze Arbeit geleistet hat. Dabei war doch im vergangenen Jahr eine so tolle positive Tendenz zu beobachten! Sollte es sich wieder geändert haben und der Äschenbestand vernichtet sein? Ich hoffe nein!!! Immerhin konnte ich inzwischen den ersten Junglachs in der Rur verhaften.
Nun hoffe ich rechtzeitig vor Saisonende noch ein paar Äschen fangen zu können. Nicht weil ich damit mein Fangbuch aufpolieren möchte, sondern eher um die Gewissheit zu bekommen das diese noch da sind! Nachfolgend noch ein paar Impressionen von der Rur aus den letzten Wochen:

Inzwischen ist auch die Ausgabe 6/2017 vom Printmagazin „Fliegenfischen“ erschienen. Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist die „Lady of the steams“ – sprich Äsche. Hier ein Blick auf den Titel:

Inhaltlich gibt es folgende Themen:

Notizbuch – Aktuelles aus der Szene
Die Äsche und der Herbst – Harald Bayler über die Herbstfischerei aufÄschen
Über die Äsche – Bernd Kuleisa gibt sein Wissen preis
Neues zur Cinammon Sedge – Walter Reisinger mit einem kurzen Nachtrag zum letzten Heft
Der Code der großen Flüsse – Roman Moser knackt ihn für Sie
Pflegefälle für Fliegenfischer – Bernd Kuleisa empfiehlt Produkte von Collonil
Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt – Ein Auszug aus dem empfehlenswerten Buch von Tankred Rinder
Mika und die Meerforellen – Andreas Jendrichowski mit einem „heißen“ Fliegentipp
Das Geheimnis der Schatzinsel – Nick Reygaert hat sie befischt
Sind wir nicht alle ein bißchen Jamie – Irgendwo hat Fliegenbinden ein wenig von „Kochen“ meint Ingo Karwath
Back to black – Thomas Wölfle über seine schwarzen Geheimnisse in der Fliegenbox
Wie aus Silber Gold wurde – Günter Kast besuchte Arni Baldursson
Leserbriefe – Briefe an die Redaktion
Momente – Was könnte wichtiger sein, wie ein letzter Wurf
Gewässer-Guide – Deutschland: Bocholter Aa und die Pfreimd; Schottland: In den Highlands und auf wilde Bachforellen

und natürlich die Vorschau auf die Reiseausgabe 07/2017!!!

Eine Neuigkeit gibt es auch von den „Tackle-Dealern“ in Deutschland. Das renomierte Fachgeschäft für Fliegenfischerbedarf „Flyfishing-Europe“ vom Möhnesee hat sich dazu entschlossen künftig auch die Firma Orvis in das Produktportfolio aufzunehmen. Eine schöne Sache für alle Fans des amerikanischen Traditionsunternehmens!

Wie auch in den Jahren zuvor, möchte ich auch im Jahr 2017 die Benefizaktion „Fliegenfischer mit Herz…..für krebskranke Kinder“ zu Gunsten vom Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V. durchführen. Die Besucher meines Blogs sind herzlich dazu eingeladen sich tatkräftig zu beteiligen. Ich denke das das eine schöne und gute Sache ist. Wer also ein paar selbstgebundene Fliegen, Gerät, Literatur usw. übrig hat, oder Tageskarten von seinem Pachtgewässer stiften möchte……..nur zu! Ich freue mich über jeden Beitrag. Wie immer, wird dann alles höchstbietend bei EBAY versteigert und der Reinerlös wird direkt dem guten Zweck zur Verfügung gestellt.

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